Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1502
China mit begrenzter Wahl der Mittel

Neue Eskalationsstufen im Handelskrieg

Im Handelskrieg zwischen der USA und China werden neue Eskalationsstufen erreicht. Copyright: Picture Alliance
Die USA haben China den Handelskrieg erklärt. Peking will sich nicht einschüchtern lassen. Doch das Riesenreich kann gar nicht einfach mit gleicher Münze heimzahlen.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China setzt Peking unter Zugzwang. Zu Monatsanfang brachte US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle gegen China auf Importe im Volumen von 100 Mrd. Dollar auf den Weg. Das voraussichtlich betroffene Warenvolumen beträgt insgesamt rund 150 Mrd. Dollar. Die US-Zölle umfassen dann ein Volumen, welches die gesamten US-Exporte nach China übertrifft.

Peking kann – mangels US-Masse – gar nicht mehr 1:1 antworten. China muss andere Optionen finden. Eine Möglichkeit wäre eine gezielte Abwertung des Yuan. Dies würde allerdings der Neuorientierung der chinesischen Wirtschaft hin zur Binnennachfrage entgegenstehen. Daneben bleibt die Kapitalverkehrsbilanz als Ansatzpunkt. Die USA sind auf die chinesische Finanzierung ihrer Defizite angewiesen. Da scheint es allerdings bereits Stockungen zu geben.

Die chinesischen Direktinvestitionen lagen 2017 mit 29 Mrd. Dollar um ein Drittel unterm Vorjahr (45 Mrd. Dollar). Neben strafferen Finanzierungsbedingungen in China spielten dabei vor allem Einsprüche der US-Behörden eine Rolle. Damit bestätigt sich unsere Einschätzung, dass die rund 1,5 Billionen Dollar US-Schulden in chinesischer Hand für Peking nur beschränkten Nutzen haben. Daher stehen sie auch als Mittel der geopolitischen Rivalität zur Verfügung. Bereits jetzt ist die wachsende Unsicherheit durch Kursverluste an den US-Finanzmärkten fühlbar. Das belastet den Dollar.

Fazit: Die politischen Risiken bremsen zumindest kurzfristig die aus fundamentaler Sicht fällige Dollar-Erholung aus. Darüber hinaus entsteht ein weitreichendes Risiko für die globale Wirtschaft.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • BW-Bank, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

BW-Bank gibt passende Antworten auf viele Fragen

Wie schlägt sich die BW-Bank im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
"Die Finanzwelt hat eine turbulente Zeit hinter sich – von den Kursschwankungen am Aktienmarkt im Frühjahr 2020 bis hin zum frischen Wind durch Digitalisierung und nachhaltige Geldanlagen. Wie geht es 2021 weiter?“ Diese Frage, die der Kunde auf der Website der BW-Bank liest, treibt ihn selbst um. Wie soll er sein Vermögen ohne Verluste durch weitere Turbulenzen bringen? Expertise für institutionelle Anleger hat die Bank als führender Stiftungsmanager. Doch hilft ihm das auch als Privatkunde?
  • Fuchs plus
  • Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN)

Eine bloße Forderung muss kein Nachteil sein

Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN). Copyright: Pexels
Bitcoin gibt es nicht nur pur, sondern auch im Mantel. Der Mantel, das kann ein ETF sein oder eine ETN. Was ist aus Anlegersicht zu bevorzugen?
  • Fuchs plus
  • Ein Korb voll nachhaltiger Titel in einem ETF

57 Energiewende-Aktien in einem Produkt

Ein Korb voll nachhaltiger Titel in einem ETF. Copyright: Picture Alliance
Nicht jeder Anleger setzt bei seiner Vermögensanlage auf Einzeltitel. Wer das Thema "Energiewende" aber dennoch in seinem Portfolio bespielen will, greift am besten zu einem ETF. Wir haben das passende Produkt!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Weichai wächst bei Wasserstoff

Überzeugendes Wachstum

Weichai wächst bei Wasserstoff. Copyright: Weichai Power
Obwohl es in China konjunkturell gerade "ruckelt", entwickelt sich Weichai weiter sehr gut. Das Unternehmen aus dem Reich der Mitte hat gerade sehr gute Zahlen abgeliefert. Insbesondere die Wasserstoff-Aktivitäten ziehen weiter kräftig an.
  • Fuchs plus
  • Partnerschaft mit Bosch bestätigt

Nikola Motors setzt Geschäftsplan sukzessive um

Nikola Motors setzt Geschäftsplan sukzessive um. Copyright: Nikola Motors
Bei Nikola Motors wird es gerade etwas ruhiger - und das ist gut so. Denn für das Unternehmen geht es darum, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren - und sich weniger mit dubiosen Vorwürfen von Short-Sellern zu beschäftigen. Und während es gute Meldungen zum Geschäftsverlauf gibt, erhöhen die "Shorties" ihre Positionen.
  • Fuchs plus
  • Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN)

Eine bloße Forderung muss kein Nachteil sein

Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN). Copyright: Pexels
Bitcoin gibt es nicht nur pur, sondern auch im Mantel. Der Mantel, das kann ein ETF sein oder eine ETN. Was ist aus Anlegersicht zu bevorzugen?
Zum Seitenanfang