Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2107
Aufwertung setzt sich fort

Anlagechancen im Brasilianischen Real

Südamerika auf Globus. © Dana Britton / stock.adobe.com
In Brasilien scheint derzeit eine ganze Menge richtig zu laufen. Die Inflation ist rückläufig, die Staatsverschuldung sinkt und der Einzelhandel lebt auf. International gewinnt das Land an Gewicht. Wie können Anleger davon profitieren? FUCHS-Devisen erklären es.

Der Brasilianische Real befindet sich im Aufwind. Der seit Januar etablierte Aufwärtstrend gegenüber dem Euro gewinnt an Momentum. Die Unterstützung bei 5,6 EUR|BRL war stark. Im mittelfristigen Bild bahnt sich damit eine Richtungsentscheidung an. Denn der Real testet mit der nun laufenden Bewegung seinen langfristigen, seit Ende 2011 bestehenden, Abwertungstrend. Sollte dieser brechen, würde die Devise erst wieder bei 4,8 EUR|BRL auf die nächsten Widerstände stoßen.

Inländische Fundamentaldaten stehen auf Grün

Für einen Bruch des Abwärtstrend sprechen auch die Fundamentaldaten. Das Sorgenkind Inflation verliert an Kraft. Das eröffnet der Notenbank Potenzial. Die Inflationsrate hat sich im April auf 4,18% nach zuvor 4,65% im Vergleich zu den Vorjahresmonaten reduziert und bewegt sich den zweiten Monat unterhalb der Zielmarke der Notenbank bei 4,75%. Mit Blick auf den Leitzins von 13,75% resultiert daraus einer der höchsten positiven Realzinsen weltweit. Die Aussagen zu einer Fortsetzung der Zinspolitik wurden mit Argusaugen beobachtet, war das Mai-Treffen das erste nach der vielbeachteten Abstimmung um die weitere Fiskalpolitik und nährten die Aussichten auf ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus. 

Die Staatsverschuldung beläuft sich auf knapp 73% zum Bruttoinlandsprodukt. Der Wert liegt deutlich unter den Vorjahreszahlen. Bessere Einzelhandelsumsätze stützen zuletzt die Hoffnung, dass der weltweite Wachstumsrückgang am Zuckerhut vorbeizieht.

Internationales belastet

Auch in Brasilien sind die Augen auf die Debatte um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA gerichtet. Ein Kompromiss würde den Weg für weitere Investitionen ebnen und die Exportnachfrage nach Rohstoffen anfeuern.

Geopolitisch sind es die Friedensbemühungen Brasiliens im Ukrainekrieg, die vor allem in westlichen Ländern nicht auf einhellige Begeisterung stoßen. Sollte Brasilien mit seiner Diplomatie dennoch Erfolg haben, dürfte der Außenhandel einen Schub erhalten. Anleger haben gut Chancen bei der Renditesuche an der Copacabana.

Zuckerhut für Kuponjäger gut

Mit einer Staatsanleihe (WKN A0LM2Z) können  Anleger bis zum Laufzeitende am 10. Januar 2028 von einem festeren Real profitieren. Das unter Investmentgrade geratete Papier notiert mit 97,7% und bietet eine Rendite von 11,8%. Wer eine kürzere Laufzeit sucht, wird bei International Finance (WKN A2RYER) fündig. Die Tripple-A-Anleihe mit einer Laufzeit bis 27. August 2024 rentiert bei einem Kurs von 95,37% mit 11,2%.

Fazit: Trotz der weltweiten konjunkturellen Eintrübung macht Brasilien eine gute Figur. Die hohen positiven Realzinsen, das Exportpotenzial des Landes sowie eine disziplinierte Ausgabenpolitik dürften die Devise weiter beflügeln.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Interesse an beruflichen Abschlüssen schwindet

Zahl der Ungelernten steigt

© Zina Seletskaya / stock.adobe.com
Der Ausbildungsmarkt zeigt einen tiefen Widerspruch. Es gibt eine Vielzahl nicht besetzter Ausbildungsstellen, viele Unternehmen suchen Fachkräfte - und dennoch wächst die Zahl derjenigen, die keinen Berufsabschluss haben. Aber ist das überhaupt ein Problem?
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Inflationsprognose der Fed

Inflation: Es sind die Löhne, Dummkopf

303.000 neue Jobs sind im März außerhalb der Landwirtschaft entstanden. 200.000 waren vom Markt erwartet worden. Zudem hat der Konsumentenpreisindex im März um 3,5% auf Jahresbasis zugelegt. Bei der Fed gehen deshalb die Warnsignale an. Die Fed Cleveland hat aufgedeckt, warum das so ist.
  • Fuchs plus
  • Europa schwächelt, China holt Schwung

Trendwende für den Yuan voraus

Das große Bild für den Wechselkurs von Euro und Yuan verändert sich. Die fundamentalen und geldpolitischen Faktoren in der Eurozone und in China deuten auf eine Trendwende bei EUR|CNY hin. Anleger und Unternehmer sollten das antizipieren.
  • Fuchs plus
  • Kasachstan bietet Anlegern Chancen

Kasachstan: Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftstechnologie

Der laufende Rohstoff-Boom beschert Kasachstan sprudelnde Exporteinnahmen. Insbesondere Energieträger wie Uran, Öl und Destillate geben auch der Währung Schwung. Die Wirtschaft wächst mit mehr als 5% und der Realzins liegt bei über 5,5%. Wie können Anleger von den Chancen des Landes profitieren?
Zum Seitenanfang