Argentinien zahlt IWF-Schulden in Yuan
Um seine Schuldenlast beim Internationalen Währungsfonds begleichen zu können, holt sich Argentinien Hilfe aus dem Reich der Mitte. Warum greift China dem südamerikanischen Pleite-Land unter die Arme? FUCHSBRIEFE beleuchten die Hintergründe.
Argentinien holt sich Hilfe bei China, um seine Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzuzahlen. Buenos Aires und Peking vereinbarten einen Währungstausch, wodurch Argentinien Yuan in Höhe von 1,7 Mrd. US-Dollar erhielt. Im Gegenzug hinterlegt Argentinien Pesos bei der Peoples Bank of China.
Die Bedingungen des Tauschs seien Teil einer vertraulichen Vereinbarung und könnten nicht veröffentlicht werden, sagte Wirtschaftsminister Sergio Massa. Vorstellbar ist aber, dass im Gegenzug die China National Nuclear Corporation eine schnellere Genehmigung für ein Kernkraftwerk erhalten könnte. Zudem erhöhe Peking den Druck auf Buenos Aires chinesische Militärprodukte zu kaufen. Zudem steigt die Bedeutung des Yuan im innerhalb des IWF.
Fazit: Der chinesische Einfluss in Argentinien und Lateinamerika nimmt weiter zu.