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Käufer halten sich zurück, Anbieter spüren Preisdruck

Kunstmarkt in der Krise

Kunstaustellung. © Roland Weihrauch / dpa / picture alliance
Konjunkturkrise, Inflation und die schlechte Stimmung an der Börse gehen auch am Kunstmarkt nicht vorbei. FUCHSBRIEFE sprachen mit Händlern, Auktionshäusern und Galeristen - sie alle kämpfen mit Problemen.

Gespräche mit Kunsthändlern, Auktionshäusern und Galeristen bestätigen eine stärker werdende Zurückhaltung der Käuferschaft beim Erwerb wertiger Objekte. Die Gemengelage von global abschwächender Wirtschaft infolge des Ukrainekriegs, der exorbitant gestiegenen Inflationsraten und die Vermögensverluste durch fallende Werte (Aktien, beginnender Immobilienabschwung, Kryptocrash) hinterlässt mittlerweile Spuren. Die Käufer werden zurückhaltender, Händler und Aussteller spüren den Preisdruck bei gleichzeitig bröckelnder Nachfrage.

Chance für gute Kaufgelegenheiten

Zunehmend bestehen dadurch jedoch gute Chancen, Werke zeitgenössischer Künstler günstig zu erwerben. Denn diese haben kaum Möglichkeiten, um aktiv Preiserhöhungen und die Inflationskosten auf die Käufer weiterzugeben. Bei länger andauernder Rezession wird es mit Sicherheit auch zu Notverkäufen bei einzelnen Sammlern kommen.

Doch auch Aussteller und Museen leiden immer stärker unter der Krise. Zahlreiche Galeristen signalisieren, dass die steigenden Kosten für Beleuchtung, Heizung und Mieten sie dazu zwingen, ihre Geschäftsmodelle zu hinterfragen. Das wird darauf hinauslaufen, dass sie ihre Ticketpreise erhöhen müssen oder noch stärker auf Fördergelder angewiesen sind. Vermutlich werden in der kommenden Zeit einige Aussteller ihre Türen auch ganz und gar schließen. 

Fazit: Die Krise schlägt auch auf den Kunst- und Kulturbereich durch. Je nachdem wie lang sie anhält, drohen wir weitaus "kulturärmer" aus ihr hervorzugehen.
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