Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
3256
Europa 2020

Deutschland muss führen

Deutschland wird in Europa eine neue Führungsrolle übernehmen müssen. Sonst läuft Europa Gefahr, auf der internationalen Bühne weder gehört, noch ernst genommen zu werden. Die deutsche Ratspräsidentschaft bietet dafür eine gute Gelegenheit.
Europa ist unter deutscher Führung zum Softie unter den großen Weltregionen mutiert. Das ist kein Makel. Das testosterongetränkte Auftreten eines Donald Trump, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan oder … ist kein sinnvoller Orientierungsmaßstab. Allerdings muss die Balance stimmen. Wer die Regeln mitsetzen will, muss auch Durchsetzungsfähig sein. Daran mangelt es den Europäern. Wenn sie drohen, nimmt sie kaum noch einer ernst. Nicht einmal bei Wirtschaftssanktionen ist das so. Militärisch ohnehin nicht. Aus der Abhängigkeit von den USA wird sich Europa auf lange Sicht nicht lösen können. Die NATO bleibt Europas Lebensversicherung. Und ein großes Druckmittel eines von Trump geführten Amerikas.

Nord Stream 2 könnte die Europäer sogar vor eine weitere Zerreißprobe stellen. Die USA haben Sanktionen gegen die beteiligten Firmen verhängt. Aus durchsichtigen, eigennützigen Gründen (Flüssiggasverkauf). In Europa ist das Projekt ebenfalls sehr umstritten. Man fürchtet Nachteile für die Ukraine. Und einen zu engen Schulterschlussschluss mit Moskau. Selbst Manfred Weber wollte das Projekt als Kandidat für die EU-Kommissionspräsidentschaft stoppen. Doch nun ist daraus ein gesamteuropäisches Politikum geworden. Selbst die eigentlich opponierenden Franzosen werden der Trump-Administration den Triumph zugestehen, dass Europa nach seiner Pfeife tanzt.

Im Zeichen der deutschen Ratspräsidentschaft

Der Brexit ist besiegelt. Europa schrumpft. Wirtschaftlich, politisch, militärisch. Auch das trägt zum weltweiten Bedeutungsverlust bei (den sich Brüssel aber nicht eingestehen will).

2020 wird aus deutscher Sicht voll im Zeichen der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr stehen. Nebeneffekt dieser bedeutenden Rolle: Er schweißt die Koalition eng zusammen. Die SPD ist längst in die Pflicht genommen worden. Im nächsten Jahr wird die Koalition auch deshalb nicht platzen.

Ein Trio für China

Mit Deutschlands Präsidentschaft endet das 18-Monatsprogramm von Rumänien, Finnland und Kroatien. Berlin hat sich bereits mit Slowenien und Portugal in der Nachfolge auf die Kernelemente der neuen gemeinsamen 18-Monatsperiode („Trio“) geeinigt. Der Umgang mit China wird dabei ein zentrales Thema sein. Peking droht den Europäern inzwischen offen (so wie Washington bei Nord Stream) beim Thema G5-Ausbau und der Einbeziehung von Huawei.

Fazit: Es wird die Aufgabe der neuen deutschen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sein, speziell Frankreich bei der Stange zu halten und auf die Ziele des neuen Trios einzuschwören.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: KANA Stiftungs- und Vermögensberatung GmbH mit quantagon

KANA geht zusammen mit quantagon nicht hinreichend in die Tiefe

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die eigentlich angefragte KANA Stiftungs- und Vermögensberatung GmbH reicht ein Angebot der mit ihr kooperierenden quantagon financial advisors GmbH ein. KANA, ist zu erfahren, könne ergänzend umfassende Beratungsdienstleistungen für Stiftungen anbieten. an. Die Bandbreite der Themen reiche von der Formulierung der Anlagerichtlinie inklusive individueller Regelungen über die Unterstützung der Stiftungsbuchhaltung bis zur Beratung im Umgang mit der Stiftungsaufsicht. Was hat quantagon zu bieten?
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 18.04.24

BASF an Kursunterstützung kaufen

Wirkstofflösungen in kleinen Röhrchen © BASF SE 2023
BASF bietet charttechnisch orientierten Anlegern ein interessantes Bild. Im Jahr 2023 verlief die Aktie seitwärts zwischen klaren Kursmarken. Die obere Barriere hat die Aktie gerade überwunden. Der aktuelle Rücksetzer schafft eine Trading-Möglichkeit.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Industriemetall-Aktien

Metall-Sanktionen bieten Anlegern Chancen

Kupferrohre © magann / stock.adobe.com
In die Preise für die Industriemetalle kommt kräftig Bewegung. Auslöser sind neue Sanktionen durch die USA und Großbritannien gegen russische Industriemetalle. Daraus ergeben sich für Anleger einige Opportunitäten.
Zum Seitenanfang