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Kritische Termine voraus

Heißer Herbst für Unternehmer und Anleger

Der internationale Terminkalender für die kommenden Monate verspricht viel Bewegung auf den Märkten. Möglicherweise kommt es zeitweise zu heftigen Turbulenzen. Denn nicht alle anstehenden Entscheidungen sind vorhersehbar.

Unternehmer und Anleger müssen sich auf heiße Herbstmonate einrichten. Nicht nur wegen der rückläufigen Konjunktur und akuten Rezessionsgefahr. Etliche politische Termine stehen an, die für Turbulenzen sorgen können.

Übernächstes Wochenende (22.-24.8.) findet das traditionelle Notenbankertreffen in Jackson Hole statt. Dort werden Powell, Draghi und Co. darüber beraten, wie sie eine Rezession in Europa und den USA vermeiden können. Das Problem: Der Pulverturm der EZB ist leer, die Möglichkeiten der Fed sind ebenfalls begrenzt.

Strafzölle in China, Wahl-Strafe in Brandenburg

Am 1. September könnten neue Strafzölle gegen China in Kraft treten. Am gleichen Tag finden die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen statt. Sie könnten bei deutlichen Wahlsiegen der AfD und einem richtig miesen Abschneiden der SPD zum Platzen der GroKo im Bund führen. Die Folgen würden auch Europa erschüttern, denn im nächsten Sommer übernimmt Deutschland die Ratspräsidentschaft und braucht bis dahin (wieder) eine stabile Regierung (FB vom 11.7.2019).

Kaum eine Woche später endet das US-Ultimatum an Mexiko wegen der unkontrollierten Einwanderung. US-Präsident Donald Trump hat mit der Grenzschließung gedroht.

Geldpolitik, Brexit und noch eine Landtagswahl

Kurz darauf, am 12.9., trifft sich die EZB zur monatlichen Beratung. Der EZB-Rat wird sich dann mit den Überlegungen von Jackson Hole auseinandersetzen. Fünf Tage später ist die Fed an der Reihe.

Ende Oktober (27.10.) wählt dann Thüringen einen neuen Landtag. Auch hier hat die AfD einen Lauf. Ende Oktober könnte der Austritt Großbritanniens aus der EU ohne einen Vertrag (hard Brexit) erfolgen.

Neuer Kapitän in Brüssel gibt den Kurs vor

Am 1.11. übernimmt dann Ursula von der Leyen als neue Brüsseler Kommissionspräsidenten die Amtsgeschäfte von Jean-Claude Juncker. Sie geht wegen ihrer umstrittenen und sehr knappen Wahl bereits mit einem Malus ins Rennen. Kaum im Amt muss sich die Kommission dann am 13.11. mit Donald Trumps Entscheid zu Automobilstrafzöllen befassen. Und dann wechselt auch noch die EZB ihren Chef aus: Draghi geht, Lagarde kommt. Der gelernte Wirtschaftswissenschaftler (und Keynesianist) wird durch eine gelernte Juristin ersetzt.

Fazit:

Im Herbst wird es trotz zeitweise möglicher Turbulenzen besonders wichtig sein, Unternehmen und Portfolios mit ruhiger Hand, ausgerichtet an der eigenen Strategie, zu führen. Wappnen Sie sich dafür.

 

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