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Anlagechancen in Brasilien

Der Real ist vor dem nächsten Sprung

Südamerika auf Globus. © Dana Britton / stock.adobe.com
Anleger stoßen in Brasilien auf gute Investmentperspektiven. Die Weichen für mehr Wachstum sind gestellt und die Aussichten für den nächsten Nachfragezyklus sind gut. Das Land an der Copacabana verfügt über Rohstoffe, die die Wachstumsländer im Osten benötigen. Insbesondere Energie und Erze beflügeln den Export und stützen die Inlandsnachfrage. Das stützt auch die Landeswährung.

Der Real konsolidiert seine Aufwertung gegenüber dem EUR seit April 2023 in einer Bandbreite zwischen 4,9 und 5,6 EUR|BRL. Ähnlich verläuft die Devise gegenüber dem USD seit dem Tief im März 2021. Allerdings zeigt sie gegen den Greenback eine entschiedenere Aufwertungstendenz. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bandbreite zur Gemeinschaftswährung nach oben verlassen steigt damit. Sollte der Widerstand bei knapp unter 5 EUR|BRL überwunden werden, winken Kurse um 4,3 EUR|BRL.

Positive Fundamentaldaten bestätigt

Die Ratingagentur S&P hob ihre Bewertung von Brasilien von BB- auf BB an und begründete ihren Schritt mit der Steuerreform des Landes. Trotz eines Wehrmutstropfens, der Ausblick wurde aufgrund der hohen Defizite von positiv auf stabil gesenkt, stimmt die Richtung des Landes, auch wenn die wirtschaftliche Erholung Zeit in Anspruch nimmt. Die Inflationsrate ist weiter auf dem Rückzug und fiel im Dezember auf 4,62%, womit sie das zweite Mal in Folge im Toleranzband der Notenbank liegt. 

Die Fortsetzung des Zinssenkungskurses der Notenbank ist damit sehr wahrscheinlich. Die Währungshüter reduzierten den Leitzins im Dezember das vierte Mal in Folge um 50 Basispunkte auf nun 11,25%. Die Zinsdifferenz zwischen brasilianischen Staatsanleihen und der deutschen Benchmark Bund summiert sich auf mehr als 840 Basispunkte, was der Devise zusätzlichen Rückenwind gibt.

Konjunktur auf Erholungskurs

Hoffnung schöpft sich insbesondere aus der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote fiel mit einem Dreimonatsdurchschnitt von 7,5% bis November 2023 auf den niedrigsten Stand seit neun Jahren und lag damit unter den Erwartungen von 7,6%. 

Das Wirtschaftswachstum kühlt zwar etwas ab. Aber auch wenn die Wachstumsrate am Zuckerhut für dieses Jahr bei nicht mehr als 2% liegt, dürfte sich der Vorsprung gegenüber Europa mit dem Anziehen der Rohstoffnachfrage im nächsten Erholungszyklus wieder ausweiten. 

Profiteure des Rohstoffhungers

Insbesondere mit Dividendentiteln können Anleger daran partizipieren. Obwohl der Öl- und Gasproduzent Petrobras (WKN 932443) mit 75% überwiegend seine Umsätze im Inland erwirtschaftet, legen auch die Exporte der begehrten Energieträger zu. Bei einem KGV für dieses Jahr von unter 4 werden Dividenden in Höhe von mehr als 12% erwartet. 

Auch abseits von Öl und Gas ist Brasilien ein rohstoffreiches Land. Als führender Anbieter von Erzen profitiert Vale (WKN 897136) direkt von einer anziehenden Konjunktur in den großen Abnehmerländern wie USA, China und Indien. Das Unternehmen wird für 2024 mit einem KGV von 5,3 bewertet und stellt eine Dividende von 6,8% in Aussicht.

Fazit: An der weltweiten Konjunkturerholung, angeführt von den großen Konsumländern USA und China, dürfte Brasilien überdurchschnittlich profitieren. Die Bewertung des Marktes ist relativ günstig und die Devise steht in den Startlöchern. Diese spannende Kombination macht brasilianische Aktien zu einer interessanten Depotbeimischung.
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