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Wie Henkel Beauty Care „nachhaltige Veränderungen“ vorantreibt

Innovationsmanagement strukturiert, offen und leidenschaftlich angehen

Shampoo-Feststücke der Marke Nature Box von Henkel Beauty Care. © Jahr Henkel AG & Co. KGaA. Alle Rechte vorbehalten
Nachhaltigkeit prägt unser Konsumverhalten immer stärker. Doch wie können nachhaltige Prozesse im Unternehmen implementiert werden? Wie lösen sich Abteilungen von ihrem Tunnelblick? Der Konsumgüterhersteller Henkel hat dabei einen vielversprechenden Ansatz verfolgt.

Henkel Beauty Care hat sich mit einem stufenbasierten Innovations-Management auf die Herausforderungen der kommenden Dekade vorbereitet. Hinter der Kosmetik-Abteilung von Henkel stehen u.a. bekannte Marken wie Schwarzkopf, Dial und Syoss. Als Best Practise Beispiel können auch andere Unternehmen die Henkel-Prozesse für sich übernehmen.

Was sind die großen Trendlinien der nächsten Jahre?

Wichtig für das Projekt ist ein vorangestellter Perspektivwechsel. Für Henkel Beauty Care ging es nicht wie üblich sehr anwendungsbezogen zu überlegen, was das Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren benötigt. Die Perspektive sollte weiter reichen. Die Henkel-Leitfragen: Was sind die großen Trends in zehn Jahren? Womit müssen wir uns intensiv auseinandersetzen? Wo können wir uns als First Mover etablieren?

Am Anfang des Prozesses stand ein klassisches Brainstorming. In die Ideensammlung wurden neben den eigenen Mitarbeitern auch Verbraucher, Händler, Produktionsexperten und Zukunftsforscher einbezogen. Daraus wurden 50 Trends abgeleitet. Die Trends wurden dann gewichtet. Am Ende des Prozesses stand Nachhaltigkeit als Spitzenthema ganz oben auf der Zukunftsagenda.

Schlagkräftige Dreierteams erarbeiten ein Thema

Das Thema Nachhaltigkeit wurde in Subthemen unterteilt. Tridems – fachübergreifende Dreierteams – wurden dann mit der Beschäftigung zu einem konkreten Thema befasst. Im konkreten Fallbeispiel von Henkel Beauty Care waren das u.a. die Themenblöcke Inhaltsstoffe, Verpackungen und Anreizsysteme für Kunden.

Wichtig bei den Tridems war es, dass sich diese nicht nur aus Mitarbeitern zusammensetzten, die ohnehin schon im Nachhaltigkeits-Team von Henkel arbeiteten. Zudem stand es den Tridems frei, Kollegen aus anderen Abteilungen zu konsultieren, Interviews etwa mit der Wissenschaft zu führen oder Marktrecherchen anzustoßen. Die erarbeiteten Trends (z.B. im Verpackungsmanagement) wurden aufbereitet und vorgestellt.

Das Ergebnis: Viele neue Perspektiven und Vorschläge

Auch bei den erarbeiteten Trends wurden wiederum Gewichtungen vorgenommen. Neue nachhaltige Plastikverpackungen oder smartes Abfallmanagement gehören zu kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen. Plastikzersetzende Bakterien will Henkel langfristig im Blick behalten – vorerst gibt es dafür aber keine wirtschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass auch solche vielleicht im ersten Moment abstrus erscheinenden Ideen registriert und beobachtet werden.

Die Vorschläge der Tridems wurden dann den Verantwortlichen präsentiert, kategorisiert, diskutiert und gewichtet. Von 80 Ideen soll nun „eine Handvoll“ umgesetzt werden. So sollen etwa 50% der Kunststoffe in den Lieferketten durch recycelbare Verpackungen bis 2025 eingespart werden. Auch eine neue Nachhaltigkeits-Linie „Nature Box“, die zu 100% Verpackungen aus recycelten Materialen verwendet, wurde 2021 aufgelegt. Der Prozess soll nun regelmäßig wiederholt werden. Bisher nicht berücksichtigte Vorschläge werden wieder diskutiert und neu bewertet, neue Trends kommen hinzu.

Fazit: Henkel hat einen erfolgreichen Innovations-Ansatz entwickelt. Der lässt sich auf andere Unternehmen übertragen. Der Ansatz hilft dabei, viele Perspektiven einzuholen und in die Zukunft blicken zu können. Wichtig sind der Einbezug vieler Akteure und echter gedanklicher Freiraum für die Teams.
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