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Lagarde besteht geldpolitische Feuertaufe

Die EZB bewahrt kühlen Kopf

Die aktuelle EZB-Entscheidung vor dem Hintergrund der Corona-Krise war der erste Test für Christine Lagarde. Copyright: Picture Alliance
Die aktuelle EZB-Entscheidung war der erste Test für Christine Lagarde. Die neue EZB-Chefin musste in unübersichtlicher Lage und mit beschränkten Möglichkeiten agieren und hat dabei ein gutes Ergebnis erzielt. Die aktuellen Entscheidungen schaden dem Euro jedenfalls nicht.

Nimmt man die aktuellen EZB-Beschlüsse als ersten ernsthaften Test der Qualitäten Christine Lagardes als Notenbankchefin, dann kann man durchaus zufrieden sein. Sie hat in einer eher unübersichtlichen Lage mit sehr überschaubaren Reaktionsmöglichkeiten der EZB offenbar ohne großen Streit innerhalb des Rates für eine optimale Entscheidung gesorgt.

Dass eine weitere Zinssenkung wenig sinnvoll wäre, hatten wir schon letzte Woche hier begründet. Die EZB hat aber genauso der Versuchung widerstanden, die Regierungen wegen ihrer fiskalpolitischen Untätigkeit durch eine geldpolitische Verweigerungshaltung zu „bestrafen“. Stattdessen zielen die Beschlüsse auf den Kern des Problems: den drohenden Credit Crunch.

Die richtigen Anreize gesetzt

Mit dem erweiterten Volumen für die Langfrist-Repos (TLTRO) erhalten die Geschäftsbanken die richtigen Anreize. Die Maßnahme wird durch die Lockerung der Kapitalunterlegung noch unterstützt. Mit der Ausweitung des Anleihen-Ankaufsprogramms schaffen sich die Währungshüter die Möglichkeit, gezielt in den Anleihemarkt einzugreifen. Damit berücksichtigen sie eine zentrale Lehre aus der Lehman-Krise: Zinssenkungen um 25 oder 50 Basispunkte bleiben wirkungslos, wenn gleichzeitig die Risikoprämien für die mittleren Bonitäten (die meisten Unternehmen) in der Panik um 100 bis 150 Basispunkte steigen.

Nachdem die EZB so vorgelegt hat, fordert sie die nationalen Regierungen mit Recht auf, das Ihre zu tun. Momentan kann die EZB auch auf den stark gefallenen Ölpreis als Verbündeten rechnen. Zudem scheint die Corona-Epidemie die Regierungen dazu zu bewegen, die Wirtschaft mit fiskalischen Mittel zu stützen.

Zinserwartungen gedämpft

Unterm Strich werden so einige Erwartungen niedrigerer Zinsen gedämpft. Das stärkt den Euro ebenso wie die gestiegene Volatilität. Sie verteuert die Absicherung der Euro-Finanzierung von Anlagen in anderen Währung deutlich.

Fazit: Der Euro präsentiert sich aufgrund seines günstigen Risikoprofils stark. Er wird es auch so lange bleiben, wie die Unruhen auf den Märkten für hohe Volatilität sorgen.
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