Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1662
Erwartungen der US-Haushalte

Inflation im Rückwärtsgang?

Aktiencharts vor Grafik einer amerikanischen Flagge. © TexBr / stock.adobe.com
Die US-Inflationsdaten waren bisher Vorreiter beim Preisgeschehen in den G-7. Bleibt es dabei, deutet das auf eine Abflachung des Preistrends hin. Aber reicht das, um die Fed zu stoppen?

Die Preisentwicklung beeinflusst weiterhin maßgeblich die Erwartungen für den Dollarkurs. Denn die Inflation steuert derzeit die Notenbanken, nicht umgekehrt. Immerhin sind die Nachrichten von der Inflationsfront in den USA auf den ersten Blick beruhigend.

Die Erwartungen für die US-Inflation in drei Jahren fielen laut der Verbrauchererwartungserhebung der New York Fed von 3,6% im Juni auf 3,2% im Juli. Es war der zweite monatliche Rückgang in Folge. Die Aussichten für das kommende Jahr sanken von 6,8% auf 6,2%.

Benzinpreisanstieg soll deutlich zurückgehen

Der Rückgang der Benzinpreise in den letzten Wochen  (-16,7%) spielte dabei eine große Rolle. Er war nämlich für 80% des Preisrückgangs verantwortlich. Die Verbraucher erwarten, dass Benzin im kommenden Jahr nur um 1,5% teurer wird. Das würde einem Rückgang der Erwartungen von mehr als acht Prozentpunkten gegenüber März entsprechen. Es gab auch einen starken Rückgang der Erwartungen für die Lebensmittelpreisinflation. Die Lieferketten "fluppen" wieder besser und auch die Industrierohstoff-Preise sind auf dem Rückmarsch. Das alles spricht für eine Abschwächung des Preisanstiegs auf breiter Front.

Die Annahmen für Mietpreissteigerungen im kommenden Jahr fielen nach Angaben der New York Fed zum ersten Mal seit Januar unter 10%. Eine separate Umfrage von Fannie Mae ergab als Schätzung, dass die Mieten in diesem Zeitraum um 7,6% steigen werden. Die Immobilienpreise sollen voraussichtlich um 3,5% steigen.

Lohnstückkosten deutlich gestiegen

Doch Vorsicht! Wir rechnen mit Zweitrundeneffekten aus dem Energie-Geschehen, die noch nicht ausreichend eingepreist sind. Und nicht zu vergessen: Fast alle Inflationsmesswerte sind deutlich über dem 2%-Ziel der Fed. Außerdem stiegen die Lohnstückkosten im nichtlandwirtschaftlichen Unternehmenssektor auch im 2. Quartal sprunghaft an. Und zwar um 10,8 % im Quartalsvergleich nach einem Anstieg von 12,7% im ersten Quartal (beide Zahlen annualisiert). Das entspricht einem annualisierten Anstieg des Stundenlohns um 5,7%.

Das rasante Wachstum der Lohnstückkosten steht im Einklang mit der Beschleunigung des Nominallohnwachstums im 2. Quartal. Hier spiegeln sich Engpässe beim Arbeitskräfteangebot. Zugleich verzeichnen die USA einen Rückgang der Produktivität von 4,6% im Quartalsvergleich (2. zu 1. Quartal).

Fazit: Der Pfad der Fed ist unsicher. Die Erwartung von drei Zinsschritten im 2. Halbjahr (insgesamt +1 Prozentpunkt), trägt einiges an Preisoptimismus in sich. Somit sehen wir für den Dollar noch immer Aufwärtspotenzial gegenüber den meisten Währungen. Insbesondere zum Euro könnte er in der 2. Jahreshälfte noch unter pari fallen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Partners VermögensManagement AG

Vorschlag der Partners wird als zu leicht befunden

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Partners VermögensManagement AG führt sich bei der Stiftung Fliege mit einem ungewöhnlich ausführlichen und persönlich gehaltenen Anschreiben ein, das ein echtes Interesse an dem Mandat erkennen lässt. Der Vermögensverwalter geht bereits hier auf das bestehende Portfolio und den Veränderungsbedarf ein, erläutert Erfahrungen bei Stiftungsmanagement und nachhaltiger Vermögensanlage und garantiert die geforderte Ausschüttung für den Stiftungszweck. Ein toller Auftakt, der auf mehr hoffen lässt
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ukraine attackiert russische Atomabwehr

Atomare Eskalation im Ukraine-Krieg

Der Ukraine-Krieg eskaliert weiter - jetzt auch offen atomar. Denn die Ukraine hat Radarsysteme angegriffen, die ausschließlich zur Selbstverteidigung Russlands gegen atomare Attacken dienen.
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Proud@work Classic

Stolze Mitarbeiter, bessere Performance

HANSAINVEST Fondswelt Header Bild © HANSAINVEST
Unternehmen, die Mitarbeiter haben, die stolz auf das Unternehmen sind, entwickeln sich oft besser als andere Firmen. Das zeigen unterschiedliche Studien und Kennzahlen. FUCHS-Kapital hat sich einen Fonds angesehen, der auf Basis dieser Überlegungen eine Überrendite erwirtschaften will.
  • Fuchs plus
  • Kopplungs-Preis: Preisangabe inklusive Versicherung irreführend

Preisangabe muss transparent sein

Größer werdende Geldstapel © jirsak / Stock.adobe.com
Ausgewiesene Preise müssen transparent und leicht verständlich sein. Darum müssen Händler bei Kopplungs-Angeboten aufpassen. Wer Preise inklusiver Extraleistungen anbietet, muss das so tun, dass es Kunden "auf den ersten Blick" verstehen, so ein Urteil gegen einen großen Einzelhändler.
Zum Seitenanfang