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Neuseelands Notenbanker werden noch "falkenhafter"

Kiwi gewinnt nur kurzfristig an Stärke

Ein neuseeländischer Kiwi-Vogel. © DarenGrover / Getty Images / iStock
Die Notenbank Neuseelands stemmt sich mit einem noch restriktiveren Kurs gegen die hohe Inflation. Die handlungsbereite Notenbank stärkt damit den kleinen Kiwi-Dollar. Doch die Stärke dürfte nicht von langer Dauer sein.
Anleger finden beim Neuseeland-Dollar derzeit einen guten Einstiegszeitpunkt. Denn die Reserve Bank of New Zealand hat einen restriktiveren Kurs als bisher zur Bekämpfung der Inflation angekündigt. Die RBNZ erhöhte den Leitzins um 50 Basispunkte auf nun 2,00%. Im nächsten Jahr könnte er bei 4,00% liegen, deutete die Notenbank an. Im Anschluss an die Ankündigung ging es für USD|NZD am Mittwoch auf 1,55 hinab. Vor einer Woche lag das Paar noch bei 1,60. Bei der jüngsten Analyse durch FUCHS-Devisen stand das Paar sogar bei 1,47 (FD vom 22.04.2022).

Harter Notenbankkurs dämpft Immo-Preise und Konjunktur

Wir raten Anlegern nun den Rücksetzer zum Einstieg in das Währungspaar zu nutzen. Unser mittelfristiges Aufwärtsszenario für USD|NZD ist weiterhin intakt. Neuseelands Notenbanker haben aus Sicht von FUCHS-Devisen einen unlösbaren Zielkonflikt: Sie müssen ein Platzen der kreditfinanzierten Immobilienblase verhindern und gleichzeitig die Inflation bekämpfen. Nur eines davon werden sie erreichen können - der Kiwi wird in beiden Fällen geschwächt. Die Immobilienpreise sollen bis Jahresende um 15% sinken. Das Vertrauen von Konsumenten und Unternehmen ist ebenfalls auf dem absteigenden Ast. 

Zudem wird der US-Dollar durch seine Rolle als sicherer Hafen gestärkt. Die Konjunktur brummt weiter. Der IWF prognostiziert für die USA 2022 ein Wachstum von 3,71%. Neuseeland kommt nur auf 2,72%. Auch das stärkt den US-Dollar im Vergleich zum Kiwi. Die Lockdowns in China treffen das kleine Neuseeland zudem stärker als die USA.

Fazit: Der aktuelle Rücksetzer bei USD|NZD ist eine gute Einstiegsgelegenheit.
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