Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1542
Preisausbruch in Kürze wahrscheinlich

Zucker im Dreieck

Die charttechnische Dreiecksformation bei Zucker spitzt sich zu. Copyright: Pixabay
Das charttechnische Bild beim Zuckerkurs sieht nur auf den ersten Blick langweilig aus. Doch es handelt sich um die Ruhe vor dem Sturm. Ein Sturm, vor dem sich Anleger nicht fürchten müssen.

Mit der Ruhe beim Zuckerpreis dürfte es bald vorbei sein. Zwar bewegt sich der Zuckerpreis seit knapp zwei Monaten in einem engen Preisband. Seit Mitte März schwanken die Zuckernotierungen an den US-Warenterminbörsen in einem engen Preiskorridor zwischen 12,50 US-Cent und 13 US-Cent je Pfund.

In der charttechnischen Betrachtung zeichnet sich immer deutlicher das Bild eines symmetrischen Dreiecks ab. Inzwischen laufen die Zuckernotierungen immer klarer in die Spitze dieses Dreiecks hinein. Ein Ausbruch aus dem Dreieck zieht aus technischer Sicht eine dynamische Richtungsentscheidung nach sich.

Starke Produktionsrückgänge

Fundamental deutet vieles auf einen Ausbruch auf der Oberseite hin. Denn die Zuckerproduktion im weltweit wichtigsten Zuckeranbauland Brasilien geht derzeit immer weiter zurück. Laut der brasilianischen Prognosebehörde Conab lag die Verarbeitung in der Erntesaison 2018/19 bei rund 620,4 Mio. t.

Die Zuckerproduktion ist auf 29 Mio. t gesunken. Noch in der Vorsaison waren immerhin 37,86 Mio. t Zucker produziert worden waren.

Doch nicht nur die geringere Menge an Zuckerrohr trägt zur fallenden Produktion bei. Viele Zuckermühlen bevorzugen aus preislichen Gründen die Herstellung von Ethanol aus Zuckerrohr. Diese stieg im letzten Jahr um knapp 22% auf 33,1 Mrd. l. So kommt schließlich weniger Zucker auf den Weltmarkt. Das dürfte auf mittlere Sicht die Preise treiben.

Fazit: Beim Zuckerpreis steht eine Richtungsentscheidung kurz bevor. Ein Ausbruch aus dem Dreieck auf der Oberseite sollte den Preis bis mindestens an das November-Hoch bei rund 14,20 US-Cent je Pfund führen. Wird das Dreieck nach unten aufgelöst, liegt die nächste Unterstützung erst im Bereich um 11 US-Cent je Pfund Zucker.

Empfehlung: Mittelfristig orientierte Anleger setzen mit einem ungehebelten Zucker-ETC (hier als Beispiel mit der ISIN: DE 000 A0K RJ8 5) auf einen Preisanstieg.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Climate Action 100+ hat große Investoren verloren

US-Investoren verabschieden sich von ESG-Anlagen

Drei große US-Investoren haben ESG-Investments den Rücken gekehrt. BlackRock, StateStreet und JP Morgen haben sich aus der Investment-Initiative Climat Action 100+ verabschiedet. Der Exodus der institutionellen Anleger hält damit an. FUCHSBRIEFE analysieren, was hinter der Abkehr steht.
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
Zum Seitenanfang