Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
981
Die Meinung der Anderen im November 2018

Auf mittlere Sicht wird der US-Dollar schwach

Die Prognoseabteilungen der Banken haben an einigen Schrauben gedreht. Vor allem die Zinserwartungen für die USA gehen nach oben. Dennoch gibt es einen erstaunlichen Meinungskonsens zur Konjunktur der USA. Und den daraus abgeleiteten Folgen für die US-Währung.

Weitgehend Einigkeit herrscht unter den Prognostikern für die 10-Jährigen Bundesanleihen. Sie sollen – einhellig – in 3 Monaten bei 0,60% (aktuell 0,41%) stehen, in einem Jahr bei 1,10%. Das kann nicht ohne Auswirkung auf den EUR|USD-Kurs bleiben, denn damit würde sich der Zinsabstand auf Jahressicht doch deutlich verengen: von aktuell 277 Basispunkten auf dann nur noch 230 BP. So erklärt sich auch schon weitgehend der stärkere Euro auf 12 Monate.

Berenberg haben ihre Euro-Prognose etwas heruntergenommen. Begründung: Der aktuelle Risiko-Cocktail – Italien, Brexit, US-Handelspolitik, steigende Ölpreise – treffe in der Summe die Eurozone stärker als die USA. Insofern bleibt die Bank zwar dabei, dass der Euro perspektivisch stärker wird. Aber die Erholung wird etwas länger auf sich warten lassen und nicht so stark ausfallen, wie bisher erwartet.

Die LLBW sieht keinen Anlass für ein neues Szenario

Die LLBW hat in ihrer aktuellen Prognose nur an zwei Schrauben gedreht. Den Dreimonatszins im Euro sieht sie in einem Jahr statt bisher bei -0,30 „nur noch" bei -0,20; und im US-Dollar steht der Drei-Monatszins in einem Jahr bei 3,40 (bisher 3,25). Ein grundlegend neues Szenario steckt jedoch nicht dahinter.

Die Commerzbank sieht die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen weiter in einer tendenziellen Seitwärtsbewegung. Die Erwartung für die 3-Monatsrendite in den USA hat die Bank dagegen nach oben gezogen: von 3,05% auf 3,55%. In den kommenden Monaten wird der EUR|USD-Wechselkurs nach der Erwartung der Co-Bank voraussichtlich weiter um 1,16 pendeln. Danach wird über 1,20 driften, weil sich mehr und mehr ein Ende des US-Zinserhöhungszyklus abzeichnet, so die Commerzbanker. Sie gehen von einer deutlich schwächeren US-Konjunktur auf Jahressicht aus und erwarten nur zwei (statt drei) Zinsschritte der Fed in 2019.

Die Extremmeinung vertritt weiterhin die hier nicht aufgeführte HSH Nordbank. Sie sieht für die USA eine Rezession herannahen, während ansonsten nur eine Konjunkturabschwächung angenommen wird.

fd2

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Berenberg

Commerzbank

Deutsche Bank

Goldman Sachs

LBBW

UBS

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* per Jahresende 2018
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,16

1,17

1,16

1,16

1,17

1,17

1,20

1,20

1,14

1,14

1,20

1,20

3 Monatszins

-0,30

-0,30

-0,30

-0,30

-

-

-

-

-0,30

-0,30

-

-

10 J Anleihen

0,60

0,50

0,60

0,60

0,60

0,60

0,90

0,90

0,60

0,60

-

-

USD

JPY

114

114

108

106

105

105

110

110

116

116

114

114

3 Monatszins

2,30

2,30

2,75

2,75

-

-

-

-

2,70

2,60

-

-

10 J Anleihen

3,10

3,10

2,75

3,15

3,25

3,25

3,10

3,10

3,00

3,00

-

-

JPY

EUR

132

133

125

123

122,85

122,85

132

132

132

132

137,8

137,8

3 Monatszins

0,10

0,10

0,00

-0,1

-

-

-

-

-0,10

-0,10

-

-

10 J Anleihen

0,15

0,15

0,20

0,20

-

-

0,10

0,10

0,00

0,00

-

-

auf 12 Monate*

EUR

USD

1,20

1,23

1,23

1,23

1,25

1,25

1,30

1,30

1,16

1,16

1,30*

1,30*

3 Monatszins

0,0

0,00

-0,25

-0,20

-

-

-

-

-0,20

-0,30

-

-

10 J Anleihen

1,10

1,20

0,90

0,90

1,05

1,05

1,20

1,20

1,10

1,00

-

-

USD

JPY

117

117

99

99

99

99

115

115

119

119

111*

111*

3 Monatszins

2,9

3,1

3,55

3,05

-

-

-

-

3,40

3,25

-

-

10 J Anleihen

3,30

3,40

3,45

3,20

3,60

3,60

3,40

3,40

3,40

3,25

-

-

JPY

EUR

141

144

122

122

123,75

123,75

149,5

149,5

138

138

144,3*

144,3*

3 Monatszins

0,10

0,10

0,00

-0,1

-

-

-

-

0,00

0,00

-

-

10 J Anleihen

0,25

0,25

0,15

0,18

-

-

0,20

0,20

0,10

0,10

-

-

Fazit: Alles in allem gibt es einen Meinungskonsens eines mittelfristig schwächeren Dollar.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Danske Invest Denmark Focus A

Ausgeklügelte und erfolgreiche Anlagestrategie

Die Börse von Kopenhagen. Copyright: Pixabay
Aktien aus Dänemark sind attraktiv. Sie haben über lange Jahre sogar eine bessere Performance als der DAX erzielt. Anlegern, die auf diesen kleinen aber feinen Markt setzen wollen, können wir einen guten Fonds mit einer erfolgreichen Anlagestrategie vorstellen.
  • Fuchs plus
  • Chesapeake Energy meldet Konkurs an

Shale-Pionier in der Insolvenz

Die ersten Großpleiten sind da. Copyright: Pixabay
Der Chesapeake-Konzern, der die USA über die Thale-Technik zum größten Ölförderer der Welt gemacht hat, ist endgültig pleite. Aus und vorbei ist es damit aber noch keineswegs mit Chesapeake Energy. Und auch andere Großpleiten rücken in den Fokus.
  • Fuchs plus
  • Zeugnisverweigerung nicht nachträglich möglich

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Wer vor dem Finanzamt auspackt, kann das später nicht mehr zurücknehmen, wenn er zuvor über sein Auskunftsverweigerungsrecht belehrt wurde. Auch wenn dadurch der eigene Bruder heftig in die Bredouille gerät. Der BFH revidiert damit seine bisherige Rechtsprechung. Es fügt aber noch eine wichtige Bemerkung hinzu.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Preiswende am US-Unabhängigkeitstag

Lebendrind wieder stärker gefragt

Der Preis für Lebendrind stand in der Corona-Krise stark unter Druck. Inzwischen stabilisieren sich die Notierungen an der Börse wieder. Der bevorstehende US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli könnte nun sogar die Trendwende nach oben bringen.
  • Fokus Private Banking

Die Testprinzipien der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ

Ralf Vielhaber, Partner der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ, erläutert im Fokus Private Banking die Testprinzipien. © FUCHSBRIEFE erstellt mit Canva, Foto: Pixabay
Seit fast 20 Jahren fühlen Testkunden der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ Banken, Vermögensverwaltern und Family Offices in Sachen Private Banking auf den Zahn. Was sind die Prinzipien, nach denen die Prüfinstanz die Anbieter bewerten? Ralf Vielhaber, Partner der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ, beantwortet die Frage im Gespräch mit dem Wirtschaftsjournalisten Markus Hormann.
  • Fuchs plus
  • Wohnungseigentümer müssen ihren Schallschutz beachten

Fliesen statt Teppichboden: Anspruch auf Schallschutz bleibt unverändert

Zuhause ankommen und seine Ruhe haben. Das klappt nicht immer: Schritte in der darüber liegenden Wohnung sind deutlich zu hören, Wasser läuft in die Wanne, Kinder toben... Lärm ist einer der häufigsten Streitpunkte unter Nachbarn. Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) Grenzen beim Trittschallschutz gesetzt.
Zum Seitenanfang