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JFD Brokers hat ein großes Manko

Fairer Handel, aber keine Zeit für Kunden

© Verlag Fuchsbriefe
JFD will Tradern einen fairen und direkten Handelszugang bieten. Das gelingt dem Haus auch gut. Leider kümmert sich der Broker nicht sonderlich gut um Kunden, schon gar nicht um neue.

Erstkontakt 

Die JFD Group wurde im Jahr 2011 von professionellen Händlern gegründet. JFD steht für „just fair and direct“. Grundlage des Geschäftsmodells ist somit ein 100%iger DMA/STP-Handelsansatz. Im Vergleich zu vielen Mitbewerbern tritt der Broker nicht als Market Maker auf, sondern leitet Kundenorders direkt an die Börsen bzw. an verschiedene Liquiditätsanbieter (LPs) weiter. DMA bedeutet Direkter Marktzugang und diesen sollen Kunden von JFD jederzeit erhalten. So sorgt beispielsweise ein smartes Orderrouting an mehr als 20 Devisenhandelsbanken dafür, dass Kundengeschäfte jederzeit zum „bestmöglichen“ Preis ausgeführt werden. Besonderes Highlight: Auf Anfrage erstellt der Broker für seine Kunden einen Post-Trade-Execution-Report, der neben dem Ausführungszeitpunkt und -preis auch die Ausführungsgeschwindigkeit, den jeweiligen Handelspartner (LP) sowie eine positive oder negative Slippage beinhaltet. Das ist ein Novum in der Branche. 

Auf seiner Homepage empfängt uns JFD mit dem Claim: „Wo sich wahre Trader zuhause fühlen“. Den Link zum Testkonto müssen wir nicht lange suchen, wir melden uns an. 

Plattform

Für den Handel an dem Märkten bietet uns JFD drei verschiedene Plattformen an. Neben dem MT4+ und dem MT5+ können wir hier auch über die Guidants-Plattform (godmodetrader) handeln. Die größte Auswahl an handelbaren Produkten bekommen wir im MT5+ und dem Guidants-Tool. Guidants ist vor allem für jene Trader interessant, die die „Social Trading“ Komponente nutzen – anderen Tradern folgen oder selbst Follower hinzugewinnen – möchten. 

Handelsuniversum

Das Handelsuniversum ist mit rund 1.500 Instrumenten aus neun Assetklassen völlig ausreichend und umfasst Devisen und Edelmetalle, Kryptowährungen, Indizes, Aktien und Rohstoffe sowie ETFs und ETNs. Auch echte Aktien (physisch) können wir handeln, im Vergleich zu CFDs auf Aktien jedoch nur auf der „Long“-Seite. 

Der Handel selbst ist vergleichsweise günstig. Beim Handel von echten Aktien und ETFs fallen überhaupt keine Kommissionen an. Handeln wir CFDs auf Aktien berechnet der Broker eine Gebühr in Höhe von 0,05% je Seite (min. 5 Euro), für US-Aktien-CFDs betragen die Orderkosten 0,02 USD (min. 5 US-Dollar).   

Service und Beratung

Der Neukunden-Service des Brokers kann uns nicht überzeugen, denn aktiv geht JFD nicht auf neue Interessenten zu. Abgesehen von einer Email, mit der wir unser Demokonto aktivieren können, wird das Haus weder telefonisch noch e-schriftlich bei uns vorstellig. 

Als wir den Broker um einen Rückruf bitten, klingelt einen Tag später dann doch unser Telefon. In einem kurzen und sehr knapp gehaltenen Gespräch beantwortet ein Mitarbeiter zwar ein paar Fragen, doch bekommen wir hier nicht den Eindruck einer besonders guten Kundenorientierung. Vielmehr müssen wir ihm „alles aus der Nase ziehen“, denn wir könnten ja alles Wesentliche auf der Webseite nachlesen.

Ausbildungsangebot

Diesen mangelhaften Service macht JFD mit einem umfangreichen Bildungs-Angebot teilweise wett. Neben regelmäßigen Newslettern und Markt-Updates können wir uns in täglichen Live-Streaming-Session durch den Handelstag führen lassen und professionellen Tradern bei ihren Analysen über die virtuelle Schulter schauen.

Fazit: Die JFD Bank hat ein tolles Handelsangebot, das vor allem hinsichtlich der Transparenz und fairer Ausführung am Markt vorbildlich ist. Leider verliert der Broker einen großen Teil seines Reizes durch seine unzureichende Kundenorientierung.
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