Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1786
Einäugig unter Erblindenden

Der Dollar steht relativ gut da

Unter Blinden ist der Einäugige König. Auch wenn die USA durch das eine Auge derzeit schlecht sehen, drohen die Europäer wirtschaftlich vorübergehend wieder zu erblinden. Somit gilt für den Dollar: Alles ist relativ. usaAuch auf der Anleihenseite sollte man sich den Dollarraum zumindest ansehen.

In den USA hat man sich die Corona-Schrecken schon ein wenig gewöhnt. Daher schockt die 3. Welle dort weniger als in Europa die 2. Der Dollar hat seinen Zinsvorsprung zu Euro und Yen eingebüßt. Auf der fundamentalen Ebene gibt es keinen Vorteil mehr. Die Frage wird sein, welche Ausgabenpakete der künftige Präsident schnürt.  Die US-Inflationsrate bleib zuletzt (September) stabil. Sie zog auf Jahresicht um 1,4% an.

Wirtschaft widersteht der Corona-Lage

Die Industrie zeigt sich aber robust. Die Produktionstätigkeit zieht an. Die Gefühlslage (Sentiment-Index vor allem der  Philedelphia Fed) der befragten Manager stieg zuletzt um 17,3 Punkte auf 32,3, und die neuen Auftrags- und Versandindizes erreichten beide den zweithöchsten Stand seit Bestehen. Auch die Erwartungen sind bedingt positiv.

Während der Dollar damit den Euro aussticht, bleibt er zum Yen in der Balance (aktuell: 105 USD|JPY) –  mit leichten perspektivischen Vorteilen für den Yen.

Fazit: Bleiben die Amerikaner beim ungebremsten Geldausgeben – hier wird es wichtig sein, ob der Präsident das Unterhaus hinter sich oder gegen sich haben wird – dann dürften auch die US-Zinsen wieder etwas anziehen und den Dollar etwas stärken. Erst auf die längere Sicht (6-12 Monate) dürfte dann der Druck auf den Dollar zurück kehren.

Empfehlung: Trotz der gedrückten Leitzinsen rentieren Dollar-Staatsanleihen mit einem Zins um 0,70% deutlich besser als Bundesanleihen (-0,60%) und ähnlich wie italienische Anleihen. Auf Sicht von drei Monaten kann das zusammen mit einem leicht steigenden Dollar eine interessante Spekulation sein.

Meist gelesene Artikel
  • Über diese Aktien in Bitcoins und Ether investieren

Digitale Währungen

Revolution aus der Finanzmarkt-Garage: Paypal akzeptiert auch Bitcoin und Ether als Zahlungsmittel. Beide Coins sind seit der Ankündigung im Ausverkauf.
  • Fuchs plus
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Erneut große Demonstrationen in Frankreich

Macrons Stuhl wackelt

Von der Macron-Euphorie des Jahres 2017 ist nichts mehr übrig. Seine Autorität wird angegriffen. Frankreichs wirtschaftliche Lage ist trübe. Der Stuhl auf dem der Präsident sitzt wackelt. Wird er oben bleiben?
  • Fuchs plus
  • Gestaltung der Beschäftigung ist bei Crowdworking entscheidend

Crowdworking: Vorsicht vor der Sozialversicherungsfalle

Flexibilität beim Personaleinsatz ist für Firmen wichtig. Deshalb setzten sie bei einfachen Dienstleistungen auf Soloselbständige oder sogenannte Crowdworker. Wer diese Tätigkeiten anbietet um so beweglich beim Personaleinsatz zu sein, muss die Aufträge so abwickeln, dass daraus keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entssteht. Das ist ein schmaler Grat.
  • Non Profit im Plus: In die nachhaltige Wertschöpfungskette investieren

Umbrüche in den Bewertungsmaßstäben

Die Transformation von selbst Industrieunternehmen in Richtung Dienstleistungsökonomie bringt einen Umbruch in der Unternehmensanalyse. Multi-Stakeholder Ansätze sind aus traditioneller Sicht kontraproduktiv. Aber die volatilen, immateriellen Vermögenswerte, wie Kundentreue treiben die Börsenbewertungen in unvorstellbare Höhen. Das wievielfache des Durchschnittsgehalts darf der CEO verdienen? Soll man die Vorstandsvergütungen an solche Wertsteigerungen koppeln?
Zum Seitenanfang