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Franken wertet ab

Vorsichtiger Zinsschritt der Schweizerischen Nationalbank

Aufgemalte Schweizer Flagge auf einer Mauer. © picture alliance / Zoonar
Die Inflationsrate unserer Schweizer Nachbarn ist vergleichsweise gering, dennoch erhöht die Notenbank die Zinsen. Sie will vermeiden, dass sich die Inflationsrate über 2% festsetzt. Der Franken wertet dennoch ab. Welche Anlagen davon profitieren, erklärt FUCHS-Devisen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat geliefert ohne zu überraschen. Die eidgenössischen Geldhüter erhöhten am Donnerstag (22.06.) ihren Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 1,75%. Das war so vom Markt erwartet worden. Die Spekulationen einiger Händler auf einen größeren Zinsschritt sind somit ins Leere gelaufen. Darum kletterte EUR|CHF direkt nach dem Zinsschritt um 0,3% nach oben.

Die Notenbank SNB hält sich weiterhin offen, ob sie die Zinsen noch ein weiteres Mal anhebt. Die Inflationsrate war allerdings zuletzt auf 2,2% gefallen und liegt damit nur knapp oberhalb des Zielbandes der Notenbank. Die Marktteilnehmer bereiten sich darum auf höchstens noch einen weiteren Zinsschritt vor. Einige Händler spekulieren auch, dass es gar keine weitere Zinsanhebung geben wird.

Schwacher Franken wirkt positiv für Exportwerte

Der Schweizer Franken dürfte darum im Jahresverlauf an Kraft verlieren. Das eröffnet Chancen bei den Aktien von Schweizer-Exportwerten. Die Ausfuhren waren zuletzt deutlich auf 23,8 Mrd. CHF (Mai: 19,9 Mrd. CHF) gestiegen. Unternehmen wie Novartis (ISIN: US 669 87V 109 8), Geberit (ISIN: CH 035 854 105 7) oder Logitech (ISIN. CH 002 575 132 9) dürften davon profitieren.

Fazit: Im sicheren Hafen Schweiz bieten Aktien derzeit eine lukrative Perspektive. Die Schwäche des Franken dürfte vorübergehend sein. Strategisch lohnt sich in dieser Phase der Kauf zur Diversifikation aus dem Euro heraus.
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