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Cyber-Crime: Neue Gefahren durch ChatGPT

Unternehmer könnten bald persönlich haften

Symbolbild Cyber-Attacke. © solarseven / Getty images / iStock
Nahezu täglich gibt es neue Hackerangriffe auf Unternehmen und Behörden. An dem Thema kommt kein Geschäftsführer mehr vorbei. Bald drohen zudem noch größere Haftungsrisiken. Und mit ChatGPT und anderen KIs betritt eine neue Bedrohung das Feld. FUCHSBRIEFE zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.
Zwei neue Entwicklungen setzen beim Thema Cybersicherheit noch mehr unter Druck. Bis Oktober 2024 muss die Bunderegierung die EU-Richtlinie NIS-2 umsetzen. Die ist seit Januar 2023 gültig und macht "Leitungsorgane" (z.B. Geschäftsführer) bei Verstößen persönlich haftbar. Obligatorisch werden Notfallpläne, Risikoanalysen, zügige Meldungen an Aufsichtsbehörden bei Vorfällen, Schutzkonzepte und "Cyberhygiene" (regelmäßige Sicherung von Daten, Verschlüsselung von Informationen, Schulungen). 

Im Geltungs- und damit auch Haftungsbereich der Richtlinie stehen mittlere Unternehmen (privat und öffentlich) ab 50 Mitarbeitern und 10 Mio. Euro Jahresumsatz. Diese müssen zudem aus einem kritischen Sektor stammen, um unter die Richtlinie zu fallen. Das sind aber sehr viele Branchen, wie z.B. Energie, Gesundheit, Chemie, Ernährung, Industrie, Finanzen, Wasser, Transport.

ChatGPT vereinfacht Hackern die Arbeit

Ein neuer Treiber für Cyberkriminalität ist ChatGPT. 51% der Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass mit Hilfe von ChatGPT innerhalb eines Jahres einen erfolgreichen Cyberangriff stattfinden wird. 71% schätzen, dass ausländische Staaten die Technologie bereits für "böswillige Zwecke" einsetzen, so eine Erhebung von Blackberry.

Die beliebte KI-Plattform kann von Kriminellen genutzt werden, etwa um sehr schnell umfassende persönliche Informationen über Geschäftsführer und Angestellte zu ermitteln. Möglich ist auch die automatisierte Programmierung von Schadsoftware oder die Erstellung überzeugender Phishing-Mails durch Nachahmung spezifischer Sprachstile. Das sei kein theoretisches Risiko, sondern längst Praxis, so Cyberexperten gegenüber FUCHSBRIEFE.

Unternehmen bemerken Angriffe erst sehr spät

Die von Hackern ausgehende Gefahr für Betriebe ist bereits heute virulent und die Angriffe werden härter. Bei einem groß angelegten Cyberangriff im Februar sind allein in Deutschland "eine mittlere dreistellige Zahl an Betroffenen" geschädigt worden, so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Cyber-Experten sagen längst: Jedes Unternehmen kann davon betroffen sein. Studien zeigen, dass viele Unternehmen den Angriff erst nach 200 Tagen und mehr bemerken.

Fazit: Die Cyber-Attacken nehmen zu, die Haftungsrisiken steigen und KI kann das Bedrohungs-Szenario massiv verschärfen. IT-Sicherheit und Datenschutz sind längst strategische Geschäftsführungsaufgaben, die dauerhaft Aufmerksamkeit erfordern.
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