Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1398
Widersprüchliche Signale aus dem Führungsgremium der Fed

Die US-Notenbank stochert im Nebel

Die Fed hat die Zinsen gesenkt. Copyright: Picture Alliance
Zins runter, Zins halten, Zins rauf. Das Führungsgremium der US-Notenbank weiß nicht, was zu tun ist. Die Unsicherheit ist so groß wie selten zuvor.

Der US-Zins ist zunehmend das Produkt eines (faulen) geldpolitischen Kompromisses. Das FOMC hat mit 7:3 Stimmen die nächste Zinssenkung beschlossen. Der US-Leitzins sinkt auf 1,75% bis 2% als Ziel für die FED-Funds. Der Blick auf die Prognosen („dots") zeigt das volle Ausmaß des Dissenses zwischen den Mitgliedern: Ein Drittel erwartet eine weitere Zinssenkung. Ein weiteres Drittel sieht keine Änderung. Und das verbleibende Drittel sieht die Zinssenkung als Fehler, der bis Jahresende durch eine Erhöhung korrigiert wird.

Die Währungshüter stochern mit der Stange im Nebel. Sie suchen einen gangbaren Weg, der sowohl den widersprüchlichen Konjunkturdaten als auch den politischen Risiken gerecht wird. Erkennbar sind die Beschäftigungsverluste durch den Exportrückgang im Gefolge der Handelskonflikte. Damit wächst das Handelsdefizit (statt zu sinken). Gleichzeitig haben als Nachklang der zuvor guten globalen Konjunktur die Einkommen aus dem Auslandsvermögen zugelegt. Das findet jedoch durch die von Trump angeheizten Konflikte ein Ende.

Die Schere geht auseinander

Das Defizit der Leistungsbilanz wird also wachsen. Denn dem schwachen Export steht wiederum eine robuste Inlandsnachfrage gegenüber. Die Umsätze der Einzelhändler legen weiter zu. Zuletzt stiegen sie um 0,4% (jeweils zum Vormonat) und damit stärker als erwartet (Konsens 0,2%). Auch die Industrieproduktion erholt sich mit einem Zuwachs von 0,6% nach -0,1% im Vormonat. Die Preise ziehen mittlerweile an. Die Kernrate entfernt sich mit 2,4% langsam nach oben hin vom Ziel.

Eine Lockerung lässt sich von einer robusten Konjunktur und anziehenden Preisen her schlecht begründen. Offenbar spielten der politische Druck und die nur noch beschränkte Autonomie der Notenbank eine Rolle.

Fazit: Kurzfristig wird der Dollar als sicherer Hafen im Kontext der geopolitischen Spannungen gestützt. Er bleibt aufgrund der Rendite-Vorteile attraktiv.

Empfehlung: Interessant zumindest als Beimischung im Bond-Portfolio ist etwa die brasilianische Dollar-Anleihe mit Laufzeit Januar 2021 (US 105 756 BS8 3), die rund 2,3% Rendite bietet.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • EuG: „Kommission hat einen offensichtlichen Fehler begangen“

Einstufung von Titanoxid als krebserregend ist falsch

Sitzung des EuGH © curia.europa.eu
Krebserregendes Titanoxid – mit dieser Einstufung versetzte die EU-Kommission 2019 zahlreiche Unternehmen, in denen der Stoff verwendet wird, in Aufruhr. Doch die Einschätzung der EU-Gesetzgeber beruht auf eindeutigen Beurteilungsfehlern, wie jetzt richterlich bestätigt wurde.
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kräftiger Preisrücksetzer überwunden

Bedarf an Autobatterien treibt die Nachfrage nach Nickel

Nickel ist für Autobatterien unverzichtbar. © Foto: © david hughes / Fotolia.com
E-Autos sind der Renner – zumindest solange der Staat sie kräftig subventioniert. Jeder dieser Wagen benötigt eine Batterie. Und so ist es kein Wunder, dass auch bestimmte Industriemetalle davon profitieren. Eines ist Nickel.
  • Fuchs plus
  • Südostasien mit Chancen

Thai Baht auf dem Sprung

Der Tourismus wird eine wichtige Rolle dafür spielen, dass sich der Thailändische Baht erholt.
Konjunkturaussicht und Inflation spielen dem Land in Südostasien in die Hände. Mit relativ niedirgen Zinsen könnte der Turnaround realtiv schneller gehen als in vielen anderen Ländern. Die Bewertung ist ebenfalls attraktiv und wartet mit hohen Dividenen auf.
  • Fuchs plus
  • Edelmetall schließt Bodenbildungsphase ab

Silber glänzt wieder

Bei Silber übersteigt derzeit die Nachfrage das Angebot. © Foto: Pixabay
Bei Edelmetallen lohnt es sich stets, neben der fundamentalen Lage – also dem Blick auf Angebot und Nachfrage – auch der technischen Situation Aufmerksamkeit zu widmen. Hier hat Silber gerade einen markanten Punkt erreicht.
Zum Seitenanfang