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Beggar my neighbour nun Mittel der Politik

Geldpolitische Instrumente von der Restrampe

Nein, ein Währungskrieg ist das noch nicht. Aber , was die Notenbanken veranstalten ist zumindest die gezielte Beeinflussung der Wechselkurse. Diese Politik hat einen Namen mit dem sich wenig Gutes verbindet.

Die gezielte Beeinflussung der Wechselkurse zählt wieder zu den Zielgrößen der Geldpolitik. Dies ist spätestens mit Donald Trumps Tiraden über „Wechselkursmanipulationen" Chinas und der Eurozone klar. Hintergrund ist die sich bis heute hinziehende extreme monetäre Lockerung im Gefolge der Krise 2008/9. Die Zinssätze sanken auf null und sogar noch darunter. Gleichzeitig wurden die Bilanzen der Notenbanken durch massive Anleihen-Ankaufprogramme auf zuvor unvorstellbare Größen aufgebläht. Jetzt ist der Instrumentenkasten praktisch leer.

Eine Konjunkturschwäche kann nicht mehr mit den üblichen Mitteln angegangen werden. Und schlimmer noch: Unerwünschten, von außen angestoßenen Bewegungen der Kurse kann kaum anders als durch direkte Interventionen begegnet werden. Das Problem: Die Währungshüter verstricken sich in ein Nullsummenspiel. Konjunkturpolitik über den Wechselkurs ist Politik auf Kosten anderer: „beggar my neighbour", nach Joan Robinsons berühmter Formulierung. Diese Politik sorgt so für Konflikte im Stil der 30er Jahre und verzerrte Devisenkurse jenseits der fundamentalen Relationen zwischen den Volkswirtschaften.

Fazit: Angesichts der gewachsenen Nervosität an den Märkten raten wir zur Sicherheit durch eine erhöhte Liquidität im Portfolio und kurze Laufzeiten für die Festverzinslichen.

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