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Die Meinung der Anderen

Wie schwer wiegt Griechenland?

Dollar rauf, Euro runter. Bei der dominierenden Dollar-Euro-Parität ist die Politik am Zug.
Beim Blick auf die Zahlen scheint alles klar: Der Dollar legt gegen den Euro weiter zu. Goldman Sachs, Deutsche Bank und SEB haben ihn auf 12 Monate knapp unter der Parität eingestuft, die anderen drei Banken knapp drüber. Dahinter stehen die den Euro schwächenden Probleme Griechenlands. Zugleich treiben den Dollar die Zinserwartungen. Beide Faktoren weisen klar in die selbe Richtung: Dollar rauf, Euro runter. Allein die UBS steht allein mit ihrer Wechselkurserwartung. Eine Erklärung war bis zum Redaktionsschluss nicht zu bekommen – wir werden noch dazu berichten. Im Szenario der Banken stecken einige Risiken. Es wächst das Rückschlagspotenzial für den Dollar, sollten die Zinserwartungen erneut enttäuscht werden. Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank und damit oberste US-Währungshüterin, hatte diese Erwartungen jüngst weiter angeheizt. Zugleich hatte sie sich das übliche Hintertürchen offengelassen mit dem Hinweis, dass alle Entscheidungen vom Zustand der US-Wirtschaft abhängig seien. Dazu zählt der Arbeitsmarkt, der langfristig bei weitem der schwächste unter den westlichen Industriestaaten ist. Das haben die OECD und St. Louis Fed jüngst bestätigt. Nur in den USA schrumpft das Arbeitsangebot (ironischerweise trotz günstiger Demografie), der günstige Trend der Arbeitslosenquote ist ausschließlich der Verdrängung Arbeitssuchender und statistischer Schönfärberei zu verdanken. Besonders dramatisch: Ausgerechnet im harten Kern des Arbeitsmarktes (Männer zwischen 25 und 54 Jahren) ist die Partizipationsquote in den letzten Jahren um volle 5 Prozentpunkte gefallen auf einen absoluten, in den westlichen Industriestaaten bislang unbekannten Tiefstwert (88%). Demgegenüber scheint in Sachen Griechenland nun alles realisiert zu sein, was je zu befürchten war. Das reicht bis hin zu einer Athener Regierung, die völlig rücksichtslos auf Verleumdung und Erpressung der europäischen Partner setzt, was Druck auf den Euro gebracht hat. Doch selbst der im Raum stehende Grexit hat ihn nicht unter die Parität treiben können.

Fazit: Bei der dominierenden Dollar-Euro-Parität ist die Politik am Zug. Dabei hat die europäische Seite ihre Ausgangsposition verbessert, während die US-Seite zwischen hohen Erwartungen und schwachen Fakten eingeklemmt wird. 

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 Prognosezeitraum

CommerzbankDeutsche BankGoldman SachsHSH-Nord-Bank

 SEB*

 UBS

neualtneualtneualtneualtneualtneualt

3M


EUR
USD1,061,061,061,061,061,021,081,081,081,081,161,16
3-Monatszins0,000,000,00-0,10-0,10-0,10-0,02-0,020,000,00-0,05-0,05
10 J Anleihen0,900,550,900,900,800,300,900,900,900,900,700,70

USD
JPY122122125122122122124124125125127127
3-Monatszins0,550,550,510,510,300,300,350,350,550,550,750,75
10 J Anleihen2,552,402,252,252,62,22,452,452,602,602,452,45

JPY
EUR129129133137124124134134135135147147
3-Monatszins0,150,150,150,150,200,20----0,200,20
10 J Anleihen0,400,400,500,500,500,60----0,500,50

12M

EUR
USD1,011,010,950,980,950,951,101,100,960,961,101,05
3-Monatszins0,000,00-0,10-0,10-0,10-0,100,020,020,000,00-0,05-0,05
10 J Anleihen1,200,901,201,101,201,301,401,401,500,501,401,40

USD
JPY129129128127130124128128135135130125
3-Monatszins1,501,501,631,181,100,901,501,251,251,101,631,63
10 J Anleihen3,103,002,752,503,002,503,103,103,303,302,702,70

JPY
EUR129130121124124140141141129,6129,6143131
3-Monatszins0,150,150,150,150,200,20----0,250,25
10 J Anleihen0,400,500,650,600,600,60----0,700,70
Hinweis: *3M-Zinsen auf 12 Monate lediglich per März 15 | Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat. Veränderungen sind grau unterlegt.
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