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FUCHSBRIEFE haken für Sie bei Brokern und Banken nach

Russische Aktien und ETF: Geht da noch etwas?

Abstürzender Aktienkurs, roter Pfeil zeigt nach unten. (c) Onypix - Fotolia
Die Sanktionen des Westens gegen Russland trocknen den Aktienhandel bis auf Weiteres aus. Können Anleger noch etwas tun, wenn sie noch russische Aktien halten? Wir haben bei Banken und Brokern nachgefragt.
Anleger, die jetzt noch russische Aktien sanktionierter Unternehmen halten, haben vorerst keinerlei Möglichkeiten mehr. Wir hatten Sie auf dieses Risiko vergangenen Montag (vgl. FB vom 28.02.2022) hingewiesen. FUCHSBRIEFE haben für Sie bei diversen Banken und Brokern nachgefragt, ob Anleger nun noch etwas tun können. Die einhellige Antwort zusammengefasst: Nein.

Die Broker antworten wortkarg. Comdirect und die ING - gemessen am Kundenvolumen mit die größten Wertpapierbanken Deutschlands - gaben an, dass nun ein Handel mit russischen Wertpapieren weder innerhalb noch außerhalb der EU möglich ist. "Die Sanktionen betreffen auch alle Zahlungsströme wie Zinsen und Dividenden", so die ING.

Sanktionsumgehungen sind Straftat

Dem stimmen die Kathrein Privatbank aus Österreich und die liechtensteinische LGT zu. Möglichkeiten eines praktikablen außerbörslichen Handels mit russischen Aktien sind beiden Häusern nicht bekannt. Zudem werden wir darauf hingewiesen, dass Versuche über russische oder etwa chinesische Konten und Mittelsmänner den Handel durchzuführen, strafbare Sanktionsumgehungen darstellen. Auch Depot-Überträge (z. B. zu russischen Konten oder Depots) scheinen nicht möglich zu sein.

Die Unsicherheit bei Banken und Brokern ist groß. Einige Häuser brauchen sehr lange Zeit für ihre "Standardantworten". Sie teilen uns mit, dass die Compliance-Abteilung unbedingt noch hätte prüfen müsste, was die Pressestellen antworten dürfen.

Fazit: Wenn Sie noch Aktien russischer Unternehmen halten, machen Sie es wie Börsenlegende André Kostolany und legen Sie sich schlafen. Sie können nichts mehr tun. Richten Sie sich auf eine Schlafperiode von drei bis fünf Jahren ein.

Hinweis: In Krisenzeiten zeigt sich bei den Anbietern, wer Service bietet und "sein Geld wert ist" und wessen Service-Center maßlos überfordert sind.

Hinweis: Auf der Website der ING finden Sie ein FAQ mit Fragen und Antworten zur aktuellen Situation

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