Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1662
Produktcheck

Smart & Fair-Fonds

Konservative Anleger, also solche, die vordergründig auf Stabilität und Sicherheit setzen, sollten ihren Blick auf den Smart & Fair-Fonds der Wettlauffer Wirtschaftsberatung GmbH richten. Schlaflose Nächte sollten bei diesem Fonds eher die Ausnahme sein.

Hin und her macht Taschen leer. Das Bonmot bedeutet: Wer sein Portfolio zu häufig umschichtet, riskiert Performance zu verpassen (Gewinner werden oft zu früh verkauft). Darüber hinaus wird das Anlageergebnis von höheren Handelsgebühren geschmälert.

Viele aktive Anleger versuchen die Gebühren und Transaktionskosten mit günstigen börsengehandelten Indexfonds (ETFs) im Griff zu behalten. Die bilden einen bestimmten Börsenindex oder einen Branchenkorb nahezu 1:1 nach und sind daher sehr günstig. Reine ETF-Portfolios haben aber auch einige Nachteile. Einerseits ist ein ETF-Anleger in jeder Börsenphase voll investiert – auch bei Korrekturen bleibt die Investitionsquote unverändert hoch. Zudem investieren ETFs indexgewichtet, sie halten also per Definition eine Übergewichtung der größten Werte des abgebildeten Index.

Die Wettlauffer Wirtschaftsberatung GmbH hat nun eine interessante Anlagelösung entwickelt. Die soll die Kostenvorteile passiver Fonds mit der Flexibilität der aktiven Vermögensverwaltung kombinieren. Mit dem Smart & Fair-Fonds werden vor allem konservative Privatinvestoren sowie kirchliche Anleger und Stiftungen angesprochen.

Sicherheit durch breite Diversifikation

Ziel der Fondsmanager ist es, Anlegern ein besonders gut diversifiziertes und chanchenreiches Portfolio anzubieten. Dafür investiert der Smart & Fair-Fonds rund 30% in nachhaltige Aktien und etwa 70% in nachhaltige auf Euro lautende Anleihen. Um das Risiko klein zu halten, wird nicht in Modethemen investiert, sondern nur in vergleichsweise schwankungsarme Aktien (Low-Risk). Diese Dividendentitel bieten gerade konservativen Anlegern ein interessantes Chance-Risiko-Profil. In Marktphasen mit steigenden Kursen lassen sich Renditen auf Marktniveau erwirtschaften. In Phasen fallender Börsenkurse zeichnen sich diese Aktien durch geringere Kursschwankungen gegenüber dem Gesamtmarkt aus.

Die Fondsmanager investieren in eine breite Mischung aus Large-, Mid- und Small-Caps. Dabei diversifizieren sie über verschiedene Länder und Währungen sowie in möglichst unterschiedlichen Branchen. Die zehn größten Einzelaktien bilden gerade einmal 6,5% des Fondsportfolios ab. Bei der Anleihekomponente setzten die Fondsmanger ebenfalls auf einen breiten Mix aus erstklassigen Anleihen und ausgewählten Hochzinspapieren. Die Anleihen verfügen über eine durchschnittliche Restlaufzeit von 5 bis 6 Jahren und weisen ein durchschnittliches Rating von BBB+ (Investment Grade) auf.

Nachhaltigkeit und Ethik bekommt besonderen Fokus

Für Stiftungen und kirchliche Träger ist das konsequente Nachhaltigkeitskonzept des Fonds interessant. Gemäß der Nachhaltigkeitsanalyse MSCI ESG Research verfolgen die Fondsmanger einen strengen Best-in-Class-Ansatz. Investments in besonders kritische Branchen oder Länder (Waffen, Atomenergie, Glücksspiel etc.) werden ausgeschlossen.

Breite Diversifikation, Low-Risk-Aktien, nachhaltiger Anlageansatz – und das alles zu einem günstigen Preis. Die Anlagestrategen des Smart & Fair-Fonds verzichten komplett auf teure Vertriebsgebühren (Ausgabeaufschläge) oder Gewinnbeteiligungen und peilen zudem eine ETF-ähnliche Gesamtkostenquote an. Statt eines Ausgabeaufschlags von bei Mischfonds üblichen 3% wird bei Kauf und Verkauf der Fondsanteile des Smart & Fair-Fonds eine „Anti-Verwässerungsgebühr zu Gunsten des Fondsvermögens" in Höhe von jeweils 0,15% berechnet. Diese Gebühr soll die im Fonds anfallenden Transaktionskosten decken, die durch Fondszeichnung und -rückgabe entstehen und die Fondsanleger vor den negativen Performanceauswirkungen nachfolgender Mittelzu- und Abflüsse schützen. Daneben kalkulieren die Fondsmanager mit laufenden jährlichen Gesamtkosten (TER) in Höhe von 0,60%. Der Smart & Fair-Fonds kann börsentäglich direkt über die KVG gehandelt werden. Ein Börsenlisting ist derzeit nicht vorgesehen.

ka171207_5

i

Smart & Fair-Fonds

 

Auflagedatum: 07.03.2018

Stärken-Schwächen-Profil

  • + anlegerfreundliche Kostenstruktur

FUCHS-Bewertung AAAAA

Bewertungsfazit: Der Smart & Fair-Fonds begeistert vor allem durch seine sehr anlegerfreundliche Kostenstruktur. Auf teure Ausgabeaufschläge oder Performancegebühren wird hier verzichtet, die geplanten laufenden Kosten liegen ebenfalls deutlich unter denen vergleichbarer Produkte. Die extrem breite Streuung zielt klar auf Risikominimierung. Wie sich der Investmentansatz in der Praxis schlägt, muss der Fonds jedoch erst noch unter Beweis stellen. Die bisherige Fondshistorie ist für eine Beurteilung der Anlagestrategie noch zu kurz.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 19,5 Mio. Euro

  • + extrem große Diversifizierung des Portfolios betont die Sicherheitskomponente des Fonds

Börsenhandel: nein

  • + Konzentration auf schwankungsarme Low-Risk-Aktien - soll Verluste in Baisse-Phase abmildern

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • + regelmäßige Mittelrückflüsse durch Ausschüttung von Zins- und Dividendenanteilen

Anlagestrategie: Mischfonds mit 30 % Low-Risk-Aktien, 70 Prozent Renten – extrem breit diversifiziert

  • - breite Streuung minimiert Risiko, lässt „Renditebäume“ aber nicht in den Himmel wachsen

Gesamtkostenquote (TER): 0,60 % p.a. - geschätzt

  • - kurze Fondshistorie lässt noch kein Urteil über Performance-Risiko-Profil zu

Fazit: Der Smart & Fair-Fonds eignet sich für konservative und langfristig orientierte Anleger, die die Chancen an den Aktienmärkten nutzen möchten, gleichzeitig aber großen Wert auf Stabilität und Sicherheit legen. Da Zins- und Dividendenanteile ausgeschüttet werden, eignet sich der Fonds für Investoren, die regelmäßige Mittelrückflüsse aus ihren Investments erwarten (z.B. Stiftungen).

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Open Data-Strategie ist Rohrkrepierer

Ohne Daten kein Geschäft

Open Data-Strategie ist Rohrkrepierer. Copyright: Pexels
Die Bundesregierung hat ihre Open-Data-Strategie vorgestellt. Sie sieht darin einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Innovationskraft Deutschlands. Das Ziel ist, Daten von staatlichen Behörden und Instituten nutzbar zu machen. Die sollen Unternehmen dann kommerziell verwerten können. Was ist von der Strategie zu erwarten?
  • Fuchs plus
  • Entscheidend ist, wie viele Mitarbeiter feiern

Lohnsteuerfreiheit hängt von Beteiligung ab

Entscheidend ist, wie viele Mitarbeiter feiern. Copyright: Pexels
Allmählich kehren immer mehr Mitarbeiter in die Fabrikhallen und Büros zurück. So mancher Arbeitgeber plant auch wieder größere Veranstaltungen (z. B. Weihnachtsfeiern). Dazu sollten Unternehmer ein aktuelles Lohnsteuer-Urteil des BFH kennen, damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer steuerlichen Ärger nach einer Veranstaltung vermeiden können.
  • Fuchs plus
  • Anzeichen steigender Inflation in Japan

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch. Copyright: Pexels
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus Japan. Nach Wochen mit eher durchgängig trüben Nachrichten aus dem Land der aufgehenden Sonne überzeugen die jüngsten Handelsdaten. Das schickte den Yen direkt auf ein frisches 7-Wochen-Hoch.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Steuervorteil nur in Reinform

Gemischte Immobilien-Nutzung ist steuer-schädlich

Gemischte Immobilien-Nutzung ist steuer-schädlich. Copyright: Pexels
Gewerbliche Grundstücksunternehmen haben einen Vorteil bei der Gewerbesteuer. Tricky wird es aber, wenn die Immobilien gemischt sind, also eine Kombination aus Gewerbe- und Wohnimmobilien sind. Dazu hat der Bundesfinanzhof gerade ein Urteil gefällt.
  • Fuchs plus
  • Anzeichen steigender Inflation in Japan

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch

Der Yen erreicht ein 7-Wochen-Hoch. Copyright: Pexels
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus Japan. Nach Wochen mit eher durchgängig trüben Nachrichten aus dem Land der aufgehenden Sonne überzeugen die jüngsten Handelsdaten. Das schickte den Yen direkt auf ein frisches 7-Wochen-Hoch.
  • Fuchs plus
  • USA werden zum Kapitalmagneten

Chancen im Cable

USA werden zum Kapitalmagneten. Copyright: Pexels
Die US-Konjunktur läuft und schiebt den Dollar an. Dahinter stehen vor allem zunehmende Spekulationen, dass die Fed sich doch eher als offiziell angedeutet wird bewegen müssen. Daraus ergeben sich Chancen im Cable und in einer weiteren kleinen Währung.
Zum Seitenanfang