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Das Reich der Mitte wird zum zentralen Testmarkt

China drückt beim E-Auto weiter aufs Pedal

Das P7 ist ein E-Auto modernster Bauart made in China. Copyright: Picture Alliance
Während man hierzulande noch über Ladestationen streitet, ist man in China schon viel weiter. Das Land entwickelt sich zum Vorreiter für innovative E-Auto-Technologien. Innovationsgeist und Fortschrittswille geben sich die Klinke in die Hand. Ein Blick nach China ist ein Blick in die mögliche E-Auto-Zukunft.

Die chinesischen Autohersteller planen die Zukunft des Elektroautos ohne staatliche Subventionen. Unser Korrespondent berichtet aus Peking über die Visionen der Chinesen. Teilautomatisiertes Fahren ist für He Xiaopeng, Gründer des chinesischen automobilen Start-Ups XPENG Motors, die nähere Zukunft. Sein neuestes Modell, der P7, soll das bereits einleiten. Freeman Shen stellt die Wechselbeziehung von "Vehicle-to-grid", die Symbiose von E-Auto und Stromnetz, in den Mittelpunkt. Die (V2G) werde die gesamte Energiewirtschaft verändern. Das könnte in geradezu „revolutionärem Tempo" ablaufen. Shen ist Gründer und Chef von VM Motor.

Chinas Autofahrer können künftig mit ihren E-Autos Geld verdienen. Wenn die Elektroautos mit dem Netz verbunden sind, kann Strom in beide Richtungen fließen. Das bietet den Energieversorgungsunternehmen die Möglichkeit, sowohl die Verbrauchsschwankungen als auch den wechselnden Stromanfall aus nachwachsenden Quellen deutlich besser auszugleichen als bisher. Die Konzerne BAIC, BYD und GAC haben sich dazu mit der nationalen Stromnetz-Gesellschaft (China State Grid) zu einer Strategischen Allianz zusammengefunden.

Leichter gesagt als getan

Dennoch ist die elektrische Zukunft für viele chinesische Hersteller eine existentielle Herausforderung. Denn die Regierung in Peking hat die Subventionen für Elektroautos bereits stark reduziert und will sie bis Ende 2020 ganz abschaffen. Die großen Hersteller versuchen ihre Geschäftsmodelle an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Beim weltweit größten E-Auto-Hersteller BYD glaubt man, in Kürze ohne Subventionen auskommen zu können.

BYD baut seit 2009 in großen Zahlen einfache Fahrzeuge. Konzernchef Wang Chuanfu hat für BYD den deutschen Design-Chef Wolfgang Egger angeheuert. Der Bayer arbeitete zuvor bereits für Alfa Romeo, Seat und Audi. BYD setzt neben E-Autos konsequent auf die Batterieproduktion. In absehbarer Zeit will das Unternehmen auch Konkurrenten mit Batterien beliefern.

In China geht man davon aus, dass 2019 rund 1,3 Mio. Elektroautos hergestellt werden. 2020 sollen es 1,6 Mio. Fahrzeuge werden. In China fahren bereits 410.000 Elektrobusse. In ganz Europa sind es 2.400, in den Vereinigten Staaten 700 und in Indien 400.

Fazit: China wird zum zentralen Testmarkt, ob das E-Auto wirklich die Zukunft sein kann.

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