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Smart & Fair-Fonds

Konservative Anleger, also solche, die vordergründig auf Stabilität und Sicherheit setzen, sollten ihren Blick auf den Smart & Fair-Fonds der Wettlauffer Wirtschaftsberatung GmbH richten. Schlaflose Nächte sollten bei diesem Fonds eher die Ausnahme sein.

Hin und her macht Taschen leer. Das Bonmot bedeutet: Wer sein Portfolio zu häufig umschichtet, riskiert Performance zu verpassen (Gewinner werden oft zu früh verkauft). Darüber hinaus wird das Anlageergebnis von höheren Handelsgebühren geschmälert.

Viele aktive Anleger versuchen die Gebühren und Transaktionskosten mit günstigen börsengehandelten Indexfonds (ETFs) im Griff zu behalten. Die bilden einen bestimmten Börsenindex oder einen Branchenkorb nahezu 1:1 nach und sind daher sehr günstig. Reine ETF-Portfolios haben aber auch einige Nachteile. Einerseits ist ein ETF-Anleger in jeder Börsenphase voll investiert – auch bei Korrekturen bleibt die Investitionsquote unverändert hoch. Zudem investieren ETFs indexgewichtet, sie halten also per Definition eine Übergewichtung der größten Werte des abgebildeten Index.

Die Wettlauffer Wirtschaftsberatung GmbH hat nun eine interessante Anlagelösung entwickelt. Die soll die Kostenvorteile passiver Fonds mit der Flexibilität der aktiven Vermögensverwaltung kombinieren. Mit dem Smart & Fair-Fonds werden vor allem konservative Privatinvestoren sowie kirchliche Anleger und Stiftungen angesprochen.

Sicherheit durch breite Diversifikation

Ziel der Fondsmanager ist es, Anlegern ein besonders gut diversifiziertes und chanchenreiches Portfolio anzubieten. Dafür investiert der Smart & Fair-Fonds rund 30% in nachhaltige Aktien und etwa 70% in nachhaltige auf Euro lautende Anleihen. Um das Risiko klein zu halten, wird nicht in Modethemen investiert, sondern nur in vergleichsweise schwankungsarme Aktien (Low-Risk). Diese Dividendentitel bieten gerade konservativen Anlegern ein interessantes Chance-Risiko-Profil. In Marktphasen mit steigenden Kursen lassen sich Renditen auf Marktniveau erwirtschaften. In Phasen fallender Börsenkurse zeichnen sich diese Aktien durch geringere Kursschwankungen gegenüber dem Gesamtmarkt aus.

Die Fondsmanager investieren in eine breite Mischung aus Large-, Mid- und Small-Caps. Dabei diversifizieren sie über verschiedene Länder und Währungen sowie in möglichst unterschiedlichen Branchen. Die zehn größten Einzelaktien bilden gerade einmal 6,5% des Fondsportfolios ab. Bei der Anleihekomponente setzten die Fondsmanger ebenfalls auf einen breiten Mix aus erstklassigen Anleihen und ausgewählten Hochzinspapieren. Die Anleihen verfügen über eine durchschnittliche Restlaufzeit von 5 bis 6 Jahren und weisen ein durchschnittliches Rating von BBB+ (Investment Grade) auf.

Nachhaltigkeit und Ethik bekommt besonderen Fokus

Für Stiftungen und kirchliche Träger ist das konsequente Nachhaltigkeitskonzept des Fonds interessant. Gemäß der Nachhaltigkeitsanalyse MSCI ESG Research verfolgen die Fondsmanger einen strengen Best-in-Class-Ansatz. Investments in besonders kritische Branchen oder Länder (Waffen, Atomenergie, Glücksspiel etc.) werden ausgeschlossen.

Breite Diversifikation, Low-Risk-Aktien, nachhaltiger Anlageansatz – und das alles zu einem günstigen Preis. Die Anlagestrategen des Smart & Fair-Fonds verzichten komplett auf teure Vertriebsgebühren (Ausgabeaufschläge) oder Gewinnbeteiligungen und peilen zudem eine ETF-ähnliche Gesamtkostenquote an. Statt eines Ausgabeaufschlags von bei Mischfonds üblichen 3% wird bei Kauf und Verkauf der Fondsanteile des Smart & Fair-Fonds eine „Anti-Verwässerungsgebühr zu Gunsten des Fondsvermögens" in Höhe von jeweils 0,15% berechnet. Diese Gebühr soll die im Fonds anfallenden Transaktionskosten decken, die durch Fondszeichnung und -rückgabe entstehen und die Fondsanleger vor den negativen Performanceauswirkungen nachfolgender Mittelzu- und Abflüsse schützen. Daneben kalkulieren die Fondsmanager mit laufenden jährlichen Gesamtkosten (TER) in Höhe von 0,60%. Der Smart & Fair-Fonds kann börsentäglich direkt über die KVG gehandelt werden. Ein Börsenlisting ist derzeit nicht vorgesehen.

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Smart & Fair-Fonds

 

Auflagedatum: 07.03.2018

Stärken-Schwächen-Profil

  • + anlegerfreundliche Kostenstruktur

FUCHS-Bewertung AAAAA

Bewertungsfazit: Der Smart & Fair-Fonds begeistert vor allem durch seine sehr anlegerfreundliche Kostenstruktur. Auf teure Ausgabeaufschläge oder Performancegebühren wird hier verzichtet, die geplanten laufenden Kosten liegen ebenfalls deutlich unter denen vergleichbarer Produkte. Die extrem breite Streuung zielt klar auf Risikominimierung. Wie sich der Investmentansatz in der Praxis schlägt, muss der Fonds jedoch erst noch unter Beweis stellen. Die bisherige Fondshistorie ist für eine Beurteilung der Anlagestrategie noch zu kurz.

Produktcharakteristika

Fondsvolumen: 19,5 Mio. Euro

  • + extrem große Diversifizierung des Portfolios betont die Sicherheitskomponente des Fonds

Börsenhandel: nein

  • + Konzentration auf schwankungsarme Low-Risk-Aktien - soll Verluste in Baisse-Phase abmildern

Ausschüttungsart: ausschüttend

  • + regelmäßige Mittelrückflüsse durch Ausschüttung von Zins- und Dividendenanteilen

Anlagestrategie: Mischfonds mit 30 % Low-Risk-Aktien, 70 Prozent Renten – extrem breit diversifiziert

  • - breite Streuung minimiert Risiko, lässt „Renditebäume“ aber nicht in den Himmel wachsen

Gesamtkostenquote (TER): 0,60 % p.a. - geschätzt

  • - kurze Fondshistorie lässt noch kein Urteil über Performance-Risiko-Profil zu

Fazit: Der Smart & Fair-Fonds eignet sich für konservative und langfristig orientierte Anleger, die die Chancen an den Aktienmärkten nutzen möchten, gleichzeitig aber großen Wert auf Stabilität und Sicherheit legen. Da Zins- und Dividendenanteile ausgeschüttet werden, eignet sich der Fonds für Investoren, die regelmäßige Mittelrückflüsse aus ihren Investments erwarten (z.B. Stiftungen).

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