Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
906
Währung mächtig unter Druck

Argentinien droht eine Rezession

Argentiniens Wirtschaft ist (mal wieder) im Sinkflug begriffen. Hinzu kommt Druck auf die Währung und eine instabile politische Lage. Das bewegt uns zu einer eindeutigen Empfehlung.

Argentinien droht eine erneute Krise. Das 1. Quartal hatte noch 3,6% Zuwachs im Jahresvergleich gebracht – allerdings mit fallender Tendenz. Per April ist der wesentliche Teile des gesamten Outputs erfassende Aktivitätsindikator erstmal seit Ende 2016/17 wieder unter null gefallen. Das deutet auf ein rückläufiges BIP hin.

Hinzu kommt der Druck auf die Währung (Kurs zum EUR: 32,3). Er geht von den steigenden US-Zinsen aus. Daraus hat sich eine Art negative Rückkopplung entwickelt, bei der die Währungsschwäche die Inflation antreibt. Das hat wachsende Handels- und Leistungsbilanzdefizite (bei 5% vom BIP) zur Folge. Beide schwächen die Währung weiter.

Die Notenbank hatte zunächst mit starken Zinserhöhungen (Leitzins 40%) versucht, diesen Kreis zu durchbrechen. Dies gelang aber erst mithilfe einer Kreditlinie des IWF über 50 Mrd. Dollar, mit der alle Auslands-Verpflichtungen bis 2020 abgedeckt sind. Damit sind allerdings auch weitere Sparauflagen verbunden, die die Konjunktur zusätzlich schwächen.

Fazit: Der schwache Trend und die Belastungen durch die US-Politik, drohen den anfänglich erfolgreichen Reformkurs Mauricio Macris abzuwürgen. Wir raten daher zum Rückzug aus Argentinien.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel "IWF-Kredit für Argentinien"

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Bundesfinanzhof folgt Fiskus

Mehrere Berichtigungszeiträume bei Gebäuden

Sie bauen. Und warten nicht bis alles fertig ist, sondern nutzen jeden Baufortschritt zur weiteren Inbetriebnahme. Das hat Folgen für die Umsatzsteuer.
  • Fuchs plus
  • Erhebliche Unterschiede in gesetzlichen Kündigungsfristen

Fremdgeschäftsführer kündigen wird einfacher

Wenn eine GmbH ihren Geschäftsführer, der kein Gesellschafter ist (im Fachterminus ein sogenannter (Fremd-)Geschäftsführer, entlassen will, dann muss sie ihn kündigen. Üblicherweise nutzten die Betriebe dafür die Regelungen im § 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Diese durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshof (BGH) geprägte Praxis, hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) allerdings gekippt. Jetzt weht ein deutlich rauerer Wind.
  • Fuchs plus
  • Umbau der Wohnung

Instandhaltungsanteil ist bei der Modernisierung abzuziehen

Wird ein Haus nach 60 Nutzungsjahren auf den ‚Stand der Technik‘ gebracht, geht ein Teil der Kosten auf das Konto ‚Modernisierung‘. Ein anderer Teil auf ‚Instandhaltung‘. Das ist deshalb von Bedeutung, weil es bei einer Verknüpfung der Handwerkerarbeiten zu einer Kostenaufteilung zwischen Eigentümer und Mieter kommen muss. Aber wie kann das konkret aussehen?
Neueste Artikel
  • Nachhaltige Geldanlage im Fokus Private Banking

Teil 2: Schmälert Nachhaltigkeit die Rendite?

Nachhaltigkeit Teil 2 Copyright: eigene Darstellung, erstellt mit Canva
Nachhaltige Geldanlage als Anlagestrategie findet eine wachsende Beliebtheit in der Finanzbranche. Dennoch steckt das Thema noch in den Kinderschuhen. Um aus diesen herauszuwachsen, befragt der Wirtschaftsjournalist Markus Hormann dazu den Leiter Vermögensmanagement Johannesstift Diakonie gAG, Jens Güldner und den Chefredakteur der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ Ralf Vielhaber.
  • Fuchs plus
  • Open Banking und Blockchain

Die Bank in Windeseile wechseln

Wettbewerb. Klingt schön, ist aber in der Praxis aus Kundensicht oft mühsam. Eine Bank zu wechseln, macht eine Heidenarbeit. Doch mit einer neuen Technologieform im Bankensektor könnte mit den Mühen der Ebene bald Schluss sein.
  • Fuchs plus
  • Russlands Chancen und Risiken durch den Klimawandel

Teure Arktis

Russlands betreibt die Erschließung des so genannten Nördlichen Seewegs. Copyright: Pixabay
Der Klimawandel macht es möglich: Russland betreibt die Erschließung des so genannten Nördlichen Seewegs, der Verbindung von Europa nach Asien durch das Eismeer. Bis 2024 soll der Weg durchs Eismeer ganzjährig zur Verfügung stehen.
Zum Seitenanfang