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Exporte leiden unter hohem Yen-Wechselkurs

Die Bank von Japan ringt mit dem Markt

Die Bank von Japan ringt mit dem Markt. Copyright: Pixabay
Japans Notenbank drückt seit vielen Jahren auf die Tube, um den Yen zu schwächen und die Exporte des Landes zu begünstigen. Trotzdem kommen die Exporte nicht auf die Beine. Denn die BoJ hat einen sehr starken Gegner.

Japan hat China wieder in der Rolle als größter US-Gläubiger abgelöst. Das Anwachsen der Dollaranlagen ist offenbar darauf zurückzuführen, dass der Yen durch entsprechende Interventionen gedrückt werden soll.

Die Exporte Japans lagen per August um 8,2% unter dem Vorjahresniveau. Sie haben damit ihren Abwärtstrend im achten Monat in Folge fortgesetzt. Weder aus China, noch der Eurozone, noch den USA sind nennenswerte Impulse zu erwarten, die der erkennbaren Abschwächung entgegen wirken.

Das Inflationsziel rückt in Ferne

Mehr als diese quantitative Lockerung über den Devisenmarkt bleibt den Währungshütern auch nicht. Sie betreiben seit Jahren eine ultra-expansive Politik, ohne ihrem Inflationsziel (2%) näher zu kommen. Im Gegenteil: Zuletzt sank die Inflation auf 0,5%, nachdem für Mai noch 0,9% notiert worden waren.

Die BoJ schafft es nicht, der Rolle als „sicherer Hafen" etwas entgegenzusetzen. Diese Funktion diktiert dem Yen den Wechselkurs. Die Notenbank hat lediglich das Staatsschuldenproblem entschärft. Im Gefolge der Ankaufprogramme liegt der größte Teil der Staatsanleihen bei der BoJ. Das trägt zur Yen-Stärke bei. Denn niemand erwartet, dass die ohnehin eng an die Regierung gebundene Notenbank ihre Forderungen gegen die Regierung durchsetzen wird, wenn damit ein Default drohen könnte. Der Yen wird also für die absehbare Zeit seinem Aufwärtstrend weiter folgen.

Fazit: Der offizielle Kampf gegen die Yen-Stärke hat wenig Aussicht auf Erfolg.

Empfehlung: Mit einem Optionsschein wie dem Euro/Yen-Put mit Laufzeit 12/2020 mit Basispreis 130 Yen (DE 000 SC5 Q5C 4) lässt sich eine Wette gegen die Notenbank und einen schwächeren Yen eingehen.

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