Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2015
Platinpreis erwacht

Platin ersetzt Palladium

Platin-Unze und Münzen. Copyright: Picture Alliance
Der Platinpreis stand geraume Zeit unter Druck. Auslöser war die Autoindustrie, die das Edelmetall häufig nutzt. Inzwischen zeichnet sich am Horizont eine Verbesserung in der Auto-Industrie ab. Zudem ersetzt sie das noch teurere Palladium öfter durch Platin. Anleger sollten die Veränderungen mit Weitsicht antizipieren.

Nach langer Konsolidierungsphase erwacht der Platinpreis aus seinem Dornröschenschlaf. Mitte September handelte das Edel- und Industriemetall noch bei Kursen um 900 US-Dollar je Feinunze. Inzwischen notiert Platin mit 1.035 US-Dollar je Feinunze rund 15% über seinem Jahrestief (aus September).

Palladium wird durch Platin ersetzt

Ähnlich wie das deutlich teurere Palladium (aktuell bei rund 2.170 USD je Feinunze) wird Platin bei der Herstellung von Katalysatoren benötigt. Aktuell leiden beide Metalle unter der Nachfrageschwäche aus der Automobilindustrie. Diese wird maßgeblich durch den weltweiten Mangel an Chips beeinflusst, der für Produktionsunterbrechungen oder Stilllegungen in der Autoindustrie sorgt.

Nachfrageseitig zeichnet sich ein Licht am Ende des Tunnels ab. Brancheninsider rechnen mit einem Anstieg der globalen Autoproduktion um zwölf Prozent im kommenden Jahr. Dies dürfte den Preis beider Metalle positiv beeinflussen. Allerdings könnte Platin diesmal ein größeres Kurspotential als Palladium aufweisen. Verschiedene Marktbeobachter gehen inzwischen davon aus, bei der Produktion von Katalysatoren das teurere Palladium gleichwertig durch das nur etwa halb so teure Platin zu ersetzen. Dies würde bedeuten, dass die Platinmärkte ab 2023/24 in ein Angebotsdefizit rutschen könnten, was dem Platinpreis einen größeren Kursschub verleihen dürfte, als dem Palladiumpreis.

Chart deutete Trendwende an

Aus charttechnischer Sicht deutet sich langsam eine Trendwende nach oben an. Gelingt es dem Platinpreis, sich nachhaltig über der Marke von 1.050 US-Dollar je Feinunze zu etablieren, steht der seit Mai gültige Abwärtstrend zur Disposition.

Fazit: Bei Platin zeichnet sich nach monatelangem Kursrückgang so langsam eine Trendwende gen Norden ab. Ein nachhaltiger Sprung über die Marke von 1.050 US-Dollar je Feinunze würde den Abwärtstrend aus technischer Sicht beenden.

Empfehlung: Mit einem ungehebelten Platin-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0N 62D 7) können Anleger von steigenden Platinnotierungen profitieren.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • TOPs 2023, Auswahlrunde, Schoellerbank AG

Schoellerbank bleibt Antworten zu Zukunftsthemen schuldig

Wie schlägt sich die Schoellerbank im Markttest TOPS 2023? © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
„Wir verwalten seit Anfang der 1990er Jahre das Geld unser Kund:innen mit höchster Professionalität. Der langfristige Vermögensaufbau gelingt, weil wir uns eingehend mit den Kundenbedürfnissen auseinandersetzen und einen disziplinierten Investmentprozess verfolgen.“ Diese Begrüßung auf den Seiten des Wealth Managements der Schoellerbank AG gibt Anlass zu hochfliegenden Erwartungen.
  • Der Stand in den Performance-Projekten nach dem 3. Quartal 2022

Vermögensverwalter vs. ETF-Benchmark im 3. Quartal 2022

Symbolbild Geldanlage. © phongphan5922 / stock.adobe.com
Die Teilnehmer der Performance-Projekte durchleben eine bewegte Marktphase mit hoher Unsicherheit und Volatilität. Wie sie sich dabei im Vergleich zu einem einfach strukturierten ETF-Portfolio schlagen, zeigt die aktuelle Auswertung der Performance-Projekte.
  • Im Fokus: Pipeline-Infrastruktur

Profiteure des Pipelinebaus

Pipeline. © tomas / stock.adobe.com
Pipelines stehen mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit: Sie transportieren das so essenziell wichtige Erdgas und perspektivisch auch Wasserstoff. Pipelines sind daher eine zentral notwendige Infrastruktur, die uns noch über Jahre begleiten wird. FUCHS-Kapital schaut daher in dieser Woche auf Aktien, die vom Ausbau der Pipeline-Infrastruktur profitieren.
Zum Seitenanfang