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Zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt soll Transport beschleunigen

Norwegen will Tunnel unter Wasser schweben lassen

Norwegen plant mit einem weltweit einmaligen Projekt, die Reisegeschwindigkeit im Lande zu verdoppeln. In Kooperation mit der erfahrenen Öl-Industrie prüft das Land die Möglichkeit, schwebende Unterwasser-Tunnel zu errichten. Das würde helfen, die vielen extrem tiefen Fjorde schneller passierbar zu machen.

Norwegen plant ein gigantisches Infrastrukturprojekt, um den Transport stark zu beschleunigen. Auf der sogenannten Westroute zwischen Kristiansand und Trondheim sollen künftig diverse Tunnel die vielen Fjorde schneller passierbar machen und bis zu sieben Fähren ersetzen.

Die technische Idee ist faszinierend. In Kooperation mit der norwegischen Öl-Industrie prüfen Ingenieure bereits wie es möglich ist, einen jeweils zweispurigen Autotunnel in etwa 30 Metern Wassertiefe an schwimmende Beton-Pontons zu hängen. Damit könnten die Bauherren das Problem der extrem tiefen Fjorde umgehen, die den Bau von Brücken oder unterirdischen Tunneln nahezu unmöglich machen. Obendrein wollen die Norweger mit den schwebenden Unterwasser-Tunneln gleich noch Energie erzeugen (Prinzip Wellenkraftwerk).

Für den Bau der Tunnel könnten in den nächsten Jahren bis zu 37 Mrd. Euro ausgegeben werden. Der Aufwand könnte sich aber lohnen. Bisher benötigen Fahrzeuge für die 1.200 Kilometer lange Strecke locker über 20 Stunden. Können Sie die unter Wasser schwebenden Tunnel nutzen, würde sich die Zeit auf knapp über 10 Stunden verkürzen. Die Transportkosten würden sich dann glatt halbieren, so die Prognose der norwegischen Verkehrsplaner.

Fazit: Das weltweit einmalige Projekt ist noch Zukunftsmusik, aber äußerst interessante. Eine Realisierung ist durchaus möglich.

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