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Wirtschaftsforschungsinstitute relativieren Sorgen

Gas-Notstand unwahrscheinlich

Erdgasverdichterstation in Brandenburg. © Patrick Pleul / dpa-Zentralbild / dpa / picture alliance
Seit Wochen treibt eine Frage die Deutschen um: Kommt es zum Gas-Notstand inklusive Kälte-Winter und Wirtschaftseinbruch? FUCHSBRIEFE haben dazu schon früh eine Analyse geliefert und vorsichtig Entwarnung gegeben. Neue Berechnungen führender Wirtschaftsforschungsinstitute bestätigen das Szenario jetzt.
Auch mit dem nun auf 20% verringerten Gas-Liefervolumen durch die Pipeline Nordstream 1 ist ein Gas-Notstand in Deutschland nicht sehr wahrscheinlich. Das gilt mit Blick auf dieses und auf nächstes Jahr. Zu dieser Einschätzung kommen die Wirtschaftsforschungsinstitute IWH Halle, RWI Essen, IfW Kiel und Ifo München in einer aktualisierten Analyse. FUCHSBRIEFE hatten Sie schon frühzeitig auf die Berechnungen der Institute hingewiesen (FB vom 07.07.2022). Damals waren die Forscher noch von einem Lieferumfang von 40% des Maximalvolumens ausgegangen. Auch wenn das Liefervolumen durch Nordstream 1 nun dauerhaft bei niedrigen 20% bleibt, kommt es nach den aktualisierten Berechnungen aber nicht zu einem Gasmangel in Deutschland. „Wenn unsere Annahmen eintreten, würde das Gas sowohl in diesem als auch im nächsten Winter reichen“, so IWH-Ökonom Christoph Schult.
Fazit: Auch wenn weiterhin eine Versorgungsunsicherheit besteht, wird ein Gas-Notstand in diesem Winter angesichts der anhaltenden Lieferungen aus Russland für unwahrscheinlich gehalten.
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