Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1251
Bank of China

Stark unterbewerteter Finanzdienstleister

Die Bank of China bietet ihren Kunden eine breite Produktpalette an. Durch die fortschreitende Internationalisierung will sie sich nun regional breiter diversifizieren. Gelingt das, dann sollte das den Aktienkurs nach oben treiben.

Für Value-Anleger ist die Aktie der Bank of China interessant (KGV 4,5, KBV 0,64). Der Titel ist aus fundamentaler Sicht deutlich unterbewertet. Zudem lockt auf dem aktuellen Kursniveau eine stattliche Dividendenrendite von knapp 6%.

Die Bank of China gehört zu den am breitesten diversifizierten und am stärksten internationalisierten Banken im Reich der Mitte. Sie bietet alle für Geschäfts- und Privatkunden nötigen Finanzdienstleistungen und ist auf den internationalen Finanzmärkten aktiv. Die Palette reicht vom Girokonto bis zu globalen Rahmenkrediten und Exportfinanzierungen. Die halbstaatliche Bank (64% der Stammaktien hält der chinesische Staat) zählt heute zu den sieben größten Banken weltweit.

Positive Geschäftsentwicklung setzt sich fort

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kletterte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 5% auf 49 Mrd. RMB (7,2 Mrd. USD). Die Bank profitierte stark vom Anstieg der Nettozinsspanne. Diese lag mit 1,85% um 5 Basispunkten höher als vor einem Jahr und trieb den Nettozinsertrag um satte 9,5% auf 86,05 Mrd. RMB (ca. 12,6 Mrd. USD) hoch. Die Eigenkapitalrendite (ROE) hat das Kreditinstitut um 18 Basispunkte auf 13,92% gesteigert. Der positive Geschäftsverlauf des Vorjahres setzt sich damit im laufenden Jahr weiter fort.

Die international sehr gut aufgestellte Bank erweitert nun ihre Geschäftsaktivitäten in Indien. Vor vier Wochen erteilte die indische Zentralbank der Bank of China die Lizenz, eine Filiale in Mumbay zu eröffnen. In dem bevölkerungsreichen (Indien ist nach China die Nummer 2) und wachstumsstarken Land kann die Bank of China nun als erst zweites chinesisches Kreditinstitut (nach ICBC) Bankdienstleistungen anbieten. Ein spannendes Projekt hat die Bank of China in der Himalaya-Provinz Tibet gestartet. Mithilfe von Blockchain-Lösungen sollen in der von Armut geprägten Bergregion Infrastrukturprojekte transparenter und effizienter abgewickelt werden.

Der aktuelle Kursrücksetzer bietet langfristigen Anlegern eine gute Einstiegsmöglichkeit. Der Titel ist fundamental günstig, die hohe Dividendenrendite sichert das Papier gegen kurzfristige Kursverluste (Orders an deutschen Börsen bitte limitiert stellen).

ka

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017):* 603,45 Mrd.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: 0,6985

Marktkapitalisierung*: 1.142,8 Mrd.

KGV (2019e): 4,43

Div.-Rendite: 5,66%

* in HKD

 

Empfehlung: kaufen

Kursziel: 0,52 EUR, Stop-Loss unter 0,35 EUR

ISIN: CN E10 000 01Z 5 | Kurs: 3,63 HKD (ca. 0,4060 EUR)

Kurschance: 28% | Verlustrisiko: 14% |

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Weberbank Actiengesellschaft, Stiftungsmanagement 2021, Qualifizierung

Hier wird Klartext geredet

Wie schlägt sich die Weberbank im Markttest Stiftung? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Mit den Anlageideen der Weberbank bekommt die Deutsche Kinderhospiz Stiftung ein Werk, dass man schon nach wenigen Minuten beiseite legen könnte. Wie das gemeint ist? Weiterlesen lohnt sich!
  • Fuchs plus
  • EZB optimiert die Finanzierungsbedingungen für Staaten

Lagarde will Kreditumfeld optimieren

Die EZB hat auf ihrer ersten Ratssitzung interessante Hinweise auf ihre künftige Anleihenkauf-Politik gegeben. Daraus können Anleger relativ sicher ein wenig Rendite schlagen. Auch den Euro hat die Notenbank leicht angeschoben.
  • Fuchs plus
  • Hinweise zum Verwendungszweck gehören auf die Verpackung

Produktinformationen gehören auf die Verpackung

Es geht um die Gesundheit. Deshalb dürfen kosmetische Mittel diese auf keinen Fall gefährden. Das ist das Hauptziel der EU-Kosmetikverordnung. Es geht dabei auch um die richtige Anwendung. Deshalb sind eindeutige und lesbare Deklarationen wichtig. Aber dürfen die Informationen nur in einem Firmenkatalog des Herstellers und nicht auf der Verpackung des Produkts stehen? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) macht dazu eine klare Ansage.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Staatsgeldentwertung und die Risiken

Zentralbanken treiben Bitcoin-Kurs

Kurstreiber Notenbanken. Copyright: Picture Alliance
Wenn Geld einfach nur fließt, ohne dass es "verdient" wird, dann ist Vorsicht geboten. Diese Situation aber herrscht längst weltweit – voran in den USA, Japan und den Eurostaaten. Wer Bitcoin hält, wappnet sich gegen die möglichen Folgen.
  • Fuchs plus
  • Schuldenmachen ohne Ende?

Kriege schaffen Inflation – auch der Krieg gegen ein Virus?

Können wir bedenkenlos Schulden machen ohne Ende? Das würde nicht nur so manchem Politiker in den Kram passen. Und je länger die Phase überbordender Defizite bei geringen Inflationsraten und extrem lockerer Geldpolitik andauert, desto mehr Menschen nehmen diese Situation als Gewissheit. Ein Fehler.
  • Fuchs plus
  • Sinkender Dollar macht Zinsgewinne teilweise zunichte

Die US-Zinsen dürfen weiterlaufen

Wer in Auslandswährungen investiert, muss sich meist damit abfinden, dass der Kurs der Zinsen und der Kurs der Währung in die entgegengesetzte Richtung laufen. So ist es gerade auch beim Dollar. Lohnt sich dennoch ein Zins-Investment?
Zum Seitenanfang