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Konjunkturampel blinkt bald rot

Die Dollar-Stärke ist nur vorübergehend

US-Dollar Banknoten aus der Druckerpresse. © frender / stock.adobe.com
Wenn die Weltkonjunktur stottert, schichten Anleger gern in den (vermeintlich) sicheren US-Dollar um. Das ist auch aktuell der Fall. Zum Euro könnte er sogar wieder die Parität erreichen, wie Berechnungen zeigen. Wer abschätzen will, wie sich der Dollar in den kommenden Monaten entwickelt, braucht ein klares Konjunkturszenario - so wie FUCHS-Devisen.
Der US-Dollar profitiert derzeit davon, dass die Märkte realisieren, dass die Zinsen länger als erwartet oben bleiben werden. Weltweite Konjunktursorgen und steigende Ölpreise (die nicht steigen, weil die Wirtschaft viel nachfragt, sondern weil die Produzenten drosseln) zahlen ebenfalls auf den Greenback ein. Dass China (Evergrande) und Europa (Italien, Haushalt) zudem mit hausgemachten Problemen kämpfen, polstert den Dollar zusätzlich. Wir hatten diese Faktoren unterschätzt und lagen darum Anfang September mit unserer positiven Euro-Einschätzung daneben (FD vom 08.09.2023).

Die Unsicherheit der Anleger wird von der inversen Zinsstrukturkurve gespiegelt. So liegt die Anleiherendite für ein Jahr laufende US-Staatsanleihen bei 5,48%. Die Rendite für 10-jährige Papiere hingegen bei 4,66%. In der Vergangenheit war eine solche Zinsstruktur ein verlässlicher Indikator für eine anstehende Rezession.

Der Dollar im Aufwärtstrend

Der Dollar zeigt, dass die Märkte in den USA aber gerade die beste Anlageperspektive sehen. Obwohl es auch für die USA konjunkturell schlecht aussieht, fällt EUR|USD seit Mitte Juli kontinuierlich. Von 1,123 ging es auf derzeit 1,055. Bei weiter steigenden Anleiherenditen von US-Bonds mit 10-jähriger Laufzeit bis 5%, hat EUR|USD noch Potential bis 1,02. Das zeigt eine Simulation der ING.

Angesichts der auch in den USA heraufziehenden Rezession glauben wir nicht, dass EUR|USD so tief fallen wird. Zum Jahreswechsel wird sich unserer Einschätzung nach die US-Wirtschaft bereits anders präsentieren als derzeit. Die Ersparnisse dürften aufgebraucht sein, der Konsum schwächeln während die Staats- und Kreditkartenschulden weiter steigen. Das dürfte EUR|USD wieder nach oben schieben.

Kurzfristig pro Dollar, mittelfristig pro Euro

Wer auf EUR|USD spekulieren will, sollte zwischen den Zeithorizonten unterscheiden. Kurzfristig steht der Euro unter Druck. Es dürfte ihn in unserem Basisszenario in den kommenden Wochen Richtung 1,050 treiben. Mit einem Zertifikat können Anleger darauf spekulieren (ISIN: DE 000 VP6 LFK 7). 

Mittelfristig sehen wir hingegen eher den Euro in der Vorhand. Kurse um 1,10 sind zum Jahreswechsel realistisch. Auch auf dieses Szenario lässt sich mit entsprechenden Zertifikaten (z.B. ISIN: DE 000 VX3 LLN 6) spekulieren.

Fazit: Der Dollar ist vorübergehend stark. In den Wintermonaten dürfte es für EUR|USD wieder nach oben gehen.
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