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FUCHS-Devisenprognose Juni 2021

Wichtige Wegmarken im Fokus

Wichtige Wegmarken im Fokus. Copyright: Pixabay
Der Euro ist gegenüber einigen Währungen an wichtigen Wegmarken angekommen. Wir erwarten, dass es nun einige Richtungswechsel geben wird. Daraus leiten sich für Investoren unterschiedliche Handlungsoptionen ab.

Der Euro hat den nächsten Anlauf auf 1,23 EUR|USD gewagt - und ist erneut an der Hürde zum Stehen gekommen. Einerseits zieht die wirtschaftliche Öffnungsperspektive in Europa die Gemeinschaftswährung nach oben. Auf der anderen Seite deckelt der US-Zinsvorsprung das Kurspotenzial des Euro. 

Untermauert wird das durch die im Forex-Handel wichtige Charttechnik. Ein Blick auf den Kursverlauf zeigt, dass bei 1,23 EUR|USD ein technischer Widerstand wie ein Brett auf dem Kurs liegt. Diese Hürde steht seit Jahresanfang unverrückt im Raum und an ihr kommt immer wieder spürbar Gegenwind für den Euro auf. 

Euro vor wichtiger Wegmarke

Wir gehen davon aus, dass der Euro nun erneut an dieser Wegmarke nach unten drehen wird. Die Konjunktur in der Eurozone beschleunigt zwar. Aber die US-Konjunktur bleibt stark und in Übersee liegen die Zinsen weiter vorn. Der Zinsvorsprung beträgt aktuell 170 Basispunkte. Hinzu kommt: Wenn sich eine Notenbank bewegt, dann dürfte die US-Fed deutlich vor der EZB aktiv werden. Das spricht aus unserer Sicht weiter für den Greenback. 

Dennoch wird das Abwärtspotenzial des Euro geringer, weil die EZB der Fed absehbar hinterher laufen wird. Der Schwankungskorridor verengt sich für die nächsten 3 bis 6 Monate auf 1,20 bis 1,23 EUR|USD. Auf Jahressicht ist die Prognose mit hoher Unsicherheit behaftet. Denn die Entwicklung der Inflation insbesondere in den USA ist klar. Unklar ist, wie lange die Fed die Erhitzung der US-Konjunktur zulässt, wann und wie sie eingreift. Aber vor allem ist nicht gut einzuschätzen, wie bis dahin die Positionierung der Marktteilnehmer ist. Darum halten wir eine hohe Volatilität für wahrscheinlich und gehen von einer großen Bandbreite bei EUR|USD aus.

Franken unter Druck

Gegen den Franken hat der Euro seinen Boden bei 1,09 EUR|CHF offenbar gefunden. Im Gegensatz zum US-Dollar spielt dem Euro hier die Corona-Öffnungsperspektive mehr in die Hände. Denn parallel zur Rückkehr in die wirtschaftliche Normalität schwindet die akute Risikoaversion auch aus der Gemeinschaftswährung. Das wird dem Euro mit Blick auf die nächsten Monate gegen den Franken eher Rückenwind geben.

Wir erwarten eine Aufwertung in Richtung 1,11 EUR|CHF. Dieses Niveau halten wir dann aber schon wieder für aussichtsreich, um den Franken strategisch als "Versicherungswährung" zur Portfolio-Diversifikation zu kaufen. 

Austral-Dollar kommt in Schwung

Anlagechancen sehen wir auch bei EUR|AUD. Die Gemeinschaftswährung ist trotz des Rohstoffpreis-Booms stark gegen den Aussie gestiegen. Das ist eher ungewöhnlich, zumal auch in Down under die Zinsen höher liegen als in Europa. Nun ist der Euro wiederholt bei 1,58 EUR|AUD gescheitert und es sieht danach aus, dass er zurückfällt. Anleger können mit einer Short-Position mit gut begrenztem Risiko auf ein Absinken des Euro gegen den Aussie setzen. Das Kursziel liegt beim Ausbruchsniveau von 1,56 EUR|AUD (Stopp 1,5844 EUR|AUD). 

Die Spekulation auf einen erstarkenden Austral-Dollar kann auch über die Anleiheseite umgesetzt werden. Immerhin haben australische Zinspapiere über alle Laufzeiten einen ordentlichen Renditevorsprung. Während die deutsche 10-Jährige bei -0,17% rentiert, wirft eine vergleichbare Austral-Anleihe immerhin 1,61% Rendite ab. Allein von der Zinsseite her lohnt sich das Investment also. Kommt noch der Wechselkursgewinn dazu, summiert sich eine gute Rendite. 

Fazit: Der Euro ist gegen den US-Dollar, dem Franken und dem Austral-Dollar an wichtigen Wegmarken angelangt. Nun scheint er jeweils die Richtung zu wechseln. Mittelfristig ergeben sich daraus gute Anlagechancen.

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