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Wirtschaftswachstum wird durch neue Technologien angetrieben

Deutschland kann mit steigender Produktivität rechnen

Wirtschaftswachstum wird durch neue Technologien angetrieben. Copyright: Pexels
Die Jahre mit schwacher Produktivitätsentwicklung weltweit gehen zu Ende. Neue Technologien wie die Künstliche Intelligenz werden zu neuen Produktivitätsschüben führen. Das wirkt gegen die Inflation und treibt das Wirtschaftswachstum an. Der Fachkräftemangel, der in allen westlichen Ländern in unterschiedlicher Schärfe auftritt und die niedrigen Zinsen für Investitionskredite treiben die Entwicklung an.

Nach zwei Jahrzehnten schwacher  Produktivitätssteigerungen … Deutschland kann wieder mit steigenden Produktivitätswachstumsraten rechnen. Fachkräftemangel, günstige Zinsen und vor allen Dingen neue Techniken bieten ein ideales Umfeld für Produktivitätszuwächse. Der MIT-Professor Erik Brynjolfsson (Massachusetts Institute of Technology) sieht in einer Studie für die OECD (der Vereinigung der entwickelten Länder) die westliche Staaten aktuell vor einem neuen Anstieg am Tiefpunkt der Produktivität. Im ersten Quartal 2021 erreichte die Produktivität in den USA wieder eine Zuwachsrate von 5,4%.

Wesentliche Faktoren haben sich verändert. Die Länder haben viel in neue Technologien wie Industrie 4.0, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz investiert. Die Erträge aus den Investitionen zeigen sich nur langsam und werden sich erst in den kommenden Jahren voll entfalten. Mit dem Fachkräftemangel, der Unternehmen dazu zwingt, Arbeit stärker zu automatisieren und den günstigen Zinsen für Investitionskredite gibt es wichtige Brandbeschleuniger, die zur Durchsetzung der neuen Technologien führen.

Deutschlands jährlicher Produktivitätszuwachs könnte sich verdoppeln

Zwar zweifeln die deutschen Konjunkturforscher noch, dass es zu einem starken Produktivitätsanstieg kommt. Dagegen sind die Industrieökonomen optimistisch. Oliver Falck (ifo-Institut) nennt das Beispiel der Autoindustrie. Mit Verbrenner und E-Antrieb muss sie derzeit zwei Antriebssysteme aufwändig parallel entwickeln. Hinzu kommt die Autosoftware, die aktuell nur kostet, weil sie neu entwickelt, aber noch nicht eingesetzt wird. Haben sich E-Antrieb und Software durchgesetzt, können Produktivitätsgewinne realisiert werden.

Christian Rammer (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, ZEW) sieht in der höheren Qualifikation der kommenden Arbeitnehmergeneration ein weiteres Argument für höhere Produktivitätszuwächse. Deutschland könnte in den kommenden Jahren wieder jährliche Zuwächse von 2% und etwas darüber erreichen. Zwischen 2010 und 2018 lag der Zuwachs bei 1%.      

Produktivitätswachstum wirkt gegen die Inflation

Die jahrelange schwache Entwicklung in Deutschland war keine Ausnahme. Weltweit gingen die Produktivitätszuwächse in den vergangenen Jahrzehnten zurück. Besonders auffällig war der Rückgang in den USA, die in den Neunzigern noch Raten um die fünf Prozent erreichten, dann jahrelang wenig über 1% lagen.

Eine starke Zunahme der Produktivität wirkt der Inflation entgegen. Sie bedeutet einen wachsenden Output bei gleichem Mitteleinsatz. Das heißt: Die Kosten je produzierter Einheit sinken. Diese angebotsbedingte Deflation ist positiv. Denn sie treibt das Wirtschaftswachstum an. 

Fazit: Vieles spricht für ein anziehendes Produktivitätswachstum in den zwanziger Jahren. Die steigende Produktivität wird dann den Inflationstendenzen entgegenwirken.

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