Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2324
Kostenintensiver Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft

Die Saudis brauchen Geld

Saudi-Arabien braucht neue Mittel, um den Staatshaushalt zu finanzieren. Copyright: Pixabay
Nur der Scheich ist wirklich reich. Das bleibt auch so. Aber dennoch hat Saudi-Arabien als Land inzwischen hohe Defizite. Die muss es mit Geld aus dem Ausland decken. Für Anleger ergeben sich hier Chancen.

Saudi-Arabien muss sich viel Geld leihen. Das Land befindet sich im Umbau. Die Ölförderung ist unverändert das Herzstück der Wirtschaft Saudi Arabiens. Und sie läuft derzeit nicht besonders gut. So steckt hinter der aktuellen IWF-Prognose von 1,9% Wachstum für das laufende Jahr ein Zuwachs im Nicht-Öl-Sektor von 2,9%. Das Ölgeschäft selbst legt nur um 0,7% zu.

Das provoziert starke soziale Spannungen. Rund 12,5% der einheimischen Arbeitskräfte sind ohne Job. Das damit vorhandene Konfliktpotenzial wird mithilfe hoher Transferleistungen des Staates begrenzt. Das wiederum belastet den Etat stark. Hinzu kommen die Investitionen in den Auf- und Ausbau des Nicht-Öl-Sektors der Wirtschaft.

Der Öl-Umsatz reicht nicht mehr aus

Folglich wachsen die staatlichen Defizite. Sie liegen mittlerweile bei Größenordnungen zwischen 6% und 9% vom BIP. Die Quote der Staatsschulden steigt gemäß IWF-Projektion für das kommende Jahr von 13,1% (2016) auf 24,7% vom BIP. Die Einnahmen aus dem Ölgeschäft reichen nicht mehr aus, um alle staatlichen Unternehmen und Leistungen zu finanzieren. Seit dem letzten Jahr wird daher eine Mehrwertsteuer erhoben.

Dieses staatliche Defizit wird allerdings per Saldo vom Inland finanziert. Der Überschuss der Leistungsbilanz erreichte im letzten Jahr 9% vom BIP und wird im laufenden Jahr gemäß IWF-Projektion auf immer noch stattliche 6,9% sinken. Saudische Adressen bleiben daher netto wichtige Finanziers auf den internationalen Anleihemärkten. Der saudische Staat muss wiederum große Mittel beschaffen, um die sozialen Probleme im Inland und den Ausbau der Nicht-Öl-Wirtschaft zu bewältigen.

Fazit: Dank der immer noch gewaltigen Ölreserven bleiben sowohl der Staat als auch die staatliche Ölgesellschaft Aramco attraktive Emittenten.

Empfehlung: Interessant ist etwa der bis April 2022 laufende auf US-Dollar lautende Aramco-Bond (XS 198 211 826 4) mit rund 2,6% Rendite bei einem Rating A+ (Fitch).

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • 6. Platz: Weberbank

Weberbank erneut vorn dabei

Erstellt mit Canva
Wer in seinem Leben Wert auf hohe Qualität legt, erwartet diese natürlich auch in der Zusammenarbeit mit seiner Bank. Dieser Anforderung will die Weberbank mit einem individuellen Beratungs- und Leistungspaket begegnen, das „höchsten Ansprüchen gerecht wird“. Ob das den Tatsachen entspricht, hat sich der Kunde, der für die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ vor Ort war, angesehen.
  • Fuchs plus
  • Arbeitsämter setzen auf digitalen Durchblick im Förderdschungel

Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur prüfen

Viele Unternehmen kennen die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur noch nicht. Jetzt können sie mit einem Online-Tool schnell prüfen, ob und was förderfähig ist.
  • Fuchs plus
  • Verteidigungsindustrie: Chancen für KMU durch resilientere Lieferketten

Verteidigungsindustrie braucht Zulieferer

Die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sucht dringend nach resilienteren Lieferketten und bietet Chancen für kleine Mittelständler. Trotz vorhandener Finanzmittel fehlt es bisher an Lieferanten. FUCHSBRIEFE zeigen Ihnen, wo Sie an Aufträge kommen könnten.
Zum Seitenanfang