Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1434
Russland setzt auf Wind- und Sonnenstrom

Moskau steigt in großem Stil in den Ausbau Erneuerbarer Energien ein

Russland setzt auf Wind- und Sonnenstrom.
Russland leitet die Energiewende ein. Das rohstoffreiche Land setzt künftig stärker auf Wind- und Sonnenstrom. Moskau gibt den Vorrang der Gas- und Ölindustrie auf und verfolgt ehrgeizige Ausbauziele. Daraus erwachsen langfristig große Chancen für deutsche Unternehmen.

Russland steigt in großem Stil in die Erneuerbaren Energien (EE) ein. Damit vollzieht das Land eine grundlegende politische Wende. Bisher waren Investitionen in EE zwar bereits möglich. Der bürokratische Aufwand war zum Schutz der heimischen Gas- und Öl-Industrie aber so unangemessen hoch und die Entscheidungsprozesse so langwierig, dass praktisch kaum jemand in die Erzeugung von Sonnen- oder Windstrom investiert hat. Der Anteil von Öko-Energie an der Stromerzeugung ist bisher kaum messbar.

Russland wird in den nächsten Jahren zu einem aussichtsreichen Markt für Ökostrom-Erzeuger. Den Startschuss geben zwei Großprojekte in Rostow am Don und in Murmansk. Dort sind jeweils größere Windparks geplant mit mehreren Megawatt Leistung (Investitionsvolumen insgesamt ca. 350 – 450 Mio. Euro). Für diese soll Siemens die Turbinen liefern. Ab 2020 soll dort dann auch Öko-Strom produziert werden.

Langfristige staatliche Förderung auch für Kleinanlagen

Die Regierung in Moskau verfolgt einen langfristigen Plan. Bis 2019 soll die Erzeugungsleistung von Wind- und Sonnenstrom von derzeit 600 MW auf 2,4 GW erhöht werden. Im Jahr 2024 sollen dann bereits 6 GW, bis 2035 sogar 9 GW aus Erneuerbaren Energien stammen.

Um diese Ausbauziele zu erreichen, wird Russland auch den Aufbau von Kleinanlagen zulassen. Dafür, so Überlegungen im russischen Wirtschaftsministerium, soll sogar eine staatliche Förderung aufgebaut werden. Hier könnten sich zahlreiche Geschäftschancen für deutsche KMU ergeben. Wichtig für alle Aufträge in der Zukunft bleibt weiter eine gewisse stoische Ruhe, die russische Bürokratie abzuwarten. Wer einen hohen Anteil russischer Leistung in Projekten unterbringt (z. B. Bau von Komponenten, Aufbau, Wartung) hat deutlich größere Erfolgschancen.

Fazit:

Russland leitet eine Energiewende ein und dürfte zu einem attraktiven EE-Markt werden. Unternehmen mit internationaler Projekterfahrung nehmen Russland auf die Liste.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
  • Fuchs plus
  • Kosten für den Steuerzahler wie in der Subprime-Krise

US-Studentenkredite werden zum Milliardengrab

Ein (weitgehend) kostenfreies Studium – abgesehen von den Lebenshaltungskosten – wie in Deutschland gibt es nur in wenigen Ländern weltweit. In den USA ist das nicht der Fall. Dort müssen Studenten eine Anleihe auf ihren künftiges Beruf und Einkommen aufnehmen. Der Staat unterstützt zwar Studentenkredite mit einem Programm. Doch die Kosten dafür scheinen aus dem Ruder zu laufen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Preis-Kapriolen

Kakao-Notierungen springen auf und ab

Verkäufer und Käufer von Kakao liefern sich gerade ein heftiges Gefecht. Die beiden wichtigsten Exportnationen erhöhen massiv den Preis. Einer der größten Kakao-Käufer der Welt hält dagegen und kauft an der Börse direkt. Der Preis schlägt Kapriolen.
  • Fuchs plus
  • Raumfahrt

Deutsche Startups mit neuen Trägerraketen

Deutsche Startups arbeiten an der Entwicklung neuer Trägerraketen für den niedrigen Erdorbit. In diesem Bereich ist in den nächsten Jahren mit einer stark steigenden Nachfrage nach Satellitenstarts zu rechnen. Neben privaten Anbietern prüft nun auch die EU, ein Netz an Kommunikationssatelliten ins All zu schießen.
  • Fuchs plus
  • Erste Tätigkeitsstätte bei einer vollzeitigen Bildungsmaßnahme

Fahrten zur Fortbildung steuerlich absetzen

Heute geht es mal nicht in die Firma, sondern zu einem Lehrgang. Doch was ist dann mit den Fahrtkosten? Und ggf. den Kosten für die Übernachtung? Der BFH hat dazu jetzt ein Urteil gefällt.
Zum Seitenanfang