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Trendwechsel bei Gold

US-Berichtssaison schiebt Dow an

Die US-Unternehmen melden phantastische Zahlen. Die zeigen, dass die US-Konjunktur mit hoher Schlagzahl läuft. Die Drehzahl dürfte sogar noch ein Stück nach oben gehen. Die Börsen sind kurzfristig dennoch zu stark gepusht. Dafür wird Gold wieder interessant.
Die US-Börsen hängen den DAX ab. Während die Kurse an der Wallstreet weiter zügig anziehen, hängt der DAX (noch) bei knapp 15.300 Zählern fest. Treiber der US-Aktien ist die gerade begonnene Berichtssaison. Den Anfang haben die US-Banken gemacht - und sie haben klotzig verdient. Der Gewinnsprung hatte gestern (Mittwoch) den nächsten Freudensprung des Dow ausgelöst.

Die US-Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die US-Berichtssaison sehr gut weiter geht. Aus dem Beige Book geht hervor, dass der Konjunkturoptimismus in den Unternehmen groß ist. Das zügige Impfen in den USA bringt die Wirtschaft jeden Tag der früheren Normalität näher. Zudem steuert US-Präsident Joe Biden vorsichtig, aber sukzessive, die Lockdown-Maßnahmen zurück. In Kombination mit dem billigen Geld und den staatlichen Investitionsprogrammen wird das die Wirtschaft über Monate treiben.

US-Konjunktur läuft heiß, Unternehmen verdienen klotzig

Die US-Notenbank untermauert diese Einschätzung. Aus der Fed heißt es, dass sich die Konjunktur sehr stabil entwickeln wird, bei leicht anziehender Inflation. Gespiegelt wird das auch vom Ölpreis, der weiter leicht anzieht - bei zugleich rückläufigen Ölreserven.  

Strategisch sehen wir gerade eine sehr gute Einstiegsgelegenheit in Gold. Die anziehenden Inflationsraten - voran in den USA, aber auch in Europa - führen zu einem fundamentalen Kurswechsel beim Edelmetall. Zwar stand der Goldpreis im ersten Quartal kräftig unter Druck. Diese Episode ist nun aber zu Ende. Die Notierungen des Edelmetalls dürften im Jahresverlauf wieder kräftig hoch gehen. 

Trend bei Gold dreht

Der Druck, der im ersten Quartal auf den Edelmetall-Notierungen gelastet hat, schwindet. Auslöser für den Kursrückgang von 1.950 US-Dollar je Feinunze Ende Dezember auf 1.680 US-Dollar je Feinunze Anfang April waren massenhafte Verkäufe von Gold-Anlegern. Das zeigt sich beim Blick auf die Bestände der Gold-ETF. Das sind Fonds, die in das Edelmetall investieren. Sie haben im ersten Quartal netto 215 Tonnen Gold verkauft.
 
Steigende Zinsen sind zwar ein Problem für Gold, aber noch nicht beim aktuellen Zinsniveau und den noch geringen Realzinsen. Hinzu kommt: Zinsen gibt es für Cash, Gold ist aber ein Realwert-Investment. Und: Angesichts der hohen Aktienkurse könnte es auch an den Märkten über den Sommer mal längere Zeit nach unten gehen. Auch davon würde Gold profitieren. 

Fazit: Das Umfeld für Aktien bleibt grundsätzlich gut. Aber die Aktienkurse schnuppern kurzfristig schon Höhenluft. Der DAX bekommt erst über 13.400 Zählern neuen Schwung in Richtung 14.000. Hinzu kommt die Saisonalität, die für die nächsten Monate eigentlich eher weniger Börsenschwung erwarten lässt (Stichwort: sell in may). Wir glauben weiter an eine gesunde Aktienkurskorrektur und sehen auf der Gegenseite Chancen beim Goldpreis.

Hinweis: In der vorigen Ausgabe hat bei uns der technische Fehlerteufel zugeschlagen. Auf S. 2 war die Bildauflösung des Charts nicht korrekt, auf S. 5 hatten wir einen fehlerhaften Tabellen-Inhalt abgedruck. Wir bitten Sie, diese Fehler zu entschuldigen.

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