Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1146
In Zwickau entsteht das erste E-Auto-Werk Deutschlands

VW befindet sich im Klettermodus

Als wir zuletzt über die Volkswagen AG berichteten, lag die Aktie noch bei 145 EUR (siehe Artikel). Seitdem ist einiges passiert. Die Aktie hat ihre Widerstände durchbrochen und ist in einen dynamischen Aufwärtstrend übergegangen. Gezielte Investments in Elektromobilität sollen diesen langfristig stützen.

Volkswagen möchte das E-Mobil massentauglich machen. Am Montag, zeitgleich mit dem „E-Autogipfel" in Berlin, startete der Wolfsburger Automobilkonzern die Produktion seines Elektroautos ID.3 in seinem Werk im sächsischen Zwickau. Im kommenden Jahr sollen rund 100.000 Elektroautos vom Band rollen. Mittelfristig sind bis zu 330.000 Stück jährlich geplant.

Mit einem sogenannten E-Baukasten möchten die Niedersachsen signifikant Kosten sparen. Dieser soll bei 33 Modellen verwendet werden können. Bis Mitte kommenden Jahres stellt VW in Sachsen noch den Golf Variant her. Danach sollen in Zwickau nur noch Elektro-Autos gebaut werden.

Volkswagen lässt sich den Strategieschwenk einiges kosten. Rund eine Milliarde Euro stecken die Wolfsburger allein in den Umbau des sächsischen Werkes zur ersten E-Auto-Fabrik Deutschlands sowie in die Qualifizierung der Mitarbeiter. Insgesamt sollen bis 2023 rund 30 Mrd. Euro in die Entwicklung bezahlbarer E-Autos investiert werden. Weitere 15 Mrd. Euro sind für Joint Ventures in China reserviert.

Man will an die Weltspitze der Elektromobilität

Mit dieser E-Auto-Offensive möchte der Konzern zur globalen Nummer Eins in der Elektromobilität werden. Um für die Steigerung der Zahl an Elektroautos die nötige Menge an Energiespeichern zur Verfügung zu haben, möchte VW auch in die Produktion von Batteriezellen einsteigen. Bislang werden 80% dieses Marktes von Produzenten aus Asien dominiert. Ende September startete VW in seinem Werk in Salzgitter eine Pilotfertigung für Kleinserien. Zunächst sollen so weitere Erfahrungen gewonnen werden – das Projekt könnte jedoch auch die Basis für eine Batteriezellenherstellung im großen Stil werden. Bis zum Jahreswechsel 2023/24 investiert VW mehr als eine Milliarde Euro in die Produktion in Salzgitter.

Der nächste logische Schritt ist bereits für das kommende Jahr geplant. Dann wollen die Wolfsburger gemeinsam mit dem schwedischen Partner Northvolt in Salzgitter eine Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien hochziehen. Beide Partner halten jeweils die Hälfte der Anteile an dem Joint Venture. Ziel ist es die Abhängigkeit von marktbeherrschenden Zulieferern wie Samsung und LG (Südkorea) oder CATL (China) zu verringern.

Aus fundamentaler Sicht ist die Vorzugsaktie von VW sehr günstig bewertet. Zudem handeln die Anteilsscheine aktuell rund 25% unter Buchwert (KBV: 0,76). Die lange Bodenbildungsphase scheint abgeschlossen. Langfristig orientierte Anleger kaufen erste Stücke und nutzen Rücksetzer in den Bereich um 160 Euro zum Ausbau ihres Investments.

KAP191107

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018):* 235,85 Mrd.

Gewinn je Aktie (2018)*: 2,59

Marktkapitalisierung*: 88,96 Mrd.

KGV (2020e): 5,46

Div.-Rendite: 3,46%

* in EUR

Empfehlung: kaufen, um 160 Euro nachkaufen

Kursziel: 230 EUR, Stop-Loss unter 130 EUR

ISIN: DE 000 766 403 9 | Kurs: 178,22 EUR 

Kurschance: 29% | Verlustrisiko: 27%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Bodenbildung abgeschlossen

Sojabohnen gefragt

Soybean in hands with soy field in background. © sima / stock.adobe.com
Ein Wetterphänomen, das früher als erwartet auftritt, katapultiert die Soja-Preise nach oben. Die Anbauprognosen sind eindeutig - und wer sie lesen kann, hat eine Handelsidee.
  • Fuchs plus
  • Wochentendenzen vom 7.1.22

Fed bewegt die Märkte

Dollar-Scheine. © 3alexd / Getty Images / iStock
Die US-Notenbank hat die Devisenmärkte mit ihrem Sitzungsprotokoll aufgeschreckt. Nun sind einige Währungen in Bewegung geraten.
  • Fuchs plus
  • Günstige Selfmade-Möbel in Studierenden-WGs

Paletten bei eBay Kleinanzeigen einsammeln

Übereinandergestapelte Europaletten. © PhotoSG / stock.adobe.com
Wegen der Lieferengpässe und der gestiegenen Holzpreise haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, an Holzpaletten zu gelangen. Eine Möglichkeit für Kleinunternehmen, um immerhin die größten Engpässe abzufedern, kann eBay-Kleinanzeigen sein.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Änderungen bei der Betriebsratswahl

Neuerungen im Wahlverfahren im Überblick

Ab dem 1. März und bis zum 31. Mai wählen die Arbeitnehmer in den Betrieben ihre Interessenvertretung. Diese Betriebsratswahlen sind alle vier Jahre fällig - und diesmal gibt es einige Neuerungen. Die machen auch den Arbeitgebern das Leben leichter.
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Vietnam Equity (UCITS) Fund

Ein erfolgreicher Fonds, der die Tür zur Börse in Vietnam öffnet

Vietnams Aktienmarkt ist mit einem Plus von knapp 36% auf Jahressicht einer der Top-Märkte 2021. Auch für 2022 erwarten Analysten ein robustes Wirtschaftswachstum des Landes. In den kommenden fünf Jahren (seit 2021) wird die Wirtschaft des südostasiatischen Landes insbesondere von neuen staatlichen Infrastrukturprojekten im Volumen von mehr als 60 Milliarden Pfund profitieren.
  • Fuchs plus
  • Kräftig zur Kasse gebeten

DSGVO-Bußgelder knacken Rekordmarke

Jedes Unternehmen kennt das lästige Thema DSGVO. Die EU-Datenschutzverordnung ist für viele eine unangenehme bürokratische Pflicht. Doch wer ihr nicht nachkommt, kann schnell zur Kasse gebeten werden. Vor allem für zwei Unternehmen war 2021 ein rabenschwarzes DSGVO-Jahr.
Zum Seitenanfang