Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2761
Ex-Bundesbankpräsident weist Notenbanken Schuld zu

Axel Weber zur Finanzmarktkrise: Da kommt noch was nach

Euro auf hoher See in einem Rettungsring. © freie-kreation / stock.adobe.com
Für amtierende Bundesbankpräsidenten gilt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Für Ex-Bundesbankpräsidenten gilt das nicht. Axel Weber, zugleich Ex-Verwaltungsratspräsident der UBS, nahm sich am Dienstag beim CDU-Wirtschaftstag viele Freiheiten. Was er zur Notenbakpolitik zu sagen hatte, war bemerkenswert.

Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber wirft EZB und Fed schwere handwerkliche Fehler vor. Die Notenbanken trügen ein gerüttelt Maß Schuld an der hohen und andauernden Geldentwertung. Diese Ansicht – die FUCHS-DEVISEN teilen (Link) – vertrat Weber als Redner auf dem CDU-Wirtschaftstag. Das ist bemerkenswert. Denn Weber ist der ehemalige Bundesbankpräsident und Verwaltungsratspräsident (Aufsichtsratsvorsitzender) der schweizerischen Großbank UBS. 

Weber, habilitierter Volkswirt und ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Internationale Ökonomie an der Universität zu Köln ließ kaum ein gutes Haar an den Verantwortlichen in Fed und EZB. „Diese Inflation war für mich von der Höhe wie von der Schnelligkeit her ein klarer, absehbarer Fehler der Notenbanken. Die Notenbanken hatten die falsche Strategie, die falschen Prognosemodelle und waren getrieben vom Wunschdenken, dass die Inflationsrate nach drei Jahren wieder beim Zielwert von 2% sein wird.“ Das habe zu Handlungsverzögerungen geführt.

Zwölf Monate hinter der Kurve

Fed wie EZB hätten sich die Preisentwicklung nicht angeschaut, nur die Inflationsraten. Damit war man bereits 12 Monate „hinter der Kurve“. Dann habe es einige Monate gedauert, bis man sich einig war. 18 Monate waren rum. Und bis zur Umsetzung habe es dann noch mal gedauert.

Die Folge: Die schnellste Zinsnormalisierung mit den größten Zinsschritten, die man in der Nachkriegsgeschichte gesehen habe. Da müsse sich niemand wundern, wenn die Banken mit ihrem asset liabilty management (das Management der finanziellen Stabilität durch Kontrolle der eingegangenen Risikopositionen) nicht hinterhergekommen seien und diese neue Zinswelt in ihren Aktivitäten umsetzen konnten. Jetzt stünden wir erst am Rande von neuen Finanzmarktproblemen, so Weber. „Wir haben die ersten Vorläufer gesehen. Alles heute passiert schneller, passiert vehementer.“

Fazit: Eine neue Finanzmarktkrise hat gerade erst begonnen. Weber gibt zu Protokoll, dass die Notenbanken durch falsches Handeln zur schwelenden (in USA bereits akuten) Bankenkrise maßgeblich beigetragen haben. Das ist vor allem für die EZB ein Problem, die in institutioneller Union zugleich oberste Bankenaufseherin ist und vom Gärtner zum Bock wurde.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Partners VermögensManagement AG

Vorschlag der Partners wird als zu leicht befunden

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Partners VermögensManagement AG führt sich bei der Stiftung Fliege mit einem ungewöhnlich ausführlichen und persönlich gehaltenen Anschreiben ein, das ein echtes Interesse an dem Mandat erkennen lässt. Der Vermögensverwalter geht bereits hier auf das bestehende Portfolio und den Veränderungsbedarf ein, erläutert Erfahrungen bei Stiftungsmanagement und nachhaltiger Vermögensanlage und garantiert die geforderte Ausschüttung für den Stiftungszweck. Ein toller Auftakt, der auf mehr hoffen lässt
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ukraine attackiert russische Atomabwehr

Atomare Eskalation im Ukraine-Krieg

Der Ukraine-Krieg eskaliert weiter - jetzt auch offen atomar. Denn die Ukraine hat Radarsysteme angegriffen, die ausschließlich zur Selbstverteidigung Russlands gegen atomare Attacken dienen.
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Proud@work Classic

Stolze Mitarbeiter, bessere Performance

HANSAINVEST Fondswelt Header Bild © HANSAINVEST
Unternehmen, die Mitarbeiter haben, die stolz auf das Unternehmen sind, entwickeln sich oft besser als andere Firmen. Das zeigen unterschiedliche Studien und Kennzahlen. FUCHS-Kapital hat sich einen Fonds angesehen, der auf Basis dieser Überlegungen eine Überrendite erwirtschaften will.
  • Fuchs plus
  • Kopplungs-Preis: Preisangabe inklusive Versicherung irreführend

Preisangabe muss transparent sein

Größer werdende Geldstapel © jirsak / Stock.adobe.com
Ausgewiesene Preise müssen transparent und leicht verständlich sein. Darum müssen Händler bei Kopplungs-Angeboten aufpassen. Wer Preise inklusiver Extraleistungen anbietet, muss das so tun, dass es Kunden "auf den ersten Blick" verstehen, so ein Urteil gegen einen großen Einzelhändler.
Zum Seitenanfang