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Auf lange Sicht keine Zinsänderungen in den USA

Die Fed geht in den Winterschlaf

Der Laden läuft! So könnte das Fazit eines zufriedenen US-Präsidenten mit der derzeitigen US-Wirtschaft lauten. Die Notenbank hat dadurch keinerlei Gründe etwas an ihrer Politik zu ändern. Weitere Dollar-Impulse bleiben vorerst aus.

Die US-Währungshüter sehen keine Gründe für weitere geldpolitische Schritte. Das FOMC der FED sieht die US-Wirtschaft auf einem zufriedenstellenden Wachstumspfad. Die aktuellen Daten stützen diese Sicht: Die Zahl der Jobs nahm zuletzt (November) mit einem Plus von 266.000 Stellen deutlich stärker zu als erwartet (Konsens 180.000). Hinzu kommt die Aufwärtsrevision der Oktober-Daten von 128.000 auf 156.000 Arbeitsplätze. Der Zuwachs der Löhne blieb mit rund 3% im Rahmen der Erwartungen.

Der robuste Arbeitsmarkt sollte die Konsumnachfrage gut abstützen. In diese Richtung zeigen auch die Konsumentenkredite per Oktober. Mit dem Zuwachs um 18,9 Mrd. Dollar übertrafen sie die Erwartungen deutlich (Konsens 15,58 Mrd. Dollar). Der Septemberwert von 9,6 Mrd. Dollar zeigt sich fast verdoppelt. Das hat allerdings auch saisonale Gründe (Thanksgiving und beginnendes Weihnachtsgeschäft).

Wieso etwas ändern, wenn es doch so gut läuft?

Somit ist die Frage von Zinsänderungen auf lange Sicht nicht akut. Sie kommt erst dann wieder auf die Tagesordnung, wenn sich an der Einschätzung der Lage samt den darauf gestützten Projektionen für Wachstum, Inflation und Beschäftigung etwas Nennenswertes ändert. Die Zinsprojektion wurde zum Ende des erfassten Zeitraums um 25 Basispunkte per Ende 2020 marginal zurückgenommen. Das fällt kaum ins Gewicht.

Der Dollar reagiert mit leicht nachgebenden Kursen. Denn mit dieser Ausrichtung der US-Geldpolitik sind Zinserhöhungen zunächst vom Tisch. Das soll auch gegenüber den im Untergrund rumorenden Krisenzeichen Beruhigung schaffen. Die notgedrungen neu gestartete quantitative Lockerung durch Ankäufe von T-Bills mit monatlich 60 Mrd. Dollar (fast das Dreifache der 20 Mrd. Euro/Monat der EZB) wird fortgesetzt.

Fazit: Die Lage ist für den Dollar derzeit günstig; allerdings sind auch kaum Faktoren erkennbar, von denen positive Überraschungen ausgehen könnten. Mehr als Stabilität ist derzeit nicht absehbar.

Empfehlung: Dollar-Positionen halten, nicht mehr ausbauen: Steady as she goes.

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