Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
538
EEG-Ausschreibungen

Strompreise sinken stärker als die Zuschüsse

Die EEG-Ausschreibungen sorgen wie geplant für sinkende Förderzusagen für die Erneuerbaren Energien. Zu einer subventionsfreien Stromerzeugung führt das nicht. Denn der Börsenstrompreis taucht unter der EEG-Umlage ab.
Die Politik verhindert, dass der Strompreis angemessen sinkt. Der Grund: Sie packt die dringend notwendige Reform der Strombörse nicht an. Deren Marktdesign geht am Markt vorbei. Je mehr die Erneuerbaren ausgebaut werden, desto stärker sinkt der Strompreis an der Börse. Und zwar inzwischen Richtung Null. Die EEG-Förderung passt sich der Entwicklung nur unzureichend an. So liegt die durchschnittliche Förderung der Ausschreibungsgewinner für Windkraft an Land bei 5,71 ct/kWh (bisher 6ct/kWh). Das niedrigste Gebot lag bei 4,2 ct/kWh. Von drei ausgeschriebenen Offshore-Windparks – bisher mit 12 ct/kWh gefördert – kommt einer ganz ohne Förderung aus. Die Börsenstrompreise lagen in den letzten Monaten bei 3 bis 4 ct/kWh.

Der Strompreis nähert sich immer stärker den Grenzkosten der Erneuerbaren an

Der Marktmechanismus der Strombörse bildet die reale Preisentwicklung nicht ab. Strom wird an der Börse mit seinen Grenzkosten angesetzt. Die Grenzkosten des Anbieters, der das letzte Kraftwerk zuschaltet, das nötig ist, um den aktuellen Strombedarf zu decken, bestimmen den Strompreis. Diesen Preis erhalten dann wiederum alle Anbieter. Die Grenzkosten liegen für die erneuerbaren Energien bei null. Schließlich werden keine Brennstoffe benötigt. Je mehr Erneuerbare-Energie-Kraftwerke gebaut werden, umso stärker sinkt der Strompreis. Denn Anbieter mit höheren Grenzkosten werden aus dem Markt gedrängt.

Marktdesign verhindert subventionsfreie Stromproduktion

Ursprünglich sollte das Marktdesign die Erneuerbaren fördern. Das hat funktioniert. Jetzt verhindert es aber eine subventionsfreie Stromproduktion. Denn die Investitions-, Wartungs- und weitere Kosten für Erneuerbare werden vom Börsenpreis nicht abgedeckt. Sie müssten eigentlich den Grenzkosten zugeschlagen werden und zusammen die Berechnungsgrundlage für den Strompreis bilden. Das Modell nützt besonders den vier Prozent aller Industriebetriebe, die einen hohen Energieverbrauch (über 1 GWh/Jahr) haben. Sie sind von der EEG-Umlage weitgehend befreit. Gleichzeitig profitieren sie vom sinkenden Börsenstrompreis.

Fazit: Der Marktmechanismus der Strombörse muss schleunigst geändert werden. Dann steigt der Börsenstrompreis und deckt die Kosten der Erneuerbaren Energien ab. Die Subventionen können sinken und ganz entfallen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • HypoVereinsbank, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr Großbank als Privatbank

Die Ampel der HypoVereinsbank steht auf Rot.
Die HypoVereinsbank gibt sich auf ihrer Internetseite sehr technisch, was das Private Banking angeht. Sie verspricht ihren Kunden, gut aufgestellte Portfolios zu entwerfen. Diese stellen „eine ausbalancierte Einheit von Anlageklassen weltweit" dar, „passend zur Risikotoleranz" des Kunden. Das aber muss dann auch gelingen.
  • Fuchs plus
  • Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz), Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Beratung nach einem Drehbuch Franz Kafkas

Die Ampel der Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) steht auf Rot.
„Eine Spur persönlicher" will die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) sein. Das gelingt im Beratungsgespräch nicht. Statt Beratung gibt es Fragen über Fragen an den Kunden, aber keinen Dialog. Trotzdem reicht die Zeit reicht nicht, alle für den Anlagevorschlag wichtigen Fragen unterzubringen. Insgesamt eine eher kafkaeske Erfahrung.
  • Fuchs plus
  • Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Tolles Gespräch, 0815-Vorschlag

Die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG hat die grüne Ampel verdient.
Wie lange wird die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG wohl noch unter ihrem alten Namen firmieren, nachdem sie von einem chinesischen Konzern übernommen wurde? Eigentlich schade, dass sie diesen wohlklingenden Namen verlieren könnte, der ihr einen gewissen Vertrauensvorschuss gewährt. Auf unser Beratungsgespräch hat der Wechsel keine negativen Auswirkungen. Vom Rest kann man das nicht wirklich sagen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Diamanten

Massiver Margendruck

Vertreter des US-Markts haben versucht die Diamantennachfrage anzuregen. Doch weder das nahende Weihnachtsfest noch die Marketingaktivitäten sorgen für steigende Käuferzahlen.
  • Fuchs plus
  • Kunstmarkt

Art Week Berlin zeigt die Trends

Vom 26. - 30. September lud Berlin bereits zum siebten Mal zum Festival für zeitgenössische Kunst ein. Die Tage konnten wieder einmal wichtige Impulse bieten und in unterschiedlichsten Segmenten ihren Besuchern spannende gegenwartsbezogene Kunst zeigen.
  • Fuchs plus
  • Gute-Laune-Nachrichten vom 18. Oktober 2018

Die Inlandskonjunktur wird zunehmend zur Stütze

Die Abkühlung der Konjunktur weltweit schlägt zunehmend auch auf die deutsche Wirtschaft durch. Allerdings werden die Erwartungen von einem hohen Sockel aus zurückgenommen. In einem Bereich aber nehmen die positiven Aussichten zu.
Zum Seitenanfang