Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
762
Beggar my neighbour nun Mittel der Politik

Geldpolitische Instrumente von der Restrampe

Nein, ein Währungskrieg ist das noch nicht. Aber , was die Notenbanken veranstalten ist zumindest die gezielte Beeinflussung der Wechselkurse. Diese Politik hat einen Namen mit dem sich wenig Gutes verbindet.

Die gezielte Beeinflussung der Wechselkurse zählt wieder zu den Zielgrößen der Geldpolitik. Dies ist spätestens mit Donald Trumps Tiraden über „Wechselkursmanipulationen" Chinas und der Eurozone klar. Hintergrund ist die sich bis heute hinziehende extreme monetäre Lockerung im Gefolge der Krise 2008/9. Die Zinssätze sanken auf null und sogar noch darunter. Gleichzeitig wurden die Bilanzen der Notenbanken durch massive Anleihen-Ankaufprogramme auf zuvor unvorstellbare Größen aufgebläht. Jetzt ist der Instrumentenkasten praktisch leer.

Eine Konjunkturschwäche kann nicht mehr mit den üblichen Mitteln angegangen werden. Und schlimmer noch: Unerwünschten, von außen angestoßenen Bewegungen der Kurse kann kaum anders als durch direkte Interventionen begegnet werden. Das Problem: Die Währungshüter verstricken sich in ein Nullsummenspiel. Konjunkturpolitik über den Wechselkurs ist Politik auf Kosten anderer: „beggar my neighbour", nach Joan Robinsons berühmter Formulierung. Diese Politik sorgt so für Konflikte im Stil der 30er Jahre und verzerrte Devisenkurse jenseits der fundamentalen Relationen zwischen den Volkswirtschaften.

Fazit: Angesichts der gewachsenen Nervosität an den Märkten raten wir zur Sicherheit durch eine erhöhte Liquidität im Portfolio und kurze Laufzeiten für die Festverzinslichen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Eurozone liefert wirtschaftlich ein schwaches Bild

Der Euro ohne Rückenwind

Europas Wirtschaft kommt nicht aus dem Tal. Mühsam geht es ein paar Schrittchen vorwärts, dann wieder ein paar zurück. So fehlt dem Euro der Rückenwind, um sich im Währungsgefüge zu festigen. Unternehmer und Anleger sollten sich darauf einstellen.
  • Fuchs plus
  • Echtheitsprüfung von Geld

Den Euro besser machen

Gerade mit aufkommendem Online-Geldverkehr hat das Thema Fälschungssicherheit eine neue Dimension bekommen. Copyright: Picture Alliance
Gerade mit aufkommendem Online-Geldverkehr hat das Thema Fälschungssicherheit eine neue Dimension bekommen. Die herkömmlichen Zahlungsmittel und die herkömmlichen Zahlungswege sind fälschungsanfällig. Doch es kann Abhilfe geschaffen werden. Auch für den Euro.
  • Fuchs plus
  • Landwirte im Glück

Keine Steuer bei Landtausch

Landwirte können sich freuen. Der Bundesfinanzhof hat ein für sie positives Urteil gesprochen. Es betrifft den Landtausch – etwa zur Arrondierung von Landwirtschaftsflächen, um diese besser bewirtschaften zu können.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Überschuss oder Defizit

Kupferpreis plagt sich mit gegenläufigen Prognosen

Den Kupferpreis plagen entgegensetzliche Prognosen. Copyright: Pixabay
Nach den deutlichen Kursverlusten zu Jahresbeginn scheint sich der Kupfermarkt inzwischen so langsam wieder zu erholen. Noch im Januar war der Kupferpreis binnen weniger Wochen von einem Neun-Monats-Hoch bei rund 6.250 USD je Tonne auf 5.570 USD je Tonne um knapp 11% eingebrochen. Nun fallen die Prognosen entgegensetzt aus.
  • Fuchs plus
  • Außenhandel gibt noch Impulse

Die konjunkturelle Last zieht den Euro runter

Es macht gerade nicht viel Freude, auf die Konjunkturdaten Europas zu blicken. Das wird die Geldpolitiker in Frankfurt in ihrem Kurs bestärken. Der Euro ist der Leidtragende.
  • Fuchs plus
  • Digitale Identität zur digitalen Währung

Die Zukunft des Bezahlens

Wenn von Kyptowährungen die Rede ist, ist man schnell bei kriminellen Vergehen und Anonymität. Doch das ist Unsinn. Digitales Geld wird ebenfalls eine Identitätsprüfung kennen.
Zum Seitenanfang