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Avio S.p.A.

Raketentechnik aus Italien

Seit einem Jahr ist der Raketentriebwerkhersteller Avio nun an der Börse notiert. Südlich von Rom baut das Unternehmen nun Raketen für die europäische Weltraumorganisation ESA. Die Nachfrage wächst stetig.

Ein spannender Börsenneuling ist das italienische Raumfahrtunternehmen Avio S.p.A. Mit Avio reiht sich Italien in den elitären Klub der Länder ein, die eigene Trägerraketen ins Weltall schicken. Seit dem 10. April 2017 sind die Aktien des Raketentriebwerkherstellers Avio an der Börse notiert. Unter der Ägide der europäischen Weltraumorganisation ESA baut das Unternehmen die Rakete Vega. Am Bau der größeren europäischen Trägerrakete Ariane ist Avio ebenfalls beteiligt.

Der Boom der „Kleintransporte" ins All beschert den Italienern sehr gutes Wachstum. Da die Menschheit heute überall mobil telefonieren und im Internet surfen will, werden immer mehr kleinere Satelliten in den Orbit gebracht. Bislang startet Avio drei Vega-Raketen pro Jahr vom europäischen Raumhafen in Kourou (Französisch-Guayana). Auftraggeber sind IT-Konzerne wie z. B. der Internetriese Google.

Prognosen sind vielversprechend

Die wachsende Nachfrage spiegelt sich in der Geschäftsentwicklung der Italiener eindrucksvoll wider. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 kletterte der Konzernumsatz um knapp 18% auf rund 344 Mio. Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn in Höhe von 21,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro). In diesem Jahr kann Avio seinen Wachstumstrend nahtlos fortsetzen. So stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres schon um 26% auf 75,4 Mio. Euro.

Noch in diesem Sommer wird der Test des neuen Raketenantriebs P120 erwartet. Die Antriebsstufe ist mit einer Länge von zwölf Metern die bislang größte aus Carbonfaser hergestellte Antriebsstufe weltweit. Durch den Einsatz des leichten Baumaterials lässt sich das Gewicht des Antriebs um bis zu 40% reduzieren. Künftige Raketenstarts werden dadurch erheblich attraktiver, da mehr Fracht befördert werden kann und weniger Treibstoff benötigt wird.

Angesichts der Wachstumszahlen ist die Aktie der Avio S.p.A. mit einem für 2019 geschätzten KGV von knapp 16 nicht zu teuer. Die Dividendenrendite ist ebenfalls ordentlich. Der neue Antriebstyp unterstreicht die Technologieführerschaft der Italiener. Orders am besten direkt in Mailand stellen.

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017)*: 343,8 Mio.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: 0,94

Marktkapitalisierung*:406,9 Mio

KGV (2019e): 15,8

Div.-Rendite: 2,45

* in EUR

 

Empfehlung: spekulativ kaufen

Kursziel: 19,30 EUR, Stop-Loss: unter 13,00 EUR

Kurschance: 25% | Verlustrisiko: 16%

Übrigens: Wir berichteten am 24.05. bereits über italienische Aktien:

"Italienische Aktien - Aussichtsreiche Titel?"

"Glücksspielanbieter aus Italien"

"Stark wachsender Asset Manager"

"Marktführer bei Hörgeräten"

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