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Bayern-Wahl hat Bedeutung für Bundespartei

Friedrich Merz braucht eine schwache CSU

Friedrich Merz. © Michael Kappeler / dpa / picture alliance
Auf dem Parteitag der CSU in München beschworen Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) die Einigkeit der Unionsparteien. Zwei Wochen vor der Bayern-Wahl keilten beide vereint gegen Ampel und AfD und warben für ein starkes CSU-Ergebnis. Doch diese Harmonie dürfte nach der Landtagswahl schnell abkühlen.

Ein schwaches Wahlergebnis der CSU in Bayern kommt CDU-Chef Friedrich Merz entgegen. Angesichts schwacher Umfragewerte (CDU/CSU im Bund: 27%, CSU in Bayern: 37%) stehen sowohl Merz als auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender Markus Söder unter Druck. Das schweißt  die beiden Alphamänner ihrer Parteien derzeit zusammen. Das haben sie auf dem CSU-Parteitag am Wochenende gezeigt.

Bayern-Wahl entscheidet über Söders Gewicht in der Union

Diese Harmonie ist jedoch brüchig. Sollte es Söder ein starkes Wahlergebnis gelingen (40% +X), ist Merz schnell  wieder der glücklose Vorsitzende in der Union. Dann hat Söder auch Gewicht bei der K-Frage der Union und könnte etwa den NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst oder Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn gegen Merz unterstützen (FB vom 04.09.2023).

Sollte Söder in zwei Wochen die aktuellen Umfragewerte aber bestätigen, wäre dies das zweitschlechteste Ergebnis der Parteigeschichte. Schon die Wahl 2018 war mit 37,2% sehr schlecht. Dass Söder dennoch auf dem Parteitag mit hoher Zustimmung (96,6%) als CSU-Vorsitzender bestätigt wurde, darf darum nicht überbewertet werden. Es zeigt die Vernunft der Partei, den Vorsitzenden vor der Wahl nicht zu schwächen. Und es zeigt, dass Söder keine (offene) innerparteiliche Konkurrenz hat. Ein schwaches Wahlergebnis könnte beides ändern.

Fazit: Die Bayern-Wahl hat nicht nur lokale Auswirkungen, sondern wird auch unionsinterne Weichen stellen.
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