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Börseneinschätzung vom 23. Januar 2020

Korrektur-Potenzial wird ausgelotet

Je höher man klettert, desto dünner wird die Luft. Diese alte Bergweisheit trifft auch auf die Börsen zu. Der DAX hat jüngst ein neues Allzeithoch erreicht. Die Gefahr einer größeren Korrektur ist zum greifen nahe. Anleger sollten vorsichtig sein mit Investments. Eine andere chancenreichere Möglichkeit ist das Bespielen von Spezialthemen. Doch chancenreicher meint an den Börsen auch immer mehr Risiko.

Der DAX markiert bei 13.640 Punkten ein neues Allzeithoch – und macht prompt kehrt. Die Sorgen vor der neuen Lungenkrankheit in China und viel mehr noch vor einer Eskalation eines Handelsstreits zwischen den USA und Europa bremst den DAX sofort wieder aus.

Auch in den USA atmen die Aktienmärkte einmal kurz durch. Bislang haben sie ihre Klettertour aber nur kurzzeitig unterbrochen. Der Aufwärtstrend ist weiter intakt. Aber es ist schon auffällig, dass insbesondere Anstiege im Nasdaq 100 (+20% seit Oktober) und im S&P 500 immer steiler werden. Beide Indizes haben sich auch deutlich von der langfristigen Trendline entfernt.

Die 200-Tagelinie als Indikator nutzen

Wer wie wir an die 200-Tagelinie als Indikator für den Börsentrend glaubt, wird auf dem aktuellen Niveau nur noch ausgewählte Aktien kaufen. Denn eine technische Korrektur ist eigentlich überfällig. Zumindest haben die Kurse rein technisch betrachtet nur noch begrenztes Potenzial nach oben. Das entsteht erst wieder, wenn die 200-Tagelinie wieder von unten an die aktuellen Notierungen herangelaufen ist. Im Dow verläuft diese Unterstützung aktuell bei etwa 28.200 Punkten, im S&P 500 bei 3.212 Zählern. Der langfristige Aufwärtstrend im DAX verläuft etwa bei 12.555 Punkten.

Die Märkte haben also einiges an Korrektur-Potenzial. Angesichts der nach unten getaxten Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2020 halten wir es für wahrscheinlich, dass dieses Potenzial an den Aktienbörsen nun einmal ausgetestet wird. Der aktuelle CEO-Survey zeigt an, dass ein Großteil (53%) der 1.581 befragten CEOs global tätiger Unternehmen mit einer konjunkturellen Verlangsamung rechnen. Die Stimmung der befragten Top-Manager ist damit so schlecht, wie seit 2009 nicht mehr. Die Umfrage wird inzwischen zum 23. Mal durchgeführt und hat sich in der Vergangenheit als recht verlässlicher Konjunkturindikator erwiesen. Erneut untermauert wird der maue Ausblick durch den Ölpreis, der weiter nachgibt.

Spezialthema Wasserstoff – schon überhyped?

Ein Hype-Thema sind aktuell Wasserstoff-Aktien. Etliche Titel der Branchen stiegen in den vergangenen Wochen sehr steil an. Kurstreiber ist das weltweite Fokussieren auf eine möglichst CO2-freie Wirtschaft. Auch das Umsteuern der institutionellen Anleger und der politische Druck in Richtung Nachhaltigkeit (Stichwort „Green Deal") schieben das Thema an.

Wir haben diesen Sektor schon vor drei Jahren in den Fokus genommen und Ihnen aussichtsreiche Titel vorgestellt. Angesichts des aktuellen Booms widmen wir uns heute wieder dem Sektor. Langfristig wird Wasserstoff eine größere Bedeutung im Mobilitäts-, Wärme-, Kälte- und Strommarkt erlangen. Einige Aktien könnten sich binnen einer Dekade so entwickeln wie Amazon, Google oder Netflix. Kurzfristig allerdings ist der Hype übertrieben. Investments sind daher gut abzuwägen. Mit unserem aktuellen Schwerpunkt wollen wir dabei helfen.

Fazit: Die Aufwärtstrends sind intakt. Die Luft an den neuen Hochs wird aber so dünn wie auf dem K2 in über 8.000 Metern Höhe. Ein technischer Kursrückgang in Richtung der langfristigen Aufwärtstrends wird wahrscheinlicher und ist eine willkommene Gelegenheit, neue Aktienpositionen aufzubauen.

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