Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1117
Militärischer Kooperationsvertrag der angelsächsischen Länder

Australien will viel mehr als nur U-Boote

Australien will viel mehr als nur U-Boote. Copyright: Pixabay
Der so genannte AUKUS-Vertrag zwischen Australien, Großbritannien und den USA sorgt in Expertenkreisen für große Aufmerksamkeit. Denn es geht dabei um wesentlich mehr als nur nuklear angetriebene Unterseeboote.

Der Aukus–Vertrag zwischen den angelsächsischen Ländern Australien, Großbritannien (UK) und den USA  (US) ist sehr weitreichend. Er umfasst deutlich mehr als nur Unterseeboote mit Kernenergieantrieb, die Australien mit britisch-amerikanischer Unterstützung jetzt selbst bauen will. Eingeschlossen sind auch modernste Cruise Missiles (Mittelstreckenraketen), Quanten-Technik für Computer, die Sammlung von Daten und deren automatisiert Auswertung.

Das Vertragswerk ist langfristig angelegt. So wird das erste in Adelaide in Australien zu bauende U-Boot frühestens 2040 in Dienst gestellt werden können. Noch steht nicht fest, ob sich Australien beim U-Bootbau stärker auf die britische Astete-Technik oder die amerikanische Virginia Class-Technik stützen wird. Die britische Technik ist deutlich billiger. Entscheidend dürfte sein, welche Boote sich am schwierigsten orten lassen. 

Frankreich will keine Nukleraboote liefern

Die derzeitigen politischen Spannungen zwischen Australien und Frankreich haben hier ebenfalls ihren Hintergrund. Australien hat den bereits vereinbarten Kauf von französischen, dieselgetriebenen U-Booten für neun Milliarden Dollar aufgekündigt. Begründung: Frankreich war nicht bereit, nuklear getriebene U-Boote an Australien zu liefern. Australien ist durch die riesigen Entfernungen im Pazifik auf nukleare Boote angewiesen, weil diese bis zu drei Monate unter Wasser fahren können ohne aufzutauchen.

Nach den Worten des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian belastet der Streit sogar die Zukunft der Nato. Der Vorfall habe Auswirkungen auf die Festlegung des neuen strategischen Konzepts der Verteidigungsallianz, sagte Le Drian am Samstag im französischen Fernsehen. Die Regierung in Canberra beharrt darauf, sie habe ihre Bedenken wegen der Probleme in dem U-Boot-Geschäft mit den Franzosen frühzeitig geäußert.
 

Fazit: Gefährlich am AUKUS-Vertrag kann die gemeinsame Datensammlung und -auswertung werden, weil es mit Sicherheit nicht nur um militärisch relevante Daten geht.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Geldtipp-Podcast #7

Immobilien im Privatvermögen

Das Logo zum Geldtipp-Podcast. © Springernature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld. Diesmal im Fokus: Immobilien im Privatvermögen.
  • Fuchs plus
  • Analyse nach FUCHS-Bewertungskriterien

Platin vom Asteroiden

Asteroid fliegt an Erde vorbei. © adventtr / Getty Images / iStock
Auf der Erde werden manche Rohstoffe knapp. Doch im Weltraum ist das Potenzial schier unbegrenzt. Erste Abenteurer machen sich daher auf den Weg. Und mutige Anleger können sich per Token beteiligen.
  • Fuchs plus
  • Corona-Maßnahmen werfen Sonderverwaltungszone immer weiter zurück

Hongkong erneut in einer Rezession

Hafen von Hongkong. (c) XtravaganT - Fotolia
Zum zweiten Mal binnen drei Jahren ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong in die Rezession abgerutscht. Schuld daran sind vor allem die unverändert scharfen Corona-Maßnahmen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bald rollen H2-LKW über die Autobahnen

Mega-Deal in der Wasserstoff-Branche

Wasserstoff-LKW. © AA+W / stock.adobe.com
Es ist einiges los in der Wasserstoff-Wirtschaft. Als "Energieträger der Zukunft" planen immer mehr Firmen darauf umzusatteln. Im Verkehrsbereich hat nun das Unternehmen Clean Logistics den bislang "dicksten Fisch" an Land gezogen.
  • Fuchs plus
  • Pflanzen auf dem Dach sind mehr als nur ein Hingucker

Energieverbrauch senken, dank Dachbegrünung

Ökologische Architektur: Haus mit begrünter Fassade und Dach. © Arndale / stock.aobe.com
In Frankreich sind Dachbegrünungen auf Neubauten in Gewerbegebieten bereits seit einigen Jahren Pflicht. Das ist hierzulande nicht der Fall. Dennoch sollten gerade Unternehmen eine Bepflanzung ihrer Dächer in Erwägung ziehen.
  • Fuchs plus
  • Marktanalysten erwarten Preisspitze im vierten Quartal

Diesel wird noch teurer

Diesel wird in den Tank eines LKW gefüllt. © Stephen Dewhurst / stock.adobe.com
Diesel wird in den kommenden Monaten nochmals teurer, denn die EU hat bisher einen guten Teil des Kraftstoffs aus Russland importiert. Der Preisabstand zu Benzin wird stark ansteigen, so die Prognose wichtiger Energieanalysten.
Zum Seitenanfang