Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1094
Avio S.p.A.

Raketentechnik aus Italien

Seit einem Jahr ist der Raketentriebwerkhersteller Avio nun an der Börse notiert. Südlich von Rom baut das Unternehmen nun Raketen für die europäische Weltraumorganisation ESA. Die Nachfrage wächst stetig.

Ein spannender Börsenneuling ist das italienische Raumfahrtunternehmen Avio S.p.A. Mit Avio reiht sich Italien in den elitären Klub der Länder ein, die eigene Trägerraketen ins Weltall schicken. Seit dem 10. April 2017 sind die Aktien des Raketentriebwerkherstellers Avio an der Börse notiert. Unter der Ägide der europäischen Weltraumorganisation ESA baut das Unternehmen die Rakete Vega. Am Bau der größeren europäischen Trägerrakete Ariane ist Avio ebenfalls beteiligt.

Der Boom der „Kleintransporte" ins All beschert den Italienern sehr gutes Wachstum. Da die Menschheit heute überall mobil telefonieren und im Internet surfen will, werden immer mehr kleinere Satelliten in den Orbit gebracht. Bislang startet Avio drei Vega-Raketen pro Jahr vom europäischen Raumhafen in Kourou (Französisch-Guayana). Auftraggeber sind IT-Konzerne wie z. B. der Internetriese Google.

Prognosen sind vielversprechend

Die wachsende Nachfrage spiegelt sich in der Geschäftsentwicklung der Italiener eindrucksvoll wider. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 kletterte der Konzernumsatz um knapp 18% auf rund 344 Mio. Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn in Höhe von 21,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro). In diesem Jahr kann Avio seinen Wachstumstrend nahtlos fortsetzen. So stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres schon um 26% auf 75,4 Mio. Euro.

Noch in diesem Sommer wird der Test des neuen Raketenantriebs P120 erwartet. Die Antriebsstufe ist mit einer Länge von zwölf Metern die bislang größte aus Carbonfaser hergestellte Antriebsstufe weltweit. Durch den Einsatz des leichten Baumaterials lässt sich das Gewicht des Antriebs um bis zu 40% reduzieren. Künftige Raketenstarts werden dadurch erheblich attraktiver, da mehr Fracht befördert werden kann und weniger Treibstoff benötigt wird.

Angesichts der Wachstumszahlen ist die Aktie der Avio S.p.A. mit einem für 2019 geschätzten KGV von knapp 16 nicht zu teuer. Die Dividendenrendite ist ebenfalls ordentlich. Der neue Antriebstyp unterstreicht die Technologieführerschaft der Italiener. Orders am besten direkt in Mailand stellen.

ka

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017)*: 343,8 Mio.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: 0,94

Marktkapitalisierung*:406,9 Mio

KGV (2019e): 15,8

Div.-Rendite: 2,45

* in EUR

 

Empfehlung: spekulativ kaufen

Kursziel: 19,30 EUR, Stop-Loss: unter 13,00 EUR

Kurschance: 25% | Verlustrisiko: 16%

Übrigens: Wir berichteten am 24.05. bereits über italienische Aktien:

"Italienische Aktien - Aussichtsreiche Titel?"

"Glücksspielanbieter aus Italien"

"Stark wachsender Asset Manager"

"Marktführer bei Hörgeräten"

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • So rechnet der Betrieb richtig

Wenn Urlaub zu Geld wird

Urlaub ist laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zur Erholung da. Daher darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter diese Zeit eigentlich auch nicht in Geld umwandeln. Aber es gibt Ausnahmen: Wird das Arbeitsverhältnis beendet und es gibt noch ungenutzte Ansprüche, sind diese in Geld auszuzahlen. Nur: Wie berechnen sich die abgegoltenen Urlaubtage?
  • Fuchs plus
  • BMWi schüttet das Füllhorn aus

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung

Ein neues Programm des BMWi fördert Digitalisierungsvorhaben. Die Palette reicht von Hardware, über Software bis hin zu Fortbildungen.
  • Im Fokus: Vegane Aktien

Alternative Ernährung bringt Gewinn

Immer mehr Menschen leben vegan. Copyright: Pexels
Vegane Lebensmittel erleben einen wahren Boom. Abgesehen von einigen Highflyern wie Beyond Meat profitieren aber noch einige mehr Unternehmen von dem Trend. Viele davon sind einer breiten Masse von Anlegern aber noch nicht bekannt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: Insurtech-Aktien

InsureTechs verändern der Policen-Vertrieb

Insurtech ist der große Trend in der Versicherungsbranche. Copyright: Pixabay
Das, was FinTechs für die Banken sind, das sind InsureTechs für die Versicherungsbranchen - eine scharfe Konkurrenz. Die auf Versicherungen spezialisierten Tech-Unternehmen verändern die Vertriebsstrukturen und beanspruchen immer größere Stücke vom Provisionskuchen. Davon können auch Anleger profitieren.
  • Fuchs plus
  • Kombinierte Fisch- und Pflanzenzucht im Feldversuch

Aquaponik als Chance für Agrar-Unternehmen

Die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft ist eine Herausforderung. Ein deutsches Unternehmen an der Müritz hat nun einen zukunftsweisenden Feldversuch abgeschlossen. Es wurde ermittelt, unter welchen Bedingungen die Kombination von Fisch- und Pflanzenzucht rentabel ist.
  • Fuchs plus
  • Weberbank AG, TOPS 2021, Beratungsgespräch

Gut strukturiert und freundlich

Wie schlägt sich die Weberbank im Markttest Nachhaltigkeit? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
"Nachhaltigkeit" steht offenbar nicht im Fokus der Berliner Weberbank – zumindest nicht, wenn man sich an der eigenen Homepage orientiert. Als nachhaltig interessierter Kunde muss man sich erst einmal aufwendig durchscrollen, bis man schließlich auf die "Leitlinie für verantwortungsvolles und nachhaltiges Investieren in der Weberbank" stößt. Hier erfährt der Kunde mehr über die Ausschlusskriterien der Tochtergesellschaft der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und ist an einem Termin interessiert.
Zum Seitenanfang