Die Fed-Ankündigung hat den Yen am Mittwoch gehörig unter Druck gebracht. Ist das Währungspaar nun ausgereizt oder "kommt da noch was?" Zu einer anderen Währung hat der Yen hingegen Rückenwind.
Die BoJ setzt auf das Prinzip Hoffnung. Copyright: Pexels
Die Inflation Japans lag in den letzten 30 Jahren nur in einem Jahr über 2%. Auch wenn die Währungshüter hoffen, dass sie analog zur Eurozone und den USA wieder ansteigen wird - die Aussicht dafür ist trüb. Das hat Auswirkungen auf das Wechselkursgeschehen.
Die radikale Abkehr von der derzeitigen Geldpolitik in Japan bleibt aus. Copyright: Pixabay
Die japanische Notenbank hat ihre Einschätzung zur aktuellen Geldpolitik bekanntgegeben. Der große Knall bleibt aus. Das wird den Yen weiter schwächen.
Währungsanleger nehmen in dieser Woche den japanischen Yen genau in Augenschein. Denn während er zu Euro und Dollar bräsig seitwärts läuft, droht er bei zwei anderen Währungspaaren spürbar zurückzukommen. Oder sind es vielleicht doch nur Fehlsignale?
Die japanische Notenbank bereitet den Strategie-Schwenk vor. Copyright: Pexels
Die Aktienbörsen tun sich schwer mit weiteren Kursgewinnen - und nun deuten die Währungshüter in Japan auch noch einen Kurswechsel an. Die Bank of Japan wird auf ihrer nächsten Sitzung die Politik ihrer Aktienkäufe verändern. Im Ergebnis werden die Währungshüter weniger Aktien kaufen und eventuell sogar Papiere abgeben.
FUCHS-Devisen
Hinweise auf ein Ende der Lockerungen in Nippon verdichten sich
Japan ist das Mutterland der ultralockeren Geldpolitik. Doch irgendwann ist jede Party mal zu Ende. Die Anzeichen verdichten sich, dass in Nippon bald die letzten Songs gespielt werden. Das wird Auswirkungen haben, die weit über Japan hinaus gehen.
In Japan bleibt alles beim Alten - zumindest was die Geldpolitik angeht. Daraus lassen sich einige Handlungsempfehlungen ableiten. Der agile Trader findet auf jeden Fall lukrative Möglichkeiten.
In Japan ist die Dynamik raus - sowohl Wirtschaft als auch Börse und die Währung verabschieden sich allmählich in den Winterurlaub. Ruhige Feiertage stehen bevor; vielleicht auch deswegen, weil die Richtung bereits vorgezeichnet zu sein scheint.
In Japan freute man sich in der vergangenen Woche gleich über eine Vielzahl von Gute-Laune-Nachrichten. Das stärkte den Yen sowohl zum Euro als auch zum Dollar.
Das Institute for International Finance (IIF) hat die Geldpolitiken der G3-Zentralbanken – Fed, EZB und BoJ – unter die Lupe genommen. Vor allem bei der Fed sieht das Institut seit einigen Jahren den Fokus darauf, die US-Finanzierungskonditionen in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Das hat Folgen.
Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda hält krampfhaft an den bekannten Aussagen zur Politik der BoJ fest. Alle wissen aber, dass sie überholt sind. Nicht einmal das kann die Stärke des Yen bremsen.
Japans Währungshüter halten den Fuß auf dem Gaspedal. Sie wollen die Inflation näher an das 2%-Ziel bringen. Das gelingt ihnen allerdings seit Jahrzehnten nicht.
Die Wachstumserwartungen der japanischen Wirtschaft wurden für das 3. Quartal 2019 übertroffen. Soweit so gut, dennoch nimmt die Wachstumsdynamik ab. Und der Notenbank gehen die Mittel aus, um den Trend umzukehren.
Japans Währungshüter versuchen schon seit Herbst 2016 mit zwei Problemen fertig zu werden, deren Lösungen sich gegenseitig ausschließen. Dennoch bleibt der Yen zu Euro und US-Dollar stark. Woran liegt das?
Die Bank von Japan ringt mit dem Markt.
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Japans Notenbank drückt seit vielen Jahren auf die Tube, um den Yen zu schwächen und die Exporte des Landes zu begünstigen. Trotzdem kommen die Exporte nicht auf die Beine. Denn die BoJ hat einen sehr starken Gegner.
Nach der EZB hat nun auch die Fed de Zinsen gesenkt. Powell deutete in seiner Ankündig auch bereits an, dass die nächsten Monate ungemütlich werden könnten. Das Vertrauen der Marktteilnehmer in die stützende Kraft der Notenbanken ist offenbar groß. Selbst die jüngsten Ereignisse im Iran gehen an den Börsen scheinbar spurlos vorbei.
Die Bank von Japan – so erwarten es die Märkte – wird noch einmal die Geldpolitik lockern wollen. Doch ihr geldpolitisches Arsenal ist ausgereizt. Der Yen reagiert darauf eher unorthodox. Und das hat Gründe.
Japans Wirtschaft schickt Signale, die eine weitere Lockerung der Geldpolitik im Reich der aufgehenden Sonne erforderlich machen. Doch dafür ist kaum noch Spielraum. Die Währungshüter stecken in der Klemme.
Ebenso wie Dollar und Euro leidet auch der Yen an der schwächelnden Binnenkonjunktur. Während die anderen Währungen aber mit den Folgen des Handelskrieges zu kämpfen haben, kommt dieser der japanischen Währung paradoxerweise zugute.
Der japanische Yen bleibt in Asien der sichere Hafen. Doch die Bank of Japan hat ein Problem: im Gegensatz zu EZB und Fed hat sie keinen Spielraum mehr für weitere Lockerungen.