Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1327
Die Meinung der Anderen im November 2018

Auf mittlere Sicht wird der US-Dollar schwach

Die Prognoseabteilungen der Banken haben an einigen Schrauben gedreht. Vor allem die Zinserwartungen für die USA gehen nach oben. Dennoch gibt es einen erstaunlichen Meinungskonsens zur Konjunktur der USA. Und den daraus abgeleiteten Folgen für die US-Währung.

Weitgehend Einigkeit herrscht unter den Prognostikern für die 10-Jährigen Bundesanleihen. Sie sollen – einhellig – in 3 Monaten bei 0,60% (aktuell 0,41%) stehen, in einem Jahr bei 1,10%. Das kann nicht ohne Auswirkung auf den EUR|USD-Kurs bleiben, denn damit würde sich der Zinsabstand auf Jahressicht doch deutlich verengen: von aktuell 277 Basispunkten auf dann nur noch 230 BP. So erklärt sich auch schon weitgehend der stärkere Euro auf 12 Monate.

Berenberg haben ihre Euro-Prognose etwas heruntergenommen. Begründung: Der aktuelle Risiko-Cocktail – Italien, Brexit, US-Handelspolitik, steigende Ölpreise – treffe in der Summe die Eurozone stärker als die USA. Insofern bleibt die Bank zwar dabei, dass der Euro perspektivisch stärker wird. Aber die Erholung wird etwas länger auf sich warten lassen und nicht so stark ausfallen, wie bisher erwartet.

Die LLBW sieht keinen Anlass für ein neues Szenario

Die LLBW hat in ihrer aktuellen Prognose nur an zwei Schrauben gedreht. Den Dreimonatszins im Euro sieht sie in einem Jahr statt bisher bei -0,30 „nur noch" bei -0,20; und im US-Dollar steht der Drei-Monatszins in einem Jahr bei 3,40 (bisher 3,25). Ein grundlegend neues Szenario steckt jedoch nicht dahinter.

Die Commerzbank sieht die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen weiter in einer tendenziellen Seitwärtsbewegung. Die Erwartung für die 3-Monatsrendite in den USA hat die Bank dagegen nach oben gezogen: von 3,05% auf 3,55%. In den kommenden Monaten wird der EUR|USD-Wechselkurs nach der Erwartung der Co-Bank voraussichtlich weiter um 1,16 pendeln. Danach wird über 1,20 driften, weil sich mehr und mehr ein Ende des US-Zinserhöhungszyklus abzeichnet, so die Commerzbanker. Sie gehen von einer deutlich schwächeren US-Konjunktur auf Jahressicht aus und erwarten nur zwei (statt drei) Zinsschritte der Fed in 2019.

Die Extremmeinung vertritt weiterhin die hier nicht aufgeführte HSH Nordbank. Sie sieht für die USA eine Rezession herannahen, während ansonsten nur eine Konjunkturabschwächung angenommen wird.

fd2

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Berenberg

Commerzbank

Deutsche Bank

Goldman Sachs

LBBW

UBS

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* per Jahresende 2018
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,16

1,17

1,16

1,16

1,17

1,17

1,20

1,20

1,14

1,14

1,20

1,20

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,30

-

-

10 J Anleihen

0,60

0,50

0,60

0,60

0,60

0,60

0,90

0,90

0,60

0,60

-

-

USD

JPY

114

114

108

106

105

105

110

110

116

116

114

114

3 Monatszins

2,30

2,30

2,75

2,75

-

-

-

-

2,70

2,60

-

-

10 J Anleihen

3,10

3,10

2,75

3,15

3,25

3,25

3,10

3,10

3,00

3,00

-

-

JPY

EUR

132

133

125

123

122,85

122,85

132

132

132

132

137,8

137,8

3 Monatszins

0,10

0,10

0,00

-0,1

-

-

-

-

-0,10

-0,10

-

-

10 J Anleihen

0,15

0,15

0,20

0,20

-

-

0,10

0,10

0,00

0,00

-

-

auf 12 Monate*

EUR

USD

1,20

1,23

1,23

1,23

1,25

1,25

1,30

1,30

1,16

1,16

1,30*

1,30*

3 Monatszins

0,0

0,00

-0,25

-0,20

-

-

-

-

-0,20

-0,30

-

-

10 J Anleihen

1,10

1,20

0,90

0,90

1,05

1,05

1,20

1,20

1,10

1,00

-

-

USD

JPY

117

117

99

99

99

99

115

115

119

119

111*

111*

3 Monatszins

2,9

3,1

3,55

3,05

-

-

-

-

3,40

3,25

-

-

10 J Anleihen

3,30

3,40

3,45

3,20

3,60

3,60

3,40

3,40

3,40

3,25

-

-

JPY

EUR

141

144

122

122

123,75

123,75

149,5

149,5

138

138

144,3*

144,3*

3 Monatszins

0,10

0,10

0,00

-0,1

-

-

-

-

0,00

0,00

-

-

10 J Anleihen

0,25

0,25

0,15

0,18

-

-

0,20

0,20

0,10

0,10

-

-

Fazit: Alles in allem gibt es einen Meinungskonsens eines mittelfristig schwächeren Dollar.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Das weite Feld im Stiftungsmanagement 2022

Fruchtbare und trockene Böden

Feld im Sonnenuntergang. (c) picture alliance / Zoonar | Olena Mykhaylova
Wer es nicht in die Endrunde, den Beauty Contest, schafft, findet sich automatisch im weiten Feld wieder. Doch dies trägt seine Bezeichnung nicht umsonst. Hier finden sich durchaus fruchtbare Bereiche in denen Qualität sprießt. Und trockene, ausgelaugte Boden, auf denen wenig, bis nichts wachsen und gedeihen kann.
  • Fuchs plus
  • Rezessionsängste drücken den Preis

Ist die Party der Öl-Förderer vorbei?

Symbolbild Öl-Förderung. © Petrovich12 / stock.adobe.com
Ein Gespenst geht um in der Weltwirtschaft - das Gespenst der Rezession. Immer wenn dieses leicht abgewandelte Zitat von Karl Marx gilt, ist der Ölpreis der Leidtragende. Aber wer genau hinsieht merkt schnell, dass nicht so heiß gegessen wie gekocht wird.
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Depot vom 23.06.2022

Abkühlung in doppelter Hinsicht

Abwärtstrend an den Börsen. © SusanneB / iStock
Die Börsen geben nach und auch das FUCHS-Depot entzieht sich dem allgemeinen Trend nicht. Infolgedessen verlässt ein Titel das Depot. Den Gewinn reinvestieren wir prompt in ein spanisches "Abkühlungs-Unternehmen".
Neueste Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geld-Podcast, Teil 5

Warum Finanzplanung so wichtig ist

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld, diesmal: Warum Finanzplanung so wichtig ist.
  • Fuchs plus
  • Banken-Prognosen für den Devisenmarkt

Viele Unsicherheiten, wenig Gemeinsamkeiten

Geldscheine diverser Währungen. © Markus Mainka / Fotolia
In den volkswirtschaftlichen Abteilungen der Banken gehen die Einschätzungen zur Zins- und Devisenentwicklung weit auseinander. Das große Fragezeichen ist, wie gut sich die US-Konjunktur wird halten können.
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Devisenprognose im Juli 2022

Wie weit geht die Fed?

Würfel mit Abbildung Euro und Dollar. (c) picture alliance / Zoonar | DesignIt
Wie weit geht die Fed und wie schnell? Diese beiden Fragen bewegen die Finanzmärkte. Mit den Antworten ist verbunden, ob die US-Konjunktur in eine Rezession rutschen wird. Immer mehr Beobachter rechnen nun damit. Unser Szenario ist das schon länger, aber dennoch haben wir die Zinsentwicklung unterschätzt. Wir passen einige Prognosen an.
Zum Seitenanfang