Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1399
SPD-Mitglieder entscheiden nicht nur über Parteivorsitz

Zitterpartie um die GroKo

Seit heute (Montag) dürfen die SPD-Mitglieder über die Kandidatenpaare für den Parteivorsitz abstimmen. Zwei – Olaf Scholz mit Klara Geywitz und Norbert-Walter Borjans mit Saskia Esken – gelten als Favoriten. Doch nur eine Konstellation sichert die Fortführung der Großen Koalition.

Bei den Befürwortern der GroKo hat das große Zittern begonnen. Am Samstag in einer Woche wird das Ergebnis der Mitgliederabstimmung über das Führungsduo der SPD bekannt gegeben. Sechs Pärchen standen zu Beginn der Abstimmung heute noch zur Auswahl. Die SPD-Mitglieder dürfen online und per Brief abstimmen. In der ersten Runde braucht ein Team mindestens die Hälfte der Stimmen zum Sieg. Ansonsten wird es einen zweiten Wahlgang geben, in dem dann die Erst- und Zweitplatzierten noch einmal gegeneinander antreten.

Die Abstimmung ist die personifizierte „Halbzeitbilanz", die sich die SPD beim Eintritt in die GroKo ausbedungen hatte. Obwohl die Union der SPD das Regierungsfeld weitgehend überlassen hat, will die SPD-Linke weiterhin raus aus der Verbindung und die „unheilvolle Umarmung" der Unionsparteien ablegen.

Für Scholz zählt nur der Sieg

Im Grund darf es nur eine Siegerkonstellation geben, damit die GroKo weitermachen kann: Olaf Scholz mit Klara Geywitz. Sie treten für den „rechten" Parteiflügel und die Fortführung der Regierung mit der Union an. Doch sie haben mit Norbert-Walter Borjans und Saskia Esken auf den letzten Metern bärenstarke Konkurrenz bekommen. Diese beiden stehen nicht nur für den linken SPD-Flügel. Sie haben auch die geballte Unterstützung der Landesverbände NRW und Baden-Württemberg hinter sich.

In der SPD gilt als sicher: Schafft es Scholz nicht zusammen mit Geywitz, ist der Vizekanzler stark beschädigt. Und zwar so, dass er in dieser Rolle nicht mehr weitermachen kann. Doch damit nicht genug: Die Mitglieder hätten mit einer Entscheidung gegen Scholz auch die Politik der GroKo abgewählt, heißt es bei der Partei nahestehenden Beobachtern. Nicht umsonst hatte Scholz so lange mit seiner Bewerbung gezögert, die er anfangs sogar ausgeschlossen hatte.

Fazit

Am 26. Oktober wird das Ergebnis bekannt gegeben. Wir rechnen mit einem zweiten Wahlgang und einer Verlängerung der Zitterpartie.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Neuer Energiepartner Europas

Ägypten zieht Investoren an

Blick über Kairo. © Ahmed Elsayed / stock.adobe.com
Für den Nil-Staat Ägypten fürchteten Beobachter Anfang des Jahres schlimme Versorgungsengpässe. Dank einer Reihe von Maßnahmen sind diese bislang nicht eingetreten. Im Gegenteil: Ägypten zieht verstärkt internationale Konzerne an.
  • Fuchs plus
  • Bürgerkriegsrisiko stark angestiegen

Sinkende Inflation ist Balsam für Südafrika

Kapstadt (c) michaeljung/Fotolia
Am Kap der Guten Hoffnung ist die soziale Spaltung extrem groß. Dass nun die Teuerungsraten fallen, ist daher Balsam für das Land und wichtig für den Frieden. Ein Restrisiko bleibt aber. Wer in das Land und seine Unternehmen investieren möchte, sollte das beachten.
  • Fuchs plus
  • Neue Spielräume für die Notenbank

Kanada-Inflation sinkt zweiten Monat in Folge

Kanada © Barbara Helgason / stock.adobe.com
Entgegen dem allgemeinen Trend scheint die Bank of Canada im Kampf gegen die Inflation die Oberhand zu gewinnen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Geldhüter und bietet eine interessante Anlageperspektive.
Zum Seitenanfang