Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2351
Zweifel an Durchhaltefähigkeit und -willen der EZB

Inflation: Zu früh gefreut?

Inflation im Anmarsch? Das Flossbach von Storch Research Institute prognostiziert eine markante Rückkehr der Inflation im Euroraum und identifiziert dabei vier Kernfaktoren. Wie könnten sich diese Entwicklungen konkret auswirken? Was bedeutet das für Anleihen, Festgelder und den Aktienmarkt? FUCHS-DEVISEN leitet die Handlungsempfehlungen ab.

Das Flossbach von Storch Research Institute sieht vier gewichtige Gründe, dass die Inflation im Euroraum – möglicherweise kräftig – zurückkehrt. Voran geht die Annahme, dass die EZB ihren derzeit noch restriktiven Kurs nicht durchhält. Das heißt: Neben den ab Sommer erwarteten Leitzinssenkungen, die die kurzfristigen Zinsen drücken, verlässt die EZB wieder den Pfad der quantitativen Straffung; sie kauft also wieder verstärkt Staatsanleihen auf und sorgt damit auch für niedrigere Zinsen am langen Ende.

Im Zentrum dieser Erwartungen sieht der Autor Gunther Schnabl die Krise am Bau und Immobilienmarkt. Sie könnte über den anhaltenden Wertverfall der Immobilien als Sicherheiten für Bankkredite den europäischen Bankensektor erneut destabilisieren. In vielen Ländern, insbesondere Deutschland, werden Immobilien- und Bauinvestitionen über langlaufende Kredite getätigt.

Wachstum künstlich angefacht

Im Fall einer erneuten Lockerung der geldpolitischen Bremse würde die EZB die Kreditnachfrage der Unternehmen wieder ankurbeln. Das führt zwar auf lange Sicht zu nachlassender Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt, die ja jetzt schon Europas Unternehmen zu schaffen macht.

Andererseits kurbelt die EZB damit kurzfristig das Wirtschaftswachstum an. Der Immobilienmarkt und der Bausektor kämen – auch vor dem Hintergrund einer erkennbaren Distanzierung der Politik von allzu harten CO2-Einsparvorgaben – wieder ans Laufen. Zugleich würden die Eurostaaten über zusätzliches Ausgabenpotential verfügen.

Fazit: Der Preis dieser Politik wären dauerhaft höhere Inflationsraten im Euroraum und der stille Abschied vom 2%-Ziel bei den Preissteigerungsraten. Zugleich gehen wir damit den japanischen Weg einer lang anhaltenden Phase wirtschaftlichen Siechtums.

Empfehlung: Wer dem Gedankengang folgt, sollte für Anleihen und Festgelder die derzeit noch attraktiven Zinsen und Kupons ausnutzen und längere Laufzeiten wählen. Zugleich wird der Optimismus am Aktienmarkt einen neuen Impuls erhalten.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 48: Performance, Gewinner und Verlierer

FV Frankfurter Vermögen und INVIOS vorne

Erstellt mir Canva
In KW 49 rutschen viele Teilnehmer von Projekt 8 ins Minus. Das Benchmarkdepot (ID 609) verliert 1.777,65 Euro und sein Maximal‑Drawdown steigt auf 0,7634 Prozent (0,7634 %). Gleichzeitig setzen FV Frankfurter Vermögen und INVIOS positive Akzente; CSR Beratungsgesellschaft und Steiermärkische Sparkasse fallen klar zurück. Handelsaktivitäten gab es in Projekt 8 keine.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Benchmarkdepot bleibt Maßstab

FV Frankfurter Vermögen und Fürst Fugger vorn

Erstellt mit Canva
In KW 49 legt das Benchmarkdepot um 1.795,03 Euro zu. Fünf Häuser schlagen die Referenz, angeführt von FV Frankfurter Vermögen AG und Fürst Fugger Privatbank AG. Am Ende der Skala: DGK & Co. und Bankhaus Carl Spängler & Co. AG. Parallel sinkt der Benchmark‑Drawdown auf 0,614 Prozent. In Projekt 7 (Private Banking Depot) wurden drei Transaktionen getätigt – die Benchmark handelte nicht.
  • Fuchs plus
  • Strategisch statt spekulativ: Die Weberbank inszeniert eine Reise zur Vermögenssicherheit

Die Tauchreise zur Strategie

Erstellt mit Canva
Die Weberbank präsentiert ihren Anlagevorschlag als persönliche Reise vom Glück zur Strategie. Drei Vertreter des Hauses greifen die Lebenssituation des Kunden auf, inszenieren eine klare Story – und stoßen auf Lob und Widerspruch. Der Auftritt überzeugt durch Nähe, verliert jedoch am Ende durch Floskeln und Rollenkonflikte.
Zum Seitenanfang