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Gefragter Ausrüster für die europäische Raumfahrt

OHB hofft auf neue Fördergelder

Rakete © 3DSculptor / Getty Images / iStock
Eines der wichtigsten Unternehmen der europäischen Raumfahrt ist die deutsche OHB SE. Die Systeme des Unternehmens finden sich in allerhand Satelliten, an den Ariane-Raketen und sogar auf der internationalen Raumstation. Nun sollen neue Fördergelder das Geschäft weiter ankurbeln.

Wer in die europäische Raumfahrt investieren möchte, kauft mit Aktien der OHB SE eines der größten Technologie- und Raumfahrtunternehmen Europas. Das Produkt- und Dienstleistungsspektrum des Unternehmens beinhaltet Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette von Satellitenentwicklung, -bau und -betrieb; Datenübertragung und -verarbeitung sowie Entwicklung und Bau von wissenschaftlichen Nutzlasten und Luft- und Raumfahrt-Strukturen. Als wichtiger Ausrüster im Bereich Luft- und Raumfahrt gehört OHB zu den größten deutschen Zulieferern des Ariane-5-Programms. Auch an der Ausstattung der Internationalen Raumstation ISS ist OHB beteiligt. 

Neue Fördergelder winken

Der Ausbau der europäischen Raumfahrtaktivitäten spielt dem Unternehmen in die Hände. Die ESA stockt ihr Budget für die nächsten drei Jahre um 17% auf einen neuen Rekordwert von 16,9 Mrd. Euro auf. Fördergelder sind für die OHB nichts Neues. So erhielt die OHB z.B. Ende Juni zusammen mit Airbus einen Gemeinschaftsauftrag im Gesamtwert von 160 Mio. Euro für den Satelliten „Forum“ von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Der Satellit soll die von der Erde ins All abgestrahlte Wärme messen und somit Wissenschaftlern bei der Erforschung des Klimawandels helfen.

Bereits jetzt läuft es rund bei OHB. In den ersten neun Monaten 2022 zog der Konzernumsatz um 13% auf 694,5 Mio. Euro an, das operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 14,5% auf 68,0 Mio. Euro (Vorjahr: 59,4 Mio. Euro) . Besonders gut lief es für OHB im Bereich SPACE SYSTEMS. Hier lag der Umsatz mit 562,1 Mio. Euro signifikant über dem Ergebnis des Vorjahres (500,8 Mio. Euro). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern dieses Segments sprang sogar um 55% auf 30,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro) an.

Attraktive Bewertung

Der Kurs der OHB-Aktie ist zwar bereits seit Monatsbeginn kräftig gestiegen, doch mit einem KGV unter 14 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,3 ist der Titel aus fundamentaler Sicht weiterhin günstig bewertet. Langfristig orientierte Investoren legen erste Stücke ins Depot (Fuß in die Tür) und nutzen mögliche Rücksetzer in den Bereich um 32 Euro zum Ausbau ihres Investments.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 44,80 EUR, Stopp-Loss unter 26,88 EUR
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