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Warum sich Protektionismus nicht mehr erfolgreich umsetzen lässt

Trumps Fehlkalkulation

Vielleicht meint es US-Präsident Donald Trump sogar gut, wenn er auf Protektionismus setzt, um Arbeitsplätze im Inland zu erhalten. Nur ist gut gemeint nicht gleich gut. Er erreicht das Gegenteil von dem, was er beabsichtigt.

Nur Dummheit kennt auch künftig keine Grenzen ... Donald Trump ärgert sich über „zu viele" deutsche Autos auf den Straßen New Yorks. Er meint Audi, BMW, Daimler und VW. Trump gibt sich so naiv, das Logo auf der Kühlerhaube für bare Münze zu nehmen. Was außer dem Logo ist noch „deutsch" an einem Auto, dass in den USA montiert wird aus Komponenten, die aus aller Welt ans Fließband in Chattanooga (VW), Spartanburg (BMW) oder Tuscaloosa (Daimler) geliefert werden? Tatsächlich sind hier die erfolgreichsten Auto-Exporteure der USA am Werk. Sie polieren die US-Handelsbilanz auf.

Die internationale Verflechtung der Produktion ist für erfolgreichen Protektionismus schon zu weit fortgeschritten. Die Voraussetzung fehlt: nationale Produkte. Nationale Volkswirtschaften konkurrieren nur noch um Anteile an den grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten. Die sind nur dann erfolgreich, wenn sie nicht an nationalen Grenzen blockiert werden. Wer sich dem Spiel entzieht, schadet allen, zuvorderst sich selbst. Er wird in der Folge durch Produktionsverlagerungen umgangen, wie Großbritannien gerade durch den Rückzug von Nissan und Honda erfährt.

Fazit: Der Protektionismus scheitert daran, dass nationale Grenzen die Spezialisierung und damit die nationale Wettbewerbsfähigkeit begrenzen. Das werden die USA und UK noch lernen, Pfund und Dollar werden das mit ausbaden müssen.

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