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Die Meinung der Anderen im September 2019

Der Dollar bleibt über 1,10 zum Euro

Nun schlägt die Rezessionserwartung voll auf die Prognosen der Banken durch. Zinsen und Wechselkursprognosen werden zum Teil kräftig angepasst. Insbesondere der Dollar wird in neuem Licht gesehen.

Am deutlichsten verändert sich die Sicht auf den USD. Er wird stärker – auf drei wie auf zwölf Monate. Zentraler Beweggrund für die Neueinschätzung in den volkswirtschaftlichen Abteilungen wichtiger Banken ist die Erwartung auf ein Anhalten des Handelsstreits zwischen USA und China mit negativen Auswirkungen auf die Eurozone.

Größere Unterschiede sind bei Erwartungen zur Entwicklung der 10-Jährigen US-Staatsanleihen zu sehen. Vor allem die Co-Bank siedelt sich mit lediglich 1,25% auf 3 Monate und 1,80% auf 12 Monate deutlich von den übrigen Prognosen ab, die bei 2,00%+x liegen.

Bei Berenberg bleibt mit der aktuellen Prognose so gut wie kein Stein auf dem anderen. Für sie hat sich mit der Neueinschätzung zum Handelsstreit (s.o.) die Basisannahme für ihr Hauptszenario geändert. Folglich hat Berenberg auch seine Finanzmarktprognosen – zum Teil deutlich – angepasst. Das gilt insbesondere für EUR|USD, aber auch für die Zinsen, die nach unten getaxt werden.

Die Commerzbank sieht einen stärkeren Dollar

Die Commerzbank rechnet damit, dass die Fed ihren Leitzinskorridor noch zwei Mal reduziert (im September und im Dezember). Der Euro dürfte dennoch darunter leiden, dass die EZB ihre Nettokäufe von Anleihen wieder aufnehmen wird. Deshalb hat die Co-Bank ihre Jahresend-Prognose für EUR|USD von 1,16 auf 1,12 reduziert. Für das kommende Jahr erwartet sie dagegen weiter einen höheren EUR|USD-Wechselkurs. Begründung: Die Fed hat mehr Spielraum für eine geldpolitische Lockerung hat als die EZB.

Für Pictet unterstützen zunehmende Handelsspannungen und weltweit nachlassendes Wachstum defensive Währungen wie den JPY. Dieser sei zudem fundamental unterbewertet. Den Euro dürfte sowohl die Entwicklung des Zinsunterschieds begünstigen, als auch der hohe Leistungsbilanzüberschuss der Einheitswährung. Dennoch habe er es im derzeitigen Umfeld schwer.

fd19080303_DMDA

i

Die Meinung der Anderen

Prognosezeitraum

Berenberg

Commerzbank

Goldman Sachs*

LBBW

Pictet WM

SEB*

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

aktuell

alt

* Werte vom Vormonat Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat.

auf 3 Monate

EUR

USD

1,11

1,15

1,12

1,16

1,17

1,17

1,13

1,13

1,11

1,11

1,15

1,15

3 Monatszins

-0,50

-0,40

-0,47

-0,42

-0,40

-0,40

-

-0,30

-0,30

10 J Anleihen

-0,50

-0,10

-060

-0,40

-0,25

-0,25

-

0,10

0,10

USD

JPY

108

111

106

107

108

108

110

110

105

107

108

108

3 Monatszins

1,70

2,25

1,75

2,25

2,25

2,25

-

2,65

2,65

10 J Anleihen

1,90

2,20

1,25

1,25

2,00

2,00

-

2,65

2,65

JPY

EUR

120

128

119

126

126

124

124

117

119

124

124

3 Monatszins

-0,05

-0,05

0,00

-0,10

-0,10

-

10 J Anleihen

-0,10

0,00

-0,20

-0,15

-0,15

-

auf 12 Monate

EUR

USD

1,14

1,17

1,18

1,22

1,20

1,20

1,13

1,13

1,15

1,15

1,20

1,20

3 Monatszins

-0,50

-0,30

-0,49

-0,38

-0,40

-0,40

-

-0,27

-0,27

10 J Anleihen

0,10

0,30

-0,10

0,10

0,00

0,00

-

0,25

0,25

USD

JPY

105

111

100

102

126

126

114

114

100

100

105

105

3 Monatszins

1,75

2,00

1,90

2,00

1,50

1,50

-

2,90

2,90

10 J Anleihen

2,20

2,20

1,80

1,80

2,20

2,20

-

2,60

2,60

JPY

EUR

120

130

118

126

126

129

129

115

115

124

124

3 Monatszins

0,00

0,00

0,00

-0,10

-0,10

-

10 J Anleihen

0,15

0,15

-0,05

-0,10

-0,10

-

Fazit: Keine der hier angeführten Banken sieht den Dollar unter 1,10 zum Euro. Das ist ein Wort.

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