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Landwirtschaftliche Erzeugnisse im Bann des Handelskrieges

Wie entwickeln sich Agrar-Preise im Jahr 2020?

Agrarrohstoffe im Bann des Handelskrieges Copyright: Pixabay
Der Handelsstreit zwischen USA und China überschattet weiter die Entwicklung auf den Agrarmärkten. Zwar gab es jüngst Worte der Entspannung. Doch manche zweifeln, ob dem Taten folgen.

Zum Ende vergangener Woche zwischen den USA und China ausgehandelten „Phase-1-Abkommen" sind noch viele Fragen offen. Klar ist zunächst, dass die für den 15. Dezember angekündigten neuen Strafzölle auf China-Importe nicht in Kraft treten und die im September verhängten Zölle reduziert werden.

Sämtliche weiteren Handelsbarrieren bleiben jedoch nach wie vor in Kraft. China hat sich im Gegenzug dazu verpflichtet, in den nächsten beiden Jahren seine Importe aus den USA um 200 Mrd. US-Dollar zu steigern. Branchenkennern zufolge sollten davon bereits im kommenden Jahr 50 Mrd. US-Dollar auf Agrarprodukte entfallen. Diese Größenordnung dürfte wohl nur zustande kommen, wenn über eine breite Palette von Produkten die Ausfuhren nach China deutlich erhöht würden.

Skeptische Analysten

Noch zeigen sich verschiedene Analysten skeptisch bezüglich dieser Vereinbarung. Die Volksrepublik hatte in den Verhandlungen mehrfach betont, künftig nur dann Käufe tätigen zu wollen, wenn die USA gegenüber Konkurrenten wettbewerbsfähig sind. So dürfte eine breite Erholung bei Agrarprodukten wohl auch im kommenden Jahr maßgeblich von den politischen Entwicklungen beim Dauerthema Handelsstreit beeinflusst werden.

Impulse könnten dagegen vom Maismarkt ausgehen. Hier dürfte es zum dritten Defizit in Folge kommen. Allerdings erwartet der Markt eine merkliche Ausweitung der Anbauflächen beim mit Abstand größten Mais-Produzenten USA. Dies dürfte Preisaufschläge in Grenzen halten. Bei Sojabohnen sollte es 2019/20 zu einem Abbau der hohen Lagerbestände kommen. Dies sollte den Preis tendenziell weiter stützen, wenn auch die politische Komponente (Handelsstreit) weiterhin der bestimmende Faktor bleiben dürfte.

Defizite bei Zucker, Kaffee, Kakao

An den Märkten für Zucker, Kaffee und Kakao prognostizieren die jeweiligen Analysehäuser und Handelsorganisationen Defizite in der kommenden Saison. Während der Zuckerpreis deshalb moderat höher gesehen wird, dürfte für Kaffee die Luft nach oben eher dünner werden. Am Kakaomarkt sorgen politische Initiativen für zusätzliche Risiken.

Fazit: Tendenziell haben sich die Voraussetzungen für steigenden Preise verbessert. Der Agrarmarkt bleibt, vor allem bei Soja, aber auch im nächsten Jahr anfällig für den Handelsstreit. Konkrete Einzelanalysen lesen Sie an dieser Stelle wieder ab Januar 2020.

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